Netzkolumne Folge 60

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Hilfe von oben – Folge 59: Schlechtester Ball wie Alex Noren

Tipps von der Tour, ausprobiert vom Amateur – die wöchentliche Kolumne von Stefan Maiwald 


Willkommen zurück, liebe Leserinnen und Leser! Wie immer wird diese Kolumne Ihr dienstäglicher Begleiter im neuen Golfjahr, und wie immer schauen wir den Könnern und ihren Tricks zu – und probieren sie selbst aus.  

Beginnen wir gleich einmal mit dem frustrierendsten Trainingsspiel, von dem ich je gehört habe. Alex Noren spielt es gern und oft, und Alex Noren ist ja ohnehin ein fleißiger Tüftler – legendär war das Bild seiner schwieligen Hände, das er im letzten Jahr postete. Es dürfte weniger Spieler geben, die härter trainieren als er, und der Lohn der Mühe war ein steter Aufstieg über die letzten zehn Jahre bis in die Weltspitze und seiner ersten Teilnahme beim Ryder Cup 2018.

Das Spiel – oder sollten wir es lieber masochistisches Massaker nennen? – heißt »Worst Ball«. Auf 18 Löchern muss er jeden Schlag zwei Mal ausführen – und immer von der schlechtesten Position weiterspielen. Der Abschlag an der engen Bahn liegt Mitte Fairway? Tja, wenn der zweite in die Bäume segelt, geht es aus dem schattigen Unterholz weiter. Auch für Annäherungen, Bunkerschläge und sogar auf dem Grün gilt die Schlechteste-Ball-Regel: Ein Zwei-Meter-Putt fällt gerade so ins Loch? Tja, dann versuchen Sie es halt noch einmal, und wenn der nicht fällt, dann zählt der schlechtere Score.

Man kann sich kaum vorstellen, wie brutal dieses Spiel ist. Ich habe es nach acht Löchern abgebrochen, denn sonst wäre ich nicht mit 14 Schlägern ins Clubhaus gekommen; zu verführerisch glitzerten die Wasserhindernisse, um den Driver, das Eisen 5 und vor allem den Putter endlich darin zu versenken.

Und Alex Noren? Er berichtete einmal auf seinem – inzwischen leider eingestellten – Blog, dass er in Terre Blanche im strömenden Regen im Worst-Ball-Score eine 71 ins Clubhaus gebracht hätte.

Meine Theorie dazu: Tour-Pros sind Außerirdische.

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Stefan Maiwald
The fine art of hanging out

ist als Autor vielzähliger Romane und Sachbücher seit Jahren begeisterter Golfer und findet seine wahre Bestimmung auf Golfplätzen, um dort seine wertvolle Lebenszeit zu verschwenden.
www.stefanmaiwald.com

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