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Hilfe von oben – Folge 24: Klemmen wie Rory McIlroy

Tipps von der Tour, ausprobiert vom Amateur – die wöchentliche Kolumne von Stefan Maiwald 


Ich kenne kaum einen umstritteneren Drill als jenen, mit einem Handschuh oder einem Handtuch unter den Achseln zu schwingen.

Manche Golflehrer schwören drauf, andere halten ihn für völligen Blödsinn. Und wenn man ehrlicherweise die Schwünge der Größten studiert, dann fragt man sich, ob der Handschuh wirklich eingeklemmt geblieben wäre.

Die Golflehrer, die diesen Drill empfehlen, schwören auf die Verbindung zwischen linkem Oberarm und der Brust im gesamten Schwung. Ja, das hört man oft, aber stimmt das denn? Warum sollen Oberarm und Brust »verbunden« sein? Wo ist da die Kraftquelle, woher kommt der Speed, warum ist eine »kompakte« Bewegung besser als eine freie Bewegung? Warum darf der Arm sich nicht ungehemmt durch den Raum bewegen?

Martin Chuck, einer meiner liebsten Youtube-Golflehrer, empfiehlt gar ein Handtuch unter beide Arme, allerdings nur für kurze Pitches:

www.youtube.com/watch

Ein Handtuch unter den Achseln bewirke, dass sich der Körper durch den Ball mitdrehen muss. Okay, das ist einsichtig. Wobei… Ich habe diesen Drill mehrfach über die Jahre versucht. Es mag sein, dass sich der Körper mitdreht. Aber um welchen Preis? Kraftlose, miese Treffer.

Sollten Sie Ihr Handtuch beim Training benutzen wollen – meinen Segen haben Sie. Denn im großen Golfuniversum bin ich gegen Martin Chuck und erst recht gegen Rory McIlroy nur ein irrlichternder, staubiger Asteroid.

Stefan Maiwald
The fine art of hanging out

ist als Autor seit Jahren begeisterter Golfer und findet sein Glück auf Golfplätzen, um dort seine wertvolle Lebenszeit zu verschwenden. 
www.postausitalien.com

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