Ernie Els InterviewFelix Neureuther
18 Löcher mit Frank Rosin

"Es ist ja kein Krieg"

Frank Rosin kocht im Fernsehen und zählt zu den besten Köchen Deutschlands. Beim Golf will er seine Ruhe. Golf Journal hat ihn trotzdem begleitet.

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Golf ist eine gelebte Regel.

Frank Rosin

1. Welche golferische Leistung bewundern Sie am meisten?

Das Up-and-Down von Martin Kaymer.

2. Mit welchem Pro würden Sie gerne 18 Löcher spielen?

Zweifelsohne mit Graeme McDowell.

3. Wer dürfte in Ihrem Traum-Vierer mitspielen?

Ich hatte ihn mit Wladimir Klitschko und Ernie Els. Das war 18 Löcher lang pure Unterhaltung, und wir haben heute noch Kontakt. Ernie Els macht hervorrangende Weine, man merkt, dass er ein ehrlicher und authentischer Mensch ist.

4. Ihre Stärken beim Spiel?

Ich bin ein Mann der Annäherungen.

5. Was entnervt Sie beim Golf?

Ein Flight in dem es zwischenmenschlich nicht passt. Da denke ich mir: "Boah, das ist deine Freizeit, und dann so was."

6. Schönstes Golferlebnis?

Zwei Holes-in-One

7. Beste Runde?

Das war eine 84.

8. Lieblingsplatz?

Mir gefallen Eichenried und Lärchenhof. Da vor allem die Kombination: Beides Clubs mit einer tollen Infrastruktur, einer tollen Gastronomie und einer hervorragenden Gastfreundschaft. Mir gefallen der GC Möhnesee und in Portugal der Villamura Old Course auch sehr gut.

9. Lieblingsschläger?

Das ist ja leider so, dass es immer ein anderer ist. Wenn’s mit den Eisen läuft, läuft es nicht mit den Hölzern und umgekehrt. Am besten klappt es mit den Wedges.

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Steckbrief

Frank Rosin
TV-Koch

•  Der dreifache Familienvater ist ein Ruhrpott-Kind und gehört zu den besten Köchen Deutschlands (2013: 2 Sterne Guide Michelin, 17 Punkte im Gault-Millau).

• Er startete seine Ausbildung im Restaurant "Kaiserau" und agierte erstmals als Chefkoch auf der "Sea Cloud". 1991 eröffnete er in seiner Heimatstadt Dorsten sein Restaurant "Rosin".

• Der Hobbygolfer (Hcp. -12) und bekennende Fan des FC Schalke 04 ist Mitglied der Kochvereinigung der Jungen Wilden und seit 2007 Stammgast in diversen TV-Sendungen.

10. Ihr bestes Geschäft auf dem Golfplatz?

Golf und Geschäftliches will ich erst gar nicht verbinden. Sobald ich auf dem Platz bin, ist das ein Signal der Entspannung.

11. Ihr bester je gespielter Schlag?

Das war 2013 beim Pro-Am in Eichenried. Auf der A8, einem Par 3, hat Ernie Els den Ball 50 cm an die Fahne geschlagen und ich anschließend 20cm. Er meinte: "Great Shot", und hat mein Birdie auf der Karte notiert. Das fand ich klasse.

12. Welchen Schlag möchten Sie gerne beherrschen?

Den Draw – ich spiele den Fade, hab aber ’nen guten Wumms.

13. Ihr bevorzugtes Getränk am 19. Loch?

Ein alkoholfreies Weizen.

14. Welcher Tipp hat Ihr Spiel entscheidend verbessert?

Dass die Maxime, sich auf dem Platz beeilen zu müssen, nur weil ein Flight hinter einem ist, ein Blödsinn ist. Wir brauchen mehr Ruhe als Amateure, es ist ja kein Krieg.

15. Welche Kriterien machen für Sie einen schönen Platz aus?

Er sollte unbedingt gepflegt sein. Ich hasse es, wenn Raucher die Kippen liegen lassen, oder Pitch-Marken nicht ausgebesser werden. Hier geht es um Respekt vor der Anlage. Solche Dinge bringen mich auf die Palme. Ich muss auch spüren und sehen, nach welchem Konzept der Greenkeeper die Anlage pflegt.

16. Dinge, die beim Golfen überflüssig sind?

Keine, alles macht Sinn. Golf ist eine gelebte Regel.

17. Lieber eine Runde mit Freunden oder Turnier?

Mit Freunden, mit wirklichen Freunden.

18. Golf ist für mich ...

... Entspannung.

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