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Rambo Rahm rollt an Wiesberger & Co vorbei

Tour-Golf-News-19. November 2019

Rambo Rahm rollt an Wiesberger & Co vorbei

Europas Golfer des Jahres ist Jon Rahm. Der Spanier
hat die DP World Tour Championship gewonnen.
Caro Masson verabschiedet sich mit einem elften Platz in den Urlaub.

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Golf-Profis und -Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Ereignisse der Golfserien zusammen.

 Was erwartet man eigentlich von einem Finale? Spannung, Drama, Entertainment. Für die DP World Tour Championship in Dubai war alles bereitet. Mit Bernd Wiesberger (AUT), Matthew Fitzpatrick (ENG), Jon Rahm (ESP), Shane Lowry (IRL) und Tommy Fleetwood (ENG) hatten gleich fünf Profis die Chance, sich zu Europas Nummer eins zu küren.

Um die Show und Wichtigkeit besonders attraktiv zu gestalten, lobte die Tour zudem die unmoralische Summe von 3 Mio. Dollar für den Sieger des Turniers aus, das höchste Preisgeld, das jemals ein Profi für einen Einzeltitel erhalten sollte. Geld ist für diese Kategorie längst kein Anreiz mehr, hier geht es rein um Titel. Und mit dem des Besten in der Gesamtwertung hätte sich Bernd Wiesberger als erster Österreicher gewiss gerne geschmückt. Es sollte nicht sein.

Seine Performance in Dubai war ein Spiegelbild seiner Final Series. Gelegentlich positive Ausschläge, doch insgesamt war er nicht mehr im »Flow«. Das lange Jahr mit 28 Events bis Dubai und zuletzt vier Turnieren in Folge hinterließen Spuren. Verständlich, dass er als Führender alles versucht hatte, möglichst viele Punkte zu sammeln, um entsprechend komfortabel in den Emiraten an den Start zu gehen. Eine durchaus riskante Strategie, schließlich musste der 34-Jährige damit rechnen, dass sein Körper das Reisepensum China – Türkei – Südafrika – VAE so gar nicht gut findet. Ausgerechnet in Dubai war der Akku als geteilter 28. leer.  

Schlussendlich hat Wiesberger eine großartige Saison mit drei Siegen (u.a. zwei Rolex-Series-Turniere) abgeliefert: Er wurde Dritter in der Gesamtwertung und darf sich als derzeit 21. der Welt ernsthaft mit dem Ryder Cup im kommenden Jahr anfreunden. Sein Landsmann Matthias Schwab verabschiedete sich als 17. des Race to Dubai – eine ebenso beeindruckende Leistung.

Der Mann, der in der Wüste an allen vorbeirollte, war Rambo Jon Rahm. Der WGC-Titelsammler schaltete am Wochenende einen Gang höher und ließ sie alle hinter sich. Auf der Schlussbahn benötigte er ein Birdie zum Sieg – und er spielte es. Im Gegensatz zu Vielspieler Wiesberger (29 Einsätze) ist Rahm ein Minimalist. Klar, der Spanier ist vorwiegend auf der PGA Tour beheimatet und deswegen kommt er nur auf 13 Turniere. Doch: Nach seinem Sieg der Open de Espana Anfang Oktober nahm er sich eine mehrwöchige Auszeit. Rahm wäre nicht Rahm, wenn er nicht erneut ein wenig Sportgeschichte geschrieben hätte. Er ist der erste Spanier nach Seve Ballesteros, der es über die Ziellinie geschafft hat und sich Nummer eins Europas nennen darf.  »Es gibt einige Champions, auch Spanier, die das nie erreicht haben, und ich habe es in nur drei Jahren realisiert, das ist unfassbar«, so Rahm. Und er ist gerade einmal 25. Für die Woche erhielt er insgesamt 5 Mio. Dollar Preisgeld.

Robert MacIntyre wurde in Dubai mit dem Sir Henry Cotton Rookie of the Year Award ausgezeichnet. In seiner ersten Saison wurde er am Ende überragender Elfter. Der Linkshänder gilt als die schottische Golfhoffnung. 

Ein starkes Finale lieferte Caro Masson zum Ausklang der Spielzeit 2019 auf der LPGA Tour. Die Gladbeckerin holte bei der CME Tour Championship in Florida einen geteilten elften Platz. Im Ranking der Tour landete sie mit einem Gesamtpreisgeld von etwas mehr als 715.000 Dollar auf einem starken 29. Platz und wird auf Platz 40 der Weltrangliste geführt.
Den Sieg beim Schlussturnier holte sich die Koreanerin Sei Young Kim mit 270 Schlägen. Rang zwei ging an die Engländerin Charley, die einen Versuch mehr benötigte. Die Geldrangliste der US-Damen-Tour wurde auch in diesem Jahr von den Ladies aus Südkorea beherrscht. Top-Verdienerin war Jin Young Ko mit 2,77 Mio. USD, Platz zwei ging an Sei Young Kim (2,75 Mio.) und Rang drei an Jeongeun Lee 6 mit 2,05 Millionen.

Auf der US PGA Tour schließlich holte sich der 30-Jährige Amerikaner Tyler Duncan seinen ersten Sieg auf der US Tour. Er bezwang im Stechen der RSM Classic in Georgia den ehemaligen Major-Sieger Webb Simpson am zweiten Extraloch. Beide hatten zuvor 263 Schläge für die vier Runden benötigt. Alex Cejka wurde mit 274 Zählern geteilter 35.

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