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Kommen jetzt Strafzölle?

Tour-News-11. März 2019

Kommen jetzt Strafzölle?

Ausgerechnet beim Arnold Palmer Invitational
dominieren die Europäer – Francesco Molinari
gewinnt das Prestige-Event.

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Profis und Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Tour-Ereignisse zusammen.

Breaking News +++ Trump erlässt Strafzölle für europäische Golf-Profis +++

Was wissen wir über Donald Trump?  Er ist Amerikaner, er ist Präsident der USA, er liebt Golf, Politik bedeutet für ihn Twitter – und er ist unberechenbar. Diese Charaktereigenschaft bildet die Grundlage für diesen nicht vollends ernst gemeinten Artikel. Wir stellen uns die Frage, ob der mächtigste Mann der Welt bald den europäischen Golf-Profis an den Kragen geht. Denn was diese Armada vergangenes Wochenende in Florida anstellte, man könnte es schon als Angriff auf die USA auslegen. Zuvorderst Francesco Molinari: Da läuft der Italiener erstmals mit seinem neuen Equipment (Callaway) auf und gewinnt doch glatt das Arnold Palmer Invitational. 2018 holte sich bei dem Turnier der Golflegende schon Rory McIlroy aus Nordirland den Titel, und jetzt also der Profi, der Team USA beim Ryder Cup in Paris so narrte.

Molinaris Sieg, diese Nachricht dürfte für Trump niederschmetternd gewesen sein. Und wahrscheinlich hat er im Weißen Haus oder während einer seiner vielen Runden auf dem Platz richtiggehend getobt, als er von den restlichen Ergebnissen in Kenntnis gesetzt wurde. Matthew Fitzpatrick (ENG/2.), Rafa Cabrera Bello (ESP) und Tommy Fleetwood (ENG/beide 3.). Nicht genug: McIlroy und Matt Wallace (ENG) folgten auf Rang 6. Ebenso Keith Mitchell als bester US-Profi.

Martin Kaymer hatte beste Chancen auch weit vorne im Ranking aufzutauchen, allerdings fiel er ob einer schwachen Finalrunde um 22 Plätze zurück und wurde 33. Vielleicht war das gut so, hätte Trump auch noch Schwarz-Rot-Gold gesehen – wäre ihm sicherlich der Erlass mit den Strafzöllen für deutsche Automobilhersteller eingefallen, oder man hätte es ihm eingeflüstert. Vielleicht mit dem Zusatz, dass Amerikas Sicherheit gefährdet sei. Hoffentlich kommt er jetzt nicht zu der Auffassung, dass Europas Golf-Profis die Grundfeste der PGA Tour erschüttern, für Wettbewerbsverzerrung verantwortlich sind, amerikanischen Profis die Arbeitsplätze wegschnappen und es deswegen nur eine Konsequenz gibt: drastische Strafen. 

Man weiß ja nie beim Trump. Doch eines wissen wir: Seine Golfanlagen sind Weltklasse – siehe u.a. Turnberry in Schottland. Der Aisla Course ist nach dem Umbau noch ne Runde besser, und frei nach Trump sicher »the greatest golf course on earth«. Warten wir also einfach mal ab, aber ausgerechnet jetzt stehen die in den März vorverlegten Players Championship an. Man stelle sich vor, die Europäer dominieren auch bei dem selbsterklärten fünften Major...

Kommen wir kurz zu den restlichen Ergebnissen. Beim Qatar Masters auf der European Tour sicherte sich der Engländer Justin Harding (RSA) seinen ersten Titel. Möglich wurde dies durch einen ganz starken Schlussspurt, er spielte auf den letzten vier Bahnen drei Birdies. Max Kieffer spielte als 14. erneut richtig gut. Max Schmitt und Bernd Bitthammer verpassten den Cut. Die Österreicher Matthias Schwab und Bernd Wiesberger beendeten den Ausflug in den Mittleren Osten auf dem 31. und 55. Platz.

In Down Under waren die Damen der Ladies European Tour unterwegs. Karo Lampert war bei der Women's NSW Open nah dran an einer Top-Platzierung, wurde am Ende geteilte Achte. Die weiteren Resultate: T12 Laura Fünfstück, T26 Esther Henseleit. Die Österreicherin Christine Wolf wurde in Australien tolle Vierte und Sarah Schober 34.

In Abwesenheit von Bernhard Langer (Verletzung) gewann Kirk Triplett (USA)  im Stechen gegen Landsmann Woody Austin die Hoag Classic. Bei der Rapsican Systems Classic in zwei Wochen will Langer wieder mit von der Partie sein. 

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