Ein seltenes PrivilegMasters – 4. Runde / Fluch besiegt
Masters 2017

Das Bauchgefühl soll's richten

Der Deutsche feiert ein kleines Jubiläum: Zum zehnten Mal spielt er das Masters. Eine Unwetterwarnung in Augusta beendete Par-3-Contest vorzeitig

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Martin Kaymer hatte es schon am Dienstag vermutet. Auf dem Putting Green schnappte er sich seinen Betreuer. Ob der Unwetterwarnung für Mittwoch ließ Kaymer sein Stelldichein mit den deutschen Medien auf Dienstag Nachmittag verlegen.

Eine kluge Entscheidung! Der Mittwoch, dieser charmante Tag vor dem Turnier mit dem geselligen Par 3 Contest, fiel mehr oder weniger ins Wasser. Bereits am Vormittag musste die Anlage wegen einer Unwetterwarnung gesperrt werden. In so einem Fall wird sofort evakuiert, also alle Zuschauer müssen die Anlage verlassen. Wie viele das sind, das ist und bleibt ein Geheimnis. Man munkelt von gut 30.000 Patrons.

So eine Räumung dauert freilich recht lange. Um 12.30 durften durften die Massen dann wieder rein, und schon begann der Par 3 Contest. Allerdings nicht lange. Eine erneute Warnung zwang den Veranstalter die Pforten endgültig zu schließen. Nichts ging mehr an diesem Mittwoch in Augusta. Im Falle von Kaymer soll 2017 dagegen recht viel gehen. Er darf ein kleines Jubiläum in Georgia feiern, schließlich ist er zum zehnten Mal beim Masters mit von der Partie.  Richtig warm geworden ist er mit dem schwierigen Platz eigentlich nie, dabei hatte er im Vorfeld alle erdenklichen Varianten versucht, um die 18 Löcher vier Tage in Folge erfolgreich zu gestalten. Und 2017? "Ich bin positiv", berichtet er und begründet das mit der Verbesserung seines kurzen Spiels. Zudem möchte er die Löcher mehr mit "Gefühl" angehen, intuitiv entscheiden und nicht zu viel "reininterpretieren". Sprich: Nachdenken ist verboten.

Kaymer schlägt am Donnerstag in Runde eins um 10.34 Uhr Ortszeit gemeinsam in einer Gruppe mit Jordan Spieth und Matthew Fitzpatrick ab. Bernhard Langer, der zweite Deutsche im Feld, spielt um 1.30 Uhr Ortszeit. Bei ihm sind Alex Noren und Patrick Reed dabei.

Dustin Johnson (32) hat ein ganz anderes Problem. Die Nummer eins der Welt rutschte am Mittwoch auf einer Treppe in seiner Unterkunft in Augusta aus. Das Resulat war ein stechender Schmerz im Rücken. Dem Amerikaner wurden entzündungshemmende Medikamente verschrieben. Sein Start ist fraglich.

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