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Training // Mental

Reine Kopfsache - Golf-Technik verbessern

Eine gute Golf-Technik ist ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Golfspiel. Ein starker Kopf gehört aber ebenso dazu. Niklas Rakowski und Frank Adamowicz zeigen, wie man dieser schwierigen Herausforderung begegnen kann.

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Rakowski & Adamowicz

Niklas Rakowski
arbeitet seit Ende 2017 in der Akademie des GC St. Leon-Rot mit dem Schwerpunkt als Golf- und Mental-Coach. Er gibt Seminare für Mannschaften und begleitet Golfer im Einzel-Coaching. Zudem unterrichtet er im Rahmen der Akademie Einzelspieler und Gruppen. Er hat die B-Trainer-Lizenz von DOSB/DGV.

Frank Adamowicz
ist seit über 45 Jahren im Golf-Business tätig, DOSB/DGV A-Trainer und PGA-Golflehrer. Seine Erfahrung macht ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Mannschaftstrainer. Zudem arbeitet er seit über 20 Jahren als Co-Kommentator im Fernsehen und ist Buchautor.

Mit den Golf-Profis die Golf-Technik verbessern!

Während einer Golfrunde erleben wir immer wieder Situationen, die uns nicht nur technisch und spielerisch, sondern auch mental herausfordern. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige bekannte Situationen vor und geben Hinweise und Tipps, wie Sie das nächste Mal souveräner damit umgehen.

Ein Beispiel dazu sehen Sie auf Bild 1 in der Gallerie. »Ich habe mein Tee gefunden«, jubelt Niklas. »Aber ich wollte gerade meinen Schlag machen«, antwortet Frank verärgert. »Oh, habe ich gar nicht drauf geachtet«, entschuldigt sich Niklas.

Die Entwicklung steht beim Golf-Training im Vordergrund

Das Training spielt eine große Rolle im Golf und sollte effektiv gestaltet werden. Häufig hört man: »viel hilft viel«. Quantität ist jedoch nicht alles, auch die Qualität des eigenen Golf-Trainings spielt eine wichtige Rolle. Jeder Golfer kann in etwa einschätzen, welche Schläge in seinem Spiel funktionieren und welche nicht. Wer genau hinschaut, erkennt mögliche Entwicklungsfelder.

Doch wie oft trainiert man wirklich die Spielsegmente, die das größte Entwicklungspotenzial bieten? Wie oft trainiert man die Bereiche, die schon ganz gut laufen? Worauf setzt man seinen Trainingsfokus?

Hier drei Schritte, die Ihnen helfen, das Golf-Training zu strukturieren:

Schritt 1: Finden Sie heraus, welcher Schlagbereich Ihnen aktuell am wenigsten gelingt, Ihnen jedoch viele Schläge sparen würde.

Schritt 2: Beschäftigen Sie sich erst selbst mit dem Bereich, bevor Sie sich Unterstützung holen. Wichtig hier: Sich mit einem Bereich zu beschäftigen, heißt nicht gleich, bessere Bälle zu schlagen! (Bild 2)

Schritt 3: Ausdauer und Durchhaltevermögen – setzen Sie sich ein Ziel, und definieren Sie, bis wann Sie es erreichen wollen. Wichtig: dranbleiben und sich bei Bedarf beim Pro wichtige Information holen.

Kommunikation ist alles

Haben Sie es schon mal erlebt, dass Sie am Ball stehen und ständig Geräusche im Hintergrund zu hören sind? Ein Rascheln in der Hosentasche, ein Zischen der Wasserflasche, ein Reißverschluss am Bag oder ein flüsterndes Gespräch. Jeder Golfer hat bestimmt schon mehrere Situationen in der Art erlebt – und immer wieder stellt sich die Frage: Was kann ich da machen? Ganz ehrlich, passiert es im Schlag, kann fast keiner mehr den Schwung abbrechen. Passiert es aber in der Schlagvorbereitung, sprechen Sie es an (Bild 3).

Machen Sie den Verantwortlichen darauf aufmerksam, denn abgelenkt sind Sie ohnehin schon, und es würde Sie beim Schlag nur stören. Falls Sie die Situation nicht ansprechen, ärgern Sie sich nicht nur über einen schlechten Schlag, sondern höchstwahrscheinlich auch über Ihren Mitspieler, weil er es nicht gemerkt hat. Wie auch, er weiß ja nicht, dass es Sie stört, solange Sie ihn nicht darauf ansprechen.

Folgende Vorgehensweise bietet sich in solchen Fällen an:

Schritt 1: Schlagvorbereitung abbrechen

Schritt 2: Situation ansprechen und eine Ich-Botschaft senden, z.B. »Ich höre das Rascheln im Bag. Lassen Sie mich erst den Ball schlagen, bevor Sie weitersuchen.«

Schritt 3: Augen schließen, drei Mal tief ein- und ausatmen und wieder in die Schlagvorbereitung gehen.

Mit Gelassenheit den Schlag ausführen

Sobald wir uns auf dem Golfplatz bewegen, treffen wir andere Golfer, die ebenfalls eine Runde spielen – und manchmal staut es sich. Sobald Spieler auf derselben Bahn warten bzw. auf den Schlag von uns warten, fühlen wir uns indirekt unter Druck gesetzt, und die Gedanken starten. »Die warten schon«, »ich muss schnell machen« oder »ich will niemanden aufhalten«, kommt einem da gerne in den Sinn. Wie sehr ist man dann noch auf seinen Golfschlag fokussiert? Richtig, gar nicht mehr!

Man muss lernen, solche Situationen auszuhalten, auch wenn das bedeutet, sich selbst für einen Moment in den Mittelpunkt zu stellen (Bild 4). Denn am Ende ist es Ihre Zeit auf dem Golfplatz, Ihr Spiel und Ihr Golfschlag. Im Straßenverkehr fährt auch niemand über die rote Ampel, sondern wartet. Was will er denn machen?

Nehmen Sie sich die Zeit, legen Sie den Fokus auf Ihren Schlag – und dann geht’s weiter in Ihrem Spiel, getreu dem Motto: Aushalten und spielen!

Golf erzählen und spielen ist ein Unterschied

Nach der Runde sitzen Golfer meist gemütlich im Clubhaus zusammen und philosophieren über ihre gespielte Runde, und was sie da alles erlebt haben. Doch hört man genauer hin, erzählen die meisten nur zwei grundlegende Geschichten: entweder über ihren einzigen »Wunderschlag« oder über all die Schläge, die nicht funktioniert haben.

Ja, nicht alles hat funktioniert. Und jetzt? Viel schlimmer ist, wenn Sie diese Erfahrung nicht nutzen, um sich eine konkrete Lösung für Ihr nächstes Spiel zu überlegen. Und genau hier können Sie eine erste Entscheidung treffen – entweder weiter im Clubhaus jammern und über das Spiel meckern oder sich Gedanken machen, was Sie verändern wollen (Bild 5). Dazu zum Abschluss noch ein Beispiel aus unserem Traineralltag:

Golfer: »Ich spiele nur Drei-Putts!« Trainer: »Wie häufig trainieren Sie denn Ihr Putten?« Golfer: »Ja, mal so kurz vor der Runde!«

Stopp! Das ist eindeutig eine Erwartungshaltung, die nicht funktioniert, denn der Trainingsaufwand und die Vorstellung vom Putten auf dem Platz passen nicht zusammen. Wollen Sie ein anderes Ergebnis beim Putten, kommen Sie nicht darum, Ihre Herangehensweise bei dem Thema zu ändern. Zum Beispiel folgendermaßen:

Schritt 1: Akzeptieren Sie Ihre Golfrunde. Ende der Geschichte!

Schritt 2: Finden Sie heraus, welcher Bereich in Ihrem Spiel verbessert werden soll, damit Sie Schläge sparen.

Schritt 3: Setzen Sie beim nächsten Training Ihren Fokus zu 70 Prozent auf diesen Bereich.

Bei Interesse an dem Seminar »Golf ist mehr als nur Technik« schicken Sie eine E-Mail für weitere Informationen an mentalcoaching(at)gc-slr.de. Aktuelle Termine finden Sie auf der Homepage des GC St. Leon-Rot (gc-slr.de). Auf Wunsch können auch Seminare in Ihrem Club durchgeführt werden. Aktuelle Themen und Termine:

5.4. Wie du mentale Stärke für dein Golfspiel entwickelst; 28.6. Mit drei Schritten zum erfolgreichen Golf; 9.8. Wie du die Qualität deines Golfspiels verbesserst

Wir bedanken uns recht herzlich beim GC St. Leon-Rot, der uns bei den Aufnahmen unterstützte.

 

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