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Masters 2018

Reed marschiert

Der Amerikaner geht mit drei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde beim Masters 2018. Erster Verfolger ist Rory McIlory, Langer spielt stark

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Die Weltspitze bläst zur Aufholjagd auf den führenden Patrick Reed! Ein Birdie nach dem anderen gab es am vorletzten Tag des Masters 2018 zu sehen. Schon früh war klar: Die Verfolger wollten so viel Druck aufbauen wie nur irgend möglich. Besonders der Spanier Jon Rahm und der US-Boy Rickie Fowler taten sich hier hervor und legten mit einer 65 die bisher beste Runde des Turniers auf den Platz im National GC. Später am Tag gesellte sich auch noch Rory McIlroy zu diesem Duo und schaffte mit einem langen Birdie-Putt auf der 18 ebenfalls eine 65. 

Einen schien dies jedoch gar nicht zu interessieren: Patrick Reed. Der 27-jährige Texaner ließ sich weder von den Konkurrenten, noch von den zum Teil heftigen, aber kurzen Regenschauern ablenken und erreichte einen Score von 67 Schlägen. Vor allem dank zweier Eagle auf den beiden Par-5-Bahnen 13 und 15 setzte sich Reed (202 Zähler insgesamt) mit nun drei Schlägen Vorsprung ein wenig mehr vom vom Feld mit seinem ersten Verfolger McIlroy ab. Morgen kommt es dann um 14.40 Uhr Ortszeit zum Duell Reed/McIlroy, eine Wiederauflage des Ryder Cup 2016. Damals setze der Amerikaner in einer hochklassigen Auseinandersetzung mit eins auf durch.

Nach dieser starken Vorstellung heute und Freitag deutet zwar einiges auf einen Sieger Reed, der bei seinen bisherigen vier Starts in Augusta nur zwei Mal den Cut schaffte und einen geteilten 22. Platz als bestes Resultat erreichte. Aber natürlich bleibt abzuwarten, wie der Spitzenreiter unter Druck reagiert. »Der Druck liegt sicherlich bei Patrick, denn er ist ja der Führende. Ich jedenfalls habe nichts zu verlieren«, so McIlory.

Eventuell können aber auch Richie Fowler und Rahm eingreifen, die mit 207 bzw. 208 Schlägen aber schon fünf bzw. sechs Schläge Rückstand haben. Dieser Ansicht ist jedenfalls McIlroy: »Das Turnier wird sicherlich nicht nur zwischen uns entschieden. Die anderen sind noch nahe genug dran. Und wenn einer ein Momentum bekommt, ist alles möglich.«

Langer bleibt unter Par

Einen richtig guten Tag erwischte auch Bernhard Langer, der mit einer 71 ins Clubhaus kam. »Ich habe heute gut gespielt und die Putt-Bewegung war heute so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Es war heute im Bezug aufs Putten die beste Runde in diesem Jahr und ich habe mich einfach viel wohler gefühlt«. Langer liegt damit als geteilter 36. vor der Finalrunde einen Schlag vor Tiger Woods. Darauf angesprochen, ob er dies für möglich gehalten hätte, sagte er nur trocken: »Möglich schon, ich hab ihn schon öfters geschlagen.«

Martin Kaymer war trotz seiner zweiten 74 in der dieser Turnierwoche nicht unzufrieden. »Es war ein bisschen bitter, dass ich einige gute Putts nicht reingemacht habe.« Kaymer gab dann noch einmal zum Besten, dass er mit dem Platz nicht wirklich zurecht kommt: »Spaß macht es mir hier nicht unbedingt, aber ich sehe es als Herausforderung an, die ich den vergangenen Jahren gut angenommen habe.« Der zweifache Major-Gewinner gab zu, dass ihn die Verletzungspause viel Energie geraubt habe: »Das ist schon frustrierend«, so Kaymer, der als geteilter 43. um 10.40 Ortszeit mit Kyle Stanley in die Finalrunde geht. Bernhard Langer spielt 40 Minuten später mit seinem langjährigen Weggefährten Fred Couples.

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