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Kaymer und Siem richtig stark

Tour-News-03. Juni 2019

Kaymer und Siem richtig stark

Ein positives Signal der deutschen Profi-Golfer:
Martin Kaymer schrammt knapp am Sieg in den
USA vorbei, Marcel Siem wird Sechster in Belgien

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Profis und Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Tour-Ereignisse zusammen.

Darauf haben wir lange warten müssen: Auf Erfolge von den deutschen Herren-Profis. Am vergangenen Wochenende war es soweit. Aber der Reihe nach: Martin Kaymer spielte in Ohio beim Memorial Tournament von Jack Nicklaus mit. Seine Leistung war bärenstark, er ging als Führender in die Schlussrunde, und es deutete sich ein kleines Wunder an.

Allerdings hatte Patrick Cantlay etwas dagegen. Der Amerikaner spielte in der Finalrunde großartig auf (-8) und holte sich den begehrten Titel (269/-19) und die Glückwünsche der Golflegende ab. Kaymer, nun mehr seit seinem US Open-Erfolg 2014 ohne Sieg, beendete das Event als starker Dritter. »Ich habe gutes Golf gespielt«, bilanzierte der Deutsche die Woche. Die Spitzenplatzierung dürfte ihm Selbstvertrauen für die kommenden Wochen geben.

Beim Knockout in Belgien, einem kleineren Turnier der European Tour, hat sich Marcel Siem in Szene gespielt. Während Bernd Ritthammer, Max Schmitt, Marcel Schneider und Max Kieffer vorzeitig die Heimreise antraten, kämpfte sich der Rheinländer bis ins Viertelfinale und wurde am Ende geteilter Sechster. Den Titel holte sich der Italiener Guido Migliozzi souverän in Finale gegen Darius van Driel (NL).

Die Damen hatten sich in Charleston zur US Women's Open getroffen. Am Rande des Major sorgte jedoch Star-Coach Hank Haney für Aufsehen. In einer Radio-Sendung der PGA Tour nahm der langjährige Trainer von Tiger Woods das Damen-Golf auf die Schippe. »Am Ende gewinnt eine Koreanerin ... Ich könnte keine sechs Spielerinnen der LPGA Tour nennen ... oder vielleicht doch ... ich würde sagen Lee.« Viele Proetten (u.a. Michelle Wie) regten sich fürchterlich aus, warfen Haney Rassismus und Sexismus vor. Die Tour reagierte und setzte die Radio-Sendung vorerst ab.

Und auf dem Platz? Siegte die Koreanerin Jeongeun Lee6 mit 278 Schlägen und sechs unter Par. Da war Haneys Einschätzung doch nicht so falsch. Eine solide US Open absolvierten Caro Masson und Ester Henseleit – die beiden Spielerinnen teilten sich den 30. Platz.
Sandra Gal scheiterte am Cut, ebenso Leonie Harm.

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