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Golferin Henseleit stiehlt den Langers die Show

Tour-Golf-News-02. Dezember 2019

Golferin Henseleit stiehlt den Langers die Show

Währendie Familie Langer in Florida zuschlägt, sorgt
Ester Henseleit in Kenia für die Golf-Sensation: Die
Hamburgerin gewinnt ihr erstes LET-Event, sichert sich
damit die Order of Merit 2019 und ist Rookie of the Year

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Europa, USA, Australien, Asien, Afrika, Südamerika: Die Golf-Profis und -Proetten sind ständig auf Achse. GJ fasst die wichtigsten Ereignisse der Golfserien zusammen.

Das Beste zum Schluss: Esther Henseleit hat ihr erstes Turnier auf der Ladies European Tour gewonnen. Die 20-Jährige holte sich die erstmals ausgetragene Kenia Open in Vipingo Ridge nahe Mombasa dank einer sensationellen Schlussrunde von 64 Zählern mit 274 Schlägen (14 unter Par) und war damit einen Zähler besser als die Zweitplatzierte Anditi Ashok aus Indien. Für diesen Sieg erhielt die Hamburgerin ein Preisgeld von 45.000 Euro und schaffte damit Phantastisches: Sie holte sich auch die Order of Merit der Ladies European Tour. Damit schrieb die Proette, die mit Beginn der Saison erst in Profilager gewechselt war, deutsche Golfgeschichte. Sie ist die erste deutsche Spielerin, der es gelang die Saisonwertung der euroäischen Damentour zu gewinnen! Dem nicht genug, holte sich sie auch die Wertung des besten Neulings auf der Tour.
Diese Kombination war in der Geschichte der LET erst zwei Proetten gelungen: Laura Davies (ENG) im Jahr 1985 sowie Carlotta Ciganda (ESP) 2012. Die beiden entwickleten sich im Laufe ihrer Karriere zu Weltklasse-Spielerinnen und die bisherigen Leistungen von Henseleit lassen auf ähnliches hoffen. Neben ihrem Sieg holte sich die Deutsche, sagenhafte neun Top-Ten-Resultate und schaffte »nebenbei« auch noch die Qualifikation für die LPGA Tour. Dort wird Henseleit dann im kommenden Jahr sicher als viel beachteter Rookie an den Start gehen.

»Das Turnier und die Order of Merit zu gewinnen und Rookie des Jahres zu werden, ist einfach unglaublich« freute sich Henseleit nach ihren geschichtsträchtigen Erfolgen. Aber auch andere deutsche Profi-Golferinnen dürfen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Olivia Cowan wurde am Ende Siebte der Saisonwertung, Laura Fünfstück Neunte und Karo Lampert Zehnte. Und aus dem Amateurlager drängen (vielleicht) weitere Spitzenkräfte nach: Sarina Schmidt belegte in Kenia den starken 27. Platz.

Auf der European Tour der Herren auf Mauritius Open kam es zu einem Stechen von Antoine Rozner (FRA), Renato Paratore (ITA) und Rasmus Högjaard (DEN), die nach vier Runden bei 19 unter Par hielten (269 Schläge). Am dritten Extraloch setzte sich der Skandinavier mit einem Eagle durch und holte sich damit seinen ersten Sieg auf der Tour. Marcel Siem schaffte vier Runden unter Par und belegte mit 276 Schlägen den 25. Platz. Amateur Matthias Schmid überstand den Cut nicht.

Auf der PGA Tour gewann bei der Hero World Challenge auf den Bahamas der Schwede Henrik Stenson. Er setzte sich im Feld der 18 Stars mit 270 Schlägen (-18) vor Jon Rahm (271) und Patrick Reed (272 Zähler) durch. Der Amerikaner sorgte übrigens für den Aufreger des Turniers: Für seine »Probeschwünge« in der Waste-Area erhielt er wegen Bewegen des Balls zwei Strafschläge. Am Ende genau die zwei Zähler, die ein Stechen mit dem Sieger Stenson verhinderten.

Und auf der Champions Tour gab's noch mal einen Sieg für Bernhard Langer. Er gewann mit seinem Sohn Jason die PNC Father Son Challenge in Orlando. Die beiden setzten sich im Stechen gegen das Team Goosen (RSA) und Team Lehman (USA) durch – mit einem Eagle.

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