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Marokko setzt auf Golf

Das Königreich im Nordwesten Afrikas verfolgt im Tourismus eine ambitionierte Agenda. An der Küste und in der Wüste finden sich immer mehr Plätze von renommierten Architekten.

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Günther O. Reiter

ist als stellv. GJ-Chefredakteur weltweit unterwegs und Spezialist für Wirtschaftsthemen, Marken und Produkte

Marokko ist derzeit als Reiseziel wieder absolut en vogue. Vor allem unter den Schönen und Reichen dieser Welt gilt das Königreich am Atlantik – wieder einmal – als echter "hot spot".

Wie einst in den 60er und 70er Jahren lockt insbesondere das malerische Marrakesch erneut Stars und Sternchen an. Auf aktuellen Gästelisten der Nobelhotels finden sich die Namen von Hollywood-Berühmtheiten wie Susan Sarandon, Martin Scorcese oder Sigourney Weaver. Andere Promis, darunter etwa die Rock-Legende Mick Jagger, haben sich in der "Perle des Südens" sogar gleich ein eigenes Haus zugelegt. Und an der Spitze der nach oben offenen VIP-Skala dürfte dann wohl jemand wie der Emir von Katar stehen, der letztes Jahr in der schier unfassbar luxuriösen Hotelpalastanlage Royal Mansour den "Riad D’Honneur" buchte: Die 1.800-qm-Villa mit Garten kostet 35.000 Euro – pro Nacht!

Ob unsereiner in solch einem Refugium nun besser oder schlechter träumen würde, sei mal dahingestellt. Fakt ist allerdings, dass es heute, gewissermaßen auf den Spuren des Jet-Sets, immer mehr "normale" Reisende nach Marokko zieht. Die Zahl der deutschen Touristen beispielsweise erreichte 2010 den höchsten Stand der letzten zehn Jahre. Und als ein Magnet mit besonders starker Anziehungskraft wirkt hier Marrakesch, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Stadt am Rande der Wüste. Ob neugierige Bildungsbürger, lebenslustige Genusstouristen oder auch anspruchsvolle Golfurlauber, sie alle versuchen gerade, die vielen Facetten der geschichtsträchtigen Metropole für sich zu entdecken. Unter Insidern wird derweil aber bereits ein anderer Flecken des Landes als Dernier Cri gehandelt: die vielerorts noch sehr ursprüngliche Küstenregion südlich von Casablanca. Denn in dieser warten endlos lange, unverbaute Sandstrände, pittoreske Altstädte wie El Jadida oder Essaouira – und im Sommer ist es hier deutlich kühler als im heißen Marrakesch.

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Urlaub auf hohem Niveau

Vor allem aus dem eher speziellen Blickwinkel der Golfer betrachtet, resultieren aus diesem touristischen Aufschwung der jüngsten Zeit übrigens zwei sehr angenehme Folgen. Erstens: Das Marokko von heute glänzt mit einer Reihe von Hotels auf höchstem Niveau, selbst im globalen Maßstab gesehen. Zweitens: In den vergangenen zwei, drei Jahren wurden in dem Land endlich wieder einige neue Plätze gebaut, bei denen zudem Architekten von Weltruf am Werk waren. Und die nächsten Stufen dieser ambitionierten Agenda im (Golf-)Tourismus werden schon in Kürze gezündet: An der Küste erweitert Golf de Mogador um 18 Löcher, im Binnenland eröffnet The Marrakech Golf Club.

Essaouira, unter dem Namen Mogador einst ebenfalls eine Festung der Portugiesen am Meer. Auch diese beiden Orte zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe – den besonderen Reiz macht hier wie dort aber vor allem die Melange aus kolonialer und orientalischer Architektur aus. Zudem gilt speziell Essaouira wieder als "très chic", ähnlich wie vor 50, 60 Jahren, als hier u.a. Maria Callas, Jimi Hendrix oder Orson Welles an ihrem Pfefferminztee nippten. Heute würden sie das vermutlich im neuen Eco-Resort von Sofitel tun und dabei den grandiosen Blick über den Pool genießen, dessen Ende optisch mit dem Ozean zu verschmelzen scheint. Das hochmoderne Design-Hotel bietet aber nicht nur Entspannung und Luxus satt. Direkt vor der Tür liegt der attraktive North Course von Gary Player, dem soeben der brandneue South Course zur Seite gestellt wurde, von dessen Bahnen auch das Meer wesentlich öfter zu sehen ist.

GJ-Reisechef und Nordafrika-Experte Günter O. Reiter hat Marokko mehrfach für seine Recherchen bereist. Den kompletten 15-seitigen Report gibt es in unserem Shop als PDF zum Download ...


Die inhaltlichen Highlights:

* Vision 2020 – der Golf-Masterplan von König Mohammed IV.
* Marokko setzt auf Qualitätstourismus, Vier-Milliarden-Investment allein für Küsten-Resorts
* Trendziel Essaouira mit den 36-Löcher-Plätzen von Gary Player
* In Marrakesch auf den Spuren des Jet-Set
* Der Golfplatzführer mit sieben Plätzen im Test, mit GJ-Score und Preisindex
* Großer Infoteil mit Top-Tipps für Hotels, Restaurants und "Must Sees"

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Erschienen in Heft 2/2012 Einzelheft bestellen

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