Kaymer und Connelly – ein weiteres MalStephan Jäger: Fan der bayrischen Küche
PGA Championship & US Open

Martin Kaymer: Das Problem mit der US-Quarantäne

Martin Kaymer darf bei den anstehenden Majors
in den USA ran. Allerdings ist die Reiseplanung
durch Corona zu den Golfturnieren so schwer wie nie

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US-Quarantäne erschwert Reiseplanung für Kaymer

Aus Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wird Amerika, dem Land der Restriktrionen

Die Corona-Pause konnte Deutschlands Vorzeigegolfer Martin Kaymer nutzen, um mal mehr Mensch zu sein und von seinem Beruf Abstand zu gewinnen. Die Auszeit ist längst vorbei, auf der amerikanischen PGA Tour fliegt der Golfball bereits und Europa zieht im Juli nach.

Es geht also wieder los. Kaymer ist in einer glücklichen Lage: Als ehemaliger Gewinner der PGA Championship und US Open hat er für beide Majors einen Startplatz und muss sich so nicht auf den niedrig dotierten Europa-Events mit den Kollegen messen.

Doch die Sache mit Amerika hat einen Haken. Die Reiseplanung gestaltet sich ob Corona so schwer wie nie, und »wir müssen sehr flexibel sein, es kann sich täglich etwas ändern«, sagt Bruder und Manager Philip Kaymer. Hintergrund sind u.a. die bis dato überschaubaren Flugverbindungen in die USA, jedoch vielmehr die Quarantäne-Auflagen bei der Einreise.

Beispiel PGA Championship. Das Major wird vom 6. bis 9. August im TPC Harding bei San Francisco ausgetragen. Der Deutsche muss – nach derzeitiger Lage – direkt nach der Einreise 14 Tage in Quarantäne. Also in häusliche Quarantäne – und das bedeutet, in den eigenen vier Wänden, beispielsweise in seinem Domizil in West Palm Beach (Florida) oder Scottsdale (Arizona) die Zeit irgendwie rumkriegen, um anschließend etwas zu trainieren und dann nach Kalifornien zu reisen. Klingt alles halb so dramatisch, ist es aber für Kaymer. Für ihn sind seine Stützpunkte und längere US-Aufenthalte in Amerika Mittel zum Zweck, wirklich wohl fühlt er sich dort nicht.

Nun wird manch Kenner sagen: Kaymer hat doch eine PGA Tour-Karte, also hätte er doch längst aktiv werden können. Stimmt, seine Kategorie ist allerdings zu schwach, er hätte es nach der Wiederaufnahme nicht ins Starterfeld geschafft. 

So bleibt ihm vorerst nur die PGA Championship und dann die mehrwöchige Pause bis zu der US Open. In den USA verweilen und sich für das Major vorzubereiten, ist eigentlich ausgeschlossen. Ein Gastspiel auf der European Tour in England ist wegen der Quarantäne bei der England-Einreise und anschließend der USA-Rückkehr auch nicht realisierbar.

Nach jetzigem Stand wird er im Anschluss an die PGA Championship zurück nach Deutschland fliegen und sich dann wieder im September auf den Weg nach Amerika machen. Quarantäne hin oder her.  

 

 

 

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