Elektro-TrolleysGolfballwissen
Ratgeber

Flugsicherung

Damit die Ausrüstung bei Flugreisen sicher ankommt,
bedarf es eines gesicherten und geschützten Transports.
Hier erfahren Sie, was ein gutes Travel-Cover auszeichnet 

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Autor

Alexander Huchel

Unser Equipment-Experte hat sich für Sie informiert

Golfer reisen gerne ... und das nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch (und vor allem) im Winter, wenn es schneit. So viel zur Lyrik, die im Thema steckt. Wer jedoch viel unterwegs ist und dabei vornehmlich das Flugzeug als Fortbewegungsmittel wählt, möchte am Zielort natürlich uneingeschränktes Spielvergnügen mit einem intakten Equipment haben.

Daher empfiehlt es sich, dieses gut geschützt auf die Reise zu schicken – und einigermaßen bequem sollte der Transport auch sein. Von Herstellerseite kommt man diesem Anspruch entgegen, und so ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Travel-Cover-Modelle zur Auswahl stehen.

Big Max dürfte hier wohl mit knapp zehn Varianten das größte Angebot haben. Allerdings gibt Deutschland-Chef Ralf Niesing zu, dass man etwas »travel-cover-verrückt« sei.
Damit der Transport auch komfortabel  ist, werden fast ausnahmslos Travel-Cover mit Rollen angeboten. Dank diesen lässt sich das Bag rückenschonend und bequem bewegen. Für ein leichtes Anheben ins Auto oder auf das Gepäckband beim Check-in ist es von Vorteil, wenn sich zusätzliche Griffe am Travel-Cover befinden (z.B. an der Seite oder unten).

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Schutzfunktion

Wichtigstes Kriterium ist und bleibt aber der Schutz der Schläger während der Reise. Dafür gibt es drei Konzepte: entweder die Soft-Cover-Version, bei der sich eine Polsterung im Schlägerkopfbereich befindet (die gar nicht dick genug sein kann), oder die Hard-Cover-Version, die aus einer Hartschale besteht, welche im Schlägerkopfbereich innen zusätzlich noch gepolstert ist. Letztere bietet ein Optimum an Schutz, hat aber den Nachteil, dass sie bei der Lagerung sperrig und vergleichsweise schwer ist, was bei den Freigepäcklimits der Fluglinien zu einem Problem werden kann.

Ein guter Schutz, aber auch ein Mehr an Gewicht, ist ein mit Kunststoff verstärkter härterer Bereich im unteren Teil eines Soft-Cover-Modells, in dem auch die Rollen befestigt sind. Oft sind in diesen Bereichen zudem Schienen angebracht. Die damit ausgestatteten Modelle rutschen gut über Stufen/Rolltreppen, ohne hängen zu bleiben.

Eine weitere Option sind so genannte Hybrid- oder 2-in-1-Versionen, die Travel-Cover und Tasche kombinieren, wie beispielsweise das »Hybrid TC« von Bag Boy. Dabei handelt es sich um eine unkonventionelle, aber sicherlich intelligente Designvariante, bei der ein »normales« Bag, das zusätzlich mit Rollen ausgestattet ist, mit einer Haube im Hard-Cover-Stil kombiniert wird. Zum besseren Schutz der Schlägerköpfe ist diese innen noch zusätzlich gepolstert. Allerdings bleibt zum Verstauen während des Flugs nur Platz fürs Notwendigste. Schuhe oder Regenanzug müssen daher wohl im Koffer Platz finden.

Größe

Hinsichtlich des Volumens bieten alle Hersteller Modelle mit genügend Platz an. Dieser wird meist durch zusätzliche Außentaschen ermöglicht. In diesem Zusammenhang sollte allerdings erwähnt werden, dass die Fluggesellschaften im Rahmen der Frei- und Sportgepäckbestimmungen teilweise sehr genau darauf achten, dass dieser Stauraum auch ausschließlich mit Golfutensilien bestückt wird und nicht mit sonstigem Krimskrams, den man auf der Reise benötigt.

Wer allerdings mit einem (sehr) großen Golf-Bag unterwegs ist, sollte vor allem hier ganz genau hinschauen. Denn: Bietet ein Travel-Cover nur wenig Spielraum, besteht die Gefahr, dass Reißverschluss und Nähte den Belastungen nicht standhalten und schneller als gewünscht kaputtgehen bzw. aufplatzen. Neuralgische Punkte, was einen zu frühen Verschleiß betrifft, sind vor allem die Nähte am Übergang von harten zu weichen Teilen bei den Soft-Versionen. Selbst bei vermeintlich robusten Ausführungen kann es schnell zu kleineren Schäden kommen. Generell lässt sich feststellen, dass insbesondere doppelte oder mit Nieten verstärkte Nähte die größte Gewissheit geben, dass sie nicht so schnell reißen.

Ist das Bag klein, empfehlen sich Modelle, die sowohl außen als auch innen Spannriemen haben. Diese halten das Bag in geräumigen Übertaschen sicher und kompakt, ohne dass es wild herumgeschleudert wird, und sorgen so dafür, dass Bag und Schläger den Flug sicher überstehen.

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