Ein Held in SchwierigkeitenRottluff siegt in Kanada

Adios Roberto

Roberto DeVicenzo, einer der bedeutendsten Spieler der 50er und 60er stirbt im Alter von 94 Jahren

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Redaktion

»Ich habe einen großartigen Freund verloren«, so die Reaktion von Jack Nicklaus, dem besten Spieler aller Zeiten, als er vom Tod des Argentiniers Roberto DeVicenzo erfuhr.

Roberto DeVicenzo gilt heute eigentlich nur als ein tagischer Held, denn beim Masters 1968 unterlief ihm eines der bekanntesten und zugleich ärgerlichsten Missgeschicke überhaupt. Nach der Finalrunde unterschrieb er seine von Thommy Aaron geführte Score-Karte, die jedoch einen bedeutenden Fehler enthielt. Statt einer Drei auf der 17 . Bahn war eine Vier eingetragen.

Zwar wurde der Südamerikaner nicht disqualifiziert, das Ergebnis galt jedoch. Und damit war DeVicenzo einen Schlag hinter Bob Goalby, der damit das Masters gewann. »Was bin ich nur für ein Trottel«, fuhr es an diesem Tag aus DeVicenzo heraus. Der Spruch und die dazugehörige Geschichte ist heute fester Bestandteil der Masters-Historie.

Einen ganz großen Titel feierte der Argentinier dennoch. Vor 50 Jahren, 1967, gewann er die Open in Hoylake und hielt dabei die anstürmenden Jack Nicklaus und Gary Player in Schach. Insgesamt gelangen  DeVicenzo, der bereits mit 15 Jahren im Jahr 1938 Golf-Pro wurde, über 230 Siege - darunter auch zwei Majors auf der Seniors Tour. Im Jahr 1989 wurde er in die World Golf Hall of Fame aufgenommen. Descansa en Paz Roberto!

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