Real Club de Golf de Las PalmasAlgarve-Vilamoura
England

Go London

Heathland oder Parkland Course – aber bitte. Im Londoner Südwesten reihen sich Kracher an Kracher. Die Auswahl an höchster Qualität ist, so glauben wir, unschlagbar

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Ascot, Windsor, die Grafschaften Surrey und Berkshire – da klingelt’s doch sofort, oder? Ja, der Personenkreis, der hier im Südwesten der englischen Hauptstadt in schmucken viktorianischen Villen residiert, ist wirklich auffallend groß und hat offenbar so gar keine Geldsorgen.

Der Landstrich, etwa 20 Fahrminuten vom Flughafen Heathrow entfernt, ist mit seinen großzügigen Parkanlagen, den vielen Wäldern, den schicken Restaurants und Häusern schon sehr stilvoll. Da verwundert es nicht, dass sich in diesem Areal auch eine große Anzahl von überragenden Golfanlagen aneinanderreiht. Hier liegen u.a. die Kracher von Sunningdale, The Berkshire, Walton Heath oder Wentworth Club, um nur einige Hochkaräter aufzulisten.

Und inzwischen öffnen auch einst recht verschlossene Privatclubs wie Swinley Forest oder St. George’s Hill ihre Pforten. GJ war Ort und findet, dass man gerade diese beiden »Hidden Gems« des legendären Architekten Harry S. Colt einfach mal gespielt haben muss.

Hoteltipp: Eine gute Lage hat das moderne Brooklands Hotel. Die Designer-Zimmer (DZ ab 160 Euro) sind sehr modern und komfortabel. Für das reichhaltige Frühstücksbuffet werden zusätzlich etwa 20 Euro berechnet (brooklandshotel.com). Gegenüber dem 4-Sterne-Haus liegt übrigens die Mercedes-Benz-World. Wer sich vor oder nach dem Golf noch auf dieser Teststrecke austoben möchte, kann beispielsweise eine »Driving Experience« in einem AMG-Boliden buchen.

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Swinley Forest: Wer’s einfach mag, ist hier falsch. Eine Website? Fehlanzeige. Wer auf diesem Platz eine Runde drehen möchte, muss schon persönlich anrufen oder eine E-Mail an das Sekretariat aufsetzen. Die Antwort, ob dem Ansinnen stattgegeben wird, gibt es recht schnell. Und sollte das Ja eingetroffen sein, sollte die Anfahrt mit gedrosseltem Tempo erfolgen, sonst rauscht man an dem Tor mit dem kleinen Namenszug garantiert vorbei.

Zu viel Aufwand für 18 Löcher? Keinesfalls. Swinley Forest hat eine über 100-jährige Geschichte, zählt als Privatclub, der seine Politik bei Gastspielern leicht gelockert hat, weiterhin zu den Top-Adressen. Das Clubhaus hat so viel Charme, man würde am liebsten einziehen – und die 18 Löcher? Ein Gedicht von Heathland-Course. Das ist keine Überraschung, schließlich hat mit Harry S. Colt (Pine Valley, Royal County Down, Rye, Formby, Sunningdale Old, Muirfield) ein ganz Großer den Platz entworfen. Die besten Löcher? Alle. Es gibt nur Höhepunkte – Swinley Forest ist Abwechslung pur. Der Platz ist kurz und dennoch mit unendlich vielen Raffinessen gespickt.

Die Grüns sind allesamt schwer anzuspielen, und selbst Scratch-Golfer haben auf den ondulierten, schnellen Flächen zu kämpfen. Freilich, die Gebühr ist heftig, es gibt weder ein Birdie-Book noch Hinweise über den Bahnverlauf an den Abschlägen. Warum auch? Die Mitglieder kennen ihren Platz, und für die wenigen Gäste heißt es »Learning by doing«. Ein Erlebnis mit hohem Spaßfaktor ist’s allemal.

Swinley Forest GC

PLATZTEST

GJ Score
79
GJ Index
0,5
WErtung
  • 17/24Anspruch
  • 11/12Zustand
  • 22/24Design
  • 19/20Kulisse
  • 8/15Service
  • 2/5Bonus
Infos
Bodens Ride, Winkfield Row, Ascot SL5 9LE | Tel. 0044/1/3 44 62 01 97 | Startzeitenbuchung geht ausschließlich telefonisch oder per E-Mail-Anfrage an: admin@swinleyfgc.co.uk
Daten
18 Löcher | Par 69/79 | 5.838/4.950 Yards | SSS 69/69
Greenfee
ca. 200 Euro

St. George's Hill GC: Als Neuling im Londoner Südwesten würde man wohl auf viel tippen, nur nicht auf so hügeliges Gelände, das dem Golfer eine ordentliche Grundkondition abverlangt. Die stärkste 18-Löcher-Kombi von St. George’s Hill, bestehend aus den Kursen Rot und Blau, ist eine wahre Herausforderung. Es geht permanent rauf und runter. Einfach ist anders, aber nicht nur ob der zu bewältigenden Schrägen. Bei den Abschlägen ist ein gewisses Maß an Länge Grundvoraussetzung, alles andere kommt einem Waterloo gleich.

Denn auch die Bekanntschaft mit im Heidekraut versteckten Bällen »is not very amusing«. Der Heathland-Course in der wunderbaren, parkähnlichen Anlage spielt sich mitunter lang, und bei den kürzeren Bahnen hat Designer Harry S. Colt an alles gedacht: Schräglagen, enge Landezonen, hohe Bäume und bestens positionierte Bunker. Die 18 Löcher sind eine Herausforderung, doch keineswegs frustrierend. Sollte man etwas Ablenkung suchen, ist ein Blick durch die Baumreihen reizvoll. Dahinter verbergen sich wahre Schätze: Anwesen, die Schnappatmung verursachen können.

Höhepunkte der Runde sind sicher die Löcher 8, ein extrem schwieriges Par 3, sowie die 9 und 18. Denn bei den jeweiligen Schlussbahnen ist jeder Golfer abgelenkt – ob des sehr imposanten Clubhauses.

Info: www.stgeorgeshillgolfclub.co.uk

St. George's Hill GC (Red & Blue)

Platztest

GJ Score
81
GJ Index
0,7
WErtung
  • 19/24Anspruch
  • 11/12Zustand
  • 22/24Design
  • 19/20Kulisse
  • 8/15Service
  • 2/5Bonus

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