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TIPPS VOM ORTHODOC

WARM UP TiPPS FÜR BESSERE SCORES

Dr. Dirk Tenner, wie man vor der Runde gut in Schwung kommt… 

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Chefredakteur GolfMedico

Antonio Marin

Gründer der Golfmedico. Fokussiert auf das gute, neugierige Gespräch in Sachen Golfmedizin.   

Als Sportler hat der Orthopäde Dirk Tenner bereits etliche Verletzungen hinter sich gebracht. Es selbst sagt, dass ihm genau das heutzutage eine enorme Hilfe sei, wenn es darum geht, die Sorgen und Ängste der Patienten zu verstehen. Ein problematisches Muster fällt ihm in seiner Tätigkeit als Sportarzt immer wieder auf – die Diskrepanz in Sachen Disziplin zwischen Profi- und Hobbysportler...

Tenner erlebt seit Jahren die Zusammenhänge zwischen Verletzungsmuster und Ausübung der jeweiligen Sportart: »Es ist egal, ob Sie Golf spielen, Triathlon betreiben, Ski fahren oder Diskus werfen – ein Vorbereitung auf die anstehende Tätigkeit ist Voraussetzung für geschmeidige, verletzungsresistente Bewegungen. Profisportler unterscheidet von Hobbysportlern, dass sie versuchen die Form zu halten (durch Ernährung und gezieltes Muskeltraining) und Verletzungen zu vermeiden (durch ein korrektes Warm Up.« 

Die Beobachtungen des offiziellen Arztes der Nationalmannschaft des DLV decken sich mit den Auswertungen der Sporthochschule Köln, die seit vielen Jahren mit dem Orthoparc kooperiert. Die Verletzungen im Golfsport betreffen zum Großteil die oberen Extremitäten (Schulter, Wirbelsäule, Rippenwirbelgelenke, Ellenbogen, Handgelenke). Zwei Drittel der durchschnittlichen Golfspieler nehmen nach der Platzreife keinerlei Trainerstunden mehr.
Es schleichen sich Fehler im Schwungbild ein und lassen das Verletzungsrisiko nach oben schnellen. 

 

Warm up für bessere Scores
(Anleitungshinweis: Alle Übungen 20 Mal wiederholen, möglichst in zwei Runden)

Steckbrief

Dr. Dirk Tenner
Chefarzt für Arthro­skopie, Schulterchirurgie und Sporttrauma­tologie

Der Chefarzt für Arthroskopie, Schulterchirurgie und Sporttraumatologie der Orthoparc Klinik in Köln ist ehemaliger Leistungssportler und Verfechter des richtigen Aufwärmens
vor der Runde.

Tenner kommentiert: »Hobbygolfer betreiben das Aufwärmen und Regenerieren leider nicht sehr gewissenhaft. Doch genau dort lässt sich die beste Prävention einbauen. Golf ist eine dynamische Sportart, die unsere Muskulatur extrem beansprucht. Zudem ein sehr komplexer Bewegungsablauf, der nur wenige Fehler verzeiht.« Als schnelle Erste Hilfe rät er allen Golfern, sich vor der Runde kurz mit einem Thera-Band aufzuwärmen: »Man kann eine Viertelstunde, bevor man auf die Driving Range geht, die Schultermuskulatur zum Beispiel wunderbar mit Thera-Bändern aufwärmen. Zudem ist ein Dehnungsprogramm für die Unterarmmuskulatur wichtig. Das sage ich meinen Patienten auch immer, unabhängig davon, ob sie Golf spielen oder nicht: Damit können sie üben, ob beim Telefonieren oder beim SMS-Schreiben. Sie benötigen nur das Thera-Band und einen Türgriff, an dem sie es befestigen können. Den Rest erledigen Sie mit einigen Rumpfbeugen und Dehnungen nach Turnvater Jahn-Manier«…