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Golflektion Made in Austria

Tour-News-14. Oktober 2019

Golflektion Made in Austria

Deutschland 0 Punkte, Österreich: ein Sieg und zwei vierte Plätze. Was war das für ein Wochenende für die Profi-Golfer aus der Alpenrepublik.

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Profis und Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Tour-Ereignisse zusammen.

Wir sind es ja gewohnt, neidvoll in das Nachbarland mit den vielen Bergen zu blicken. Die fahren verdammt gut Ski und beherrschen regelmäßig den alpinen Ski-Weltcup. Chapeau. Und deswegen freuen wir uns diebisch, wenn mal ein Felix Neureuther, ein Josef Ferstl oder ein Thomas Dreßen den Österreichern um die Ohren fährt.

Doch es kommt noch viel schlimmer. Jetzt gibt es für uns auch Golflektionen Made in Austria. In dieser Saison hat es sich schon abgezeichnet und seit vergangener Wochenende ist es amtlich. Österreichs Profis waren top und die deutschen Berufsspieler beschränkten sich auf den olympischen Gedanken. GJ erlaubte sich, in Ausgabe 9 eine deutsche Zwischenbilanz mit der Überschrift »Nicht gut genug« zu publizieren. Das wollte in den Spielerkreisen gar nicht gut ankommen. Die Reaktion der deutschen Profis folgte ausgerechnet nach einem guten Wochenende: Nach dem Sieg von Sebastian Heisele in Frankreich (Challenge Tour) und dem geteilten zweiten Platz von Bernd Ritthammer bei der Porsche European Open (European Tour). Das war zweifelsohne richtig stark, aber bei genauer Betrachtung halt auch eine Ausnahme.

Zurück zu dem vergangenen Wochenende. Die European Tour spielte die Italian Open und am Ende stand Bernd Wiesberger oben. Der Burgenländer gewann sein drittes Turnier in dieser Saison und zudem sein zweites Rolex-Series-Event. Mit dem Titel in Rom übernahm Wiesberger wieder die Führung im Race to Dubai und kletterte in der Weltrangliste auf den 22. Platz. Sein Landsmann Matthias Schwab, ein großartiges Talent, wurde in Italien Vierter. In der Gesamtwertung liegt er auf Rang 31 und die Teilnahme am Finalturnier in Dubai im November ist sicher.

Jubel in Österreich und Tristesse in Deutschland. Martin Kaymer und Max Kieffer schafften es beide nicht ins Wochenende – und das hat bei dem mit sieben Millionen Dollar dotierten Turnier zum Glück nur minimale Auswirkungen: Sie rutschten im Race to Dubai auf die Positionen 79 und 89 ab. Mit den Turnieren in Frankreich und Portugal bleiben ihnen jetzt noch zwei Chancen, die Saison zu korrigieren und auf die Final Series zu hoffen

In den USA traf sich die PGA Tour zur Houston Open. Der Amerikaner Lanton Griffin holte sich seinen ersten Sieg. Österreichs Sepp Straka wurde geteilter Vierter. Alex Cejka musste in der zweiten Runde aufgeben.

Stellvertretend für das deutsche Tief ist irgendwie Bernhard Langer. Bei ihm ist zum Saisonende viel Sand im Getriebe. Nach starken zwei Runden ( Top 10) erwischte er bei der SAS Championship (Sieger Jerry Kelly/USA) einen rabenschwarzen Tag. Mit der 73 verlor er gleich 16 Plätze und wurde 22. 

Die Challenge Tour war in Irland bei der Stone Irish Challenge zu Gast. Ob starker Regenfälle musste die vierte Runde abgesagt werden – Emilio Cuartero Blanco und Oscar Lengden (SWE), die sich Platz eins teilten, durften den Sieger im Stechen ermitteln. Der Spanier holte sich seinen ersten Titel am dritten Extraloch. Christian Bräunig (T26) und Allen John (56.) waren die einzigen deutschen Pros im Geld. 

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