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In Irland droht das Bier auszugehen

Tour-News-22.Juli 2019

In Irland droht das Bier auszugehen

Shane Lowry ist Champion Golfer of the Year. Der 32-jährige Ire
gewinnt souverän die Open in Royal Portrush. Eine Nation steht 
Kopf, in Irland wird kräftig gefeiert.

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Profis und Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Tour-Ereignisse zusammen.

Tom Watson und Phil Mickelson haben es auf den Punkt gebracht: »Für einen Amerikaner ist es das Größte, eine US Open zu gewinnen.« Jetzt übertragen wir das einfach mal auf Europa – ein Erfolg bei der Open, dem ältesten Major der Welt, steht unangefochten ganz oben. Beispiel Bernhard Langer: Der Deutsche hat nun wirklich so ziemlich alles gewonnen, aber er durfte nie die Claret Jug, diese gewöhnungsbedürftige Kanne, in die Höhe recken. Das fuchst Langer.

Und nun also Shane Lowry – er ist der Champion Golfer of the Year. Der Ire Lowry gewinnt im nordirischen Royal Portrush in einer beeindruckenden Weise das Major. Wow. »Jetzt haben wir den Beweis: Ein Traum kann wahr werden«, meinte der 32-Jährige. Platz zwei – mit einem stolzen Abstand von sechs Schlägen – ging an Tommy Fleetwood (ENG).

Lowry ist nach Fred Daly, Rory McIlroy, Darren Clarke und Padraig Harrington der fünfte Profi, der den Open-Titel für die golfverrückte Insel einsacken konnte. Damit hat Lowry Legendenstatus auf der Insel erlangt und »läuft nicht mehr unter dem Radar«. Fortan wird kräftig gefeiert. Wenn da mal keine Bier bzw. Guiness-Knappheit droht...

Der Sieger ist bekannt dafür, ausgiebig zu feiern. Nach seinem Erfolg beim WGC Bridgestone Invitational 2015 hatte er sich gleich eine mehrwöchige Auszeit genommen und ließ es ordentlich krachen. Und jetzt also der erste Major-Titel – auf seiner Insel. Cheers. Die Woche in Royal Portrush war die Krönung nach seinen Erfolgen bei der North of Ireland Championship (2008) und der Irish Open (2009) als Amateur.

Der Profi, auf den alle Blicke gerichtet waren, fiel leider vor Heimpublikum durch: Rory McIlroy eröffnete das Turnier mit acht Schlägen auf der 1, ein Par 4. Eine Bahn gespielt – und alles vorbei! Am Ende verpasste der nordirische Superstar um einen Schlag den Cut. Tiger Woods verabschiedete sich ebenso vorzeitig aus dem Turnier. 

Deutschlands einziger Starter, Amateur-Europameister Matthias Schmid, wurde mit Bryson DeChambeau geteilter 107. Woods, Ian Poulter, Adam Scott und Phil Mickelson landeten noch weiter hinten.

 Zeitgleich zur großen Open fand im Rahmen der Staysure Tour in Deutschland die Winston Golf Senior Open mit den Golflegenden Bernhard Langer und José Maria Olazábal statt. Ein wirklich starkes Event, das WinstonGolf-Inhaber Wienand Pon, fördert. Lange Zeit deutete alles auf einen Sieg des Spaniers hin. Mit fünf Schlägen Vorsprung ging der zweifache Major-Sieger auf die Back Nine und es wurden die Daumen gedrückt, dass er seinen ersten Titel nach 14 Jahren einfährt. Allerdings zündete Clark Dennis an seinem 29. Hochzeitstag. Der Amerikaner spielte sich in einen Rausch – sechs Birdies allein auf den Löchern 10 bis 18 und insgesamt eine 63er Finalrunde. Olazábal leistete sich dagegen ein vermeidbares Bogey auf der 16 und ließ eine gute Birdie-Chance auf der 17 aus. So stand Dennis als Sieger fest. Es war sein fünfter Sieg bei den älteren Herren. Bernhard Langer wurde Vierter.

Auf der PGA Tour konnte Österreichs Sepp Straka mit seinem dritten Platz bei der Barbasol Championship einen großen Schritt bei der Sicherung der Tourkarte verbuchen. Stephan Jäger wurde beim Sieg von Jim Herman (-26) geteilter 22.

Bei den Damen der LPGA Tour stand ein Team-Event (Dow Grey Lakes Bay Invitational) an. Den Sieg holten sich Cydney Clanton (USA)/Jasmine Suwannapura (THA). Sophia Popov, Sandra Gal und Isi Gabst scheiterten mit ihren Partnerinnen am Cut.

Auf der Korn Ferry Tour gewann der Norweger Kristoffer Ventura, Max Rottluff schaffte nicht den Cut.

Die Challenge Tour gastierte im GC Adamstal zur Euram Bank Open. Der Schotte Calum Hill siegte mit 18 Schlägen unter Par. Marcel Schneider (-10) als 14. und Nicolai von Dellingshausen (-8) als 19. gelang der Sprung in die Top.20.

Weitere Ergebnisse: 49. Moritz Lampert, – Cut: Christian Bräunig, Florian Fritsch, Allen John, Julian Kunzenbacher, Aaron Leitmannstetter.

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