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Wiesberger führt Race to Dubai an

Tour-News-17.Juni 2019

Wiesberger führt Race to Dubai an

Österreich jubelt: Bernd Wiesberger gewinnt
mit der Scottish Open sein erstes Rolex-Series-Event,
Martin Kaymer wird bei der Open (wohl) zuschauen.

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Profis und Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Tour-Ereignisse zusammen.

»Bist du deppert!« Bernd Wiesberger läuft kurz vor der Open in Royal Portrush zur absoluten Höchstform auf. Mit seinem zweiten Platz bei der Irish Open hatte er sich jüngst die Major-Teilnahme gesichert und nun setzte der 33-Jährige noch einen drauf: Im Stechen über drei Löcher gegen Benjamin Hebert (Frankreich) – beide schlossen die vier Runden mit -22 ab – gewann er die Scottish Open im elitären Renaissance Club. Ein Wahnsinn: Das war sein erster Titel bei einem Rolex-Series-Event, und nicht genug. Er hat als erster Österreicher die Spitzenposition im Race to Dubai inne. Klarer Fall: In dieser Form ist Wiesberger ein ernsthafter Kandidat für den Major-Titel diese Woche in Nordirland.

Apropos Nordirland: Martin Kaymer konnte seine Chance in Schottland nicht nutzen. Als geteilter 20. (-16) spielte er sehr solide, für ein Ticket zur Open reichte es nicht. Dennoch besteht ein Fünkchen Hoffnung, als Nummer zwei auf  der Reserveliste doch noch ins Feld zu rutschen. Irgendwie ist Kaymer ein fester Bestandteil der Majors – in den letzten elf Jahren musste er nur einmal wegen einer Verletzung auf eine Teilnahme verzichten.

Rookie Max Schmitt schaffte erneut den Cut. Der 48. Platz war respektabel, ein Befreiungsschlag im Kampf um die Tour-Karte ist ihm indes nicht gelungen – er wird derzeit als 98.im Race to Dubai  geführt. Max Kieffer scheiterte erneut am Cut.

In Amerika nutzte Dylan Frittelli die Gunst der Stunde. Der Südafrikaner gewann mit der John Deere Classic sein erstes Turnier (-21) auf der PGA Tour und ergatterte die Reise nach Portrush. Österreichs Sepp Straka verlor in der Schlussrunde 14 Plätze und landete auf dem 26. Platz. Und die Deutschen? Mager! Alex Cejka kam nicht ins Wochenende und Stephan Jäger musste vorzeitig aufgeben.

Die große Frage, die sich stellt: Was ist los mit Bernhard Langer? Die deutsche Legende scheint in einer faustdicken Krise zu stecken. Die Senior Players beendete er auf einem ungewohnten 34. Platz mit einem Score von +10. Nach vier Runden durfte sich Retief Goosen (Südafrika) feiern lassen (-6). Es war sein erster Sieg nach zehn Jahren Durststrecke und damit auch sein erster auf der Champions Tour. PS: Langer ist mittlerweile in der Charles-Schwab-Rangliste auf den elften Platz abgerutscht.

Tristesse bei den deutschen Herren in Amerika, dagegen ein Lichtblick bei den deutschen Proetten auf der LPGA Tour. Caro Masson spielte richtig gut und erzielte bei der Marathon Classic mit einem geteilten fünften Platz (-11) ihr bestes Saisonergebnis. Es siegte die Koreanerin Sei Young Kim (-22). Für Sophia Popov und Isi Gabsa war das Event nach zwei Runden beendet.

Die Challenge Tour war in Frankreich aktiv. Nicolai von Dellingshausen bestätigte beim Sieg des Engländers Steven Tiley (-11) seine aufsteigende Form mit einem feinen vierten Platz (-8). Die weiteren Resultate: T28 Marcel Schneider, T34 Jonas Kölbing, T42 Dominic Foos, T47 Bernd Ritthammer, Cut: Moritz Lampert, Christian Bräunig. Österreichs Martin Wiegele wurde 11.

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