Masters – MittwochMasters – 2. Runde
Masters 2018

Garcias Albtraum

Eine 13 an der 15! Sergio Garcia erlebt ein Desaster am ersten Tag, Jordan Spieth geht mit einer 66 in Führung, Martin Kaymer bringt sich mit zwei Bogeys am Ende um ein gutes Resultat und liegt wie Bernhard Langer zwei über.

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Autor

Philipp v. Schönborn
GJ-Redakteur

ist als Fachmann für Profi-Sport und Equipment langjähriges Teammitglied der GJ-Redaktion 

Eigentlich sollte man nicht mit einem Missgeschick einen Tagesrückblick beginnen, doch das Desaster von Sergio Garcia, Titelverteidiger in Augusta, erreichte historische Ausmaße. Der Spanier schlug an der 15, einem Par 5 und eines der einfachsten Löcher des Platzes im National GC, eine 13.

Sagenhafte fünf Mal versenkte der frischgebackene Vater den Ball im Wasser. Damit stellte er einen traurigen Rekord ein, denn 13 Versuche sind bisher die höchste Schlagzahl, die in der Geschichte des Turniers jemals benötigt wurden. Und: Eine 13 war auf der 15 noch keinem Spieler bisher unterlaufen. Am Ende kam der bedauernswerte Iberer mit neun über Par ins Clubhaus und dürfte es damit sehr schwer haben, am Wochenende noch dabei zu sein. Ich habe keine Ahnung wie das passieren konnte, denn eigentlich waren die Schläge nicht schlecht. »13 Schläge habe ich noch nie benötigt, da ist es auch kein Trost, dass die anderen Bahnen ganz ordentlich waren«, sagte ein geknickter Garcia.

An einem Tag mit den laut Martin Kaymer »schwersten Fahnenpositionen« blieben richtig tiefe Resultate aus. Bis auf eines: Das kam von Jordan Spieth. Der Gewinner aus dem Jahr 2015 spielte auf den hinteren Neun groß auf, holte sich auf den Bahnen 13 bis 17 ein Birdie, ehe er an der 18 noch ein Bogey hinnehmen musste. »Dieses Bogey zu retten, war definitiv ein Höhepunkt meiner Runde«, meinte er im Anschluss.

Spieth liegt mit 66 Schlägen zwei Schläge vor Landsmann Tony Finau. Der war am gestrigen Tag beim Jubel über ein Ass beim Par-3-Cotest böse umgeknickt. Die Folge war eine Verletzung am Knöchel, von der in Runde eins jedoch nicht mehr viel zu sehen war. Ebenfalls vier unter Par gelang dem Amerikaner Matt Kuchar. Einen Zähler dahinter folgen gleich sieben Spieler auf dem geteilten vierten Platz – unter anderem Henrik Stenson, Patrick Reed, Rory McIlroy und Rafa Cabrera Bello. Einen sehr ordentlichen ersten Tag erwischte der Österreicher Bernd Wiesberger, der mit zwei unter Par ins Clubhaus an der Magnolia Lane kam.

Martin Kaymer fing schwach an, fing sich im Verlauf der Runde jedoch wieder und lag zwei Löcher vor Schluss Even Par. Am Ende standen jedoch zwei über Par in der Scorekarte des Deutschen, der jedoch nicht ganz unzufrieden war: »Der Auftritt für die erste Runde war okay, es wäre auch ein, oder zwei unter Par möglich gewesen.« Bernhard Langer kam ebenfalls auf eine 74 und haderte im Anschluss mit seinen Putts. Beide Deutsche liegen damit auf dem geteilten 42. Rang.

Die volle Aufmerksamkeit des Publikums galt natürlich Tiger Woods, der mit eins über Par die Runde beendete. Brillante Schläge wechselten sich mit echten Misshits ab bei denen manchmal um die Gesundheit der Zuschauer bangen musste. Dennoch: Woods gab ein solides Comeback in Augusta, auch wenn es mit einem Platz ganz vorn sehr schwer werden dürfte. Spielt Spieth so weiter, dürfte es dies jedoch nicht nur für  Woods gelten.

Für den Freitag ist nochmals schönes Wetter angesagt, am Samstag soll der Regen kommen und auch der Wind soll deutlich auffrischen – dann werden eventuell die Karten neu gemischt.

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13 Schläge habe ich noch nie benötigt, da ist es auch kein Trost, dass die anderen Bahnen ganz ordentlich waren

Sergio Garcia

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