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Putter Fitting - Machen Sie Ihren Putter fit!

Wenn es darum geht, die Performance auf den Grüns zu verbessern, kann sich ein Putter-Fitting wirklich lohnen, wie der Akademie-Koordinator im GC St. Leon-Rot anhand eines praktischen Fallbeispiels verdeutlicht.

 

 

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Machen Sie Ihren Putter fit!

Schläger-Fitting ist in aller Munde und bei den langen Clubs schon durchaus weit verbreitet. Aber auch beim Putter sollte man auf diese wichtige Anpassungsoption nicht verzichten. Auf einem Par-72-Golfplatz benötigt das Gros der Spieler circa 36 Putts, das sind über 50 Prozent der Gesamtschläge – und alleine das sollte verdeutlichen, welcher der wichtigste Schläger im Bag ist.

Es ist aber nach wie vor häufig der Fall, dass viele Spielerinnen und Spieler wenig bis gar keinen Wert auf einen gefitteten Putter legen. Dabei kann es eine immense Rolle für die Performance auf den Grüns spielen, ob der Flatstick zu einem passt oder eben nicht.

Heutzutage gibt es unzählige verschiedene Modelle von Puttern. Die Grundbauart von Mallet-, Blade-/Heel-Toe- und Center-shafted-Puttern ist eigentlich seit Jahren unverändert. Jedoch haben gerade die Mallet- und MOI-Putter teilweise ungewöhnliche Formen. Bleibt »nur« die Frage, wie man herausfindet, welches Design am besten zu einem passt?

Weitere Fragen, die beantwortet werden sollten, sind unter anderem: Will ich auf dem Putter-Kopf eine Linie oder nicht? Welche Länge, Lie und Loft sollte mein Spielgerät haben? Und, nicht zu vergessen, wie fühlt sich der Putter beim Schwingen an, und wie klingt er? Denn Akustik wird bekanntermaßen stark mit Gefühl verbunden. Diese Fragen möchte ich im Folgenden gerne erläutern und Antworten darauf geben. Dazu werde ich einfach einmal den Fitting-Prozess für einen Putter durchgehen.

Am Anfang Analyse

Zu Beginn eines Fittings schauen wir uns zunächst den momentan verwendeten Putter und den Putt-Schwung mit Hilfe einer SAM-PuttLab-Analyse im Detail an. Zudem gibt es ein Gespräch, das aufzeigen soll, wo der Spieler Stärken und Schwächen beim Putten hat.

Analyse und Anamnese geben Aufschluss über das Putten, wir benötigen sie als Grundlage für das Putter-Fitting. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die Bewegung und das Ergebnis grundsätzlich immer der Spieler verantwortlich ist und nicht der Putter. Der Schläger kann jedoch den Spieler unterstützen – oder eben nicht.

Im vorliegenden Fallbeispiel schildert der Schüler, dass seine Längenkontrolle nicht gut ist und er bei kurzen Putts das Loch gerne auf der linken Seite verpasst. Durch die SAM-Analyse sind vor allem im Bereich Timing und Rhythmus Auffälligkeiten zu sehen, die dazu führen, dass die Längenkontrolle leidet. Die Schwunggeschwindigkeit lässt Konstanz vermissen, und die Dauer von Rück- und Vorschwungbewegung ist sehr langsam.

Dieses Schwungbild lässt vor allem auf ein ungünstiges Schwunggewicht schließen. Es ist häufig zu beobachten, dass ein hohes Schwunggewicht zu einem langsamen Rhythmus und ein niedriges Schwunggewicht zu einem zügigen Rhythmus führt.

Bevor man hier ins Detail geht, schaut man sich noch die Ansprechposition und die damit verbundene Einstellung des Putters an. Dazu verwendet man einen Fitting-Putter, dessen Länge, Lie und Loft einstellbar sind. Je nach Ergebnis weiß man, wie der Putter für den Spieler individuell eingestellt werden muss. Für die Loft- und Lie-Einstellung hilft uns zudem die Analyse aus dem SAM PuttLab, da dieses die Werte im Schwung misst.

Testen von Kopfformen

Im Anschluss geht’s zurück in die Dynamik des Schwungs. In der Schlagflächenstellung und der Schwungbahn steckt das meiste Potenzial, etwas positiv zu verändern. Es ist zu erkennen, dass die Konstanz der Schlagflächenstellung im Treffmoment (Face-Impact) und die Position der Schlagfläche in Relation zur Schwungbahn (Face-to-Path) zu wünschen übrig lassen.

Um dem Spieler etwas mehr Ruhe und ein Gefühl von Stabilität zu geben, macht er Putts mit verschiedenen Mallet-Modellen. Dadurch sind deutliche Verbesserungen zu sehen. Der Wechsel von einem Blade-Putter mit einem klassischen 45-Grad-Toe-Hang auf einen Mallet (Single-Bend-Hosel, Face-balanced) führt in unserem Beispiel vor allem zu mehr Konstanz bei der Schlagflächenstellung und der Schwungbahn. Dazu kommt auch ein deutlicher Gewinn an Konstanz während der Bewegung. Dadurch gewinnt der Spieler an Sicherheit bei kurzen Putts.

Das Schwunggewicht zu ändern, ist bei den meisten Modellen nicht so einfach möglich wie auf zu sehen. Daher werden in diesem Fall 50 Gramm Zusatzgewicht im Griff platziert, um das Schwunggewicht zu verringern. Dadurch ist der Spieler unbewusst gezwungen, den Putter zügiger zu bewegen, und das Timing durch den Ball verbessert sich. Ferner zeigt sich, dass die Bewegung konstanter und gleichmäßiger wird.

Aber: Selbst wenn ein gut gefitteter Putter den Spieler unterstützen kann, er ersetzt in keinem Fall das Training. Er ist allerdings, wie auch gefittete Schläger für das lange Spiel, eine Hilfe, die uns ein gutes Gefühl und Sicherheit vermitteln kann. Lassen Sie daher Ihren Putter am besten von einem Pro Ihres Vertrauens beurteilen und, wenn nötig, neu einstellen. Allein die Tatsache, dass der Putter zu Ihnen und zu Ihrem Putt-Stil passt, wird dafür sorgen, dass Sie sich den einen oder anderen Schlag, sprich: Putt, auf der Runde sparen werden.

 

Wir bedanken uns sehr herzlich beim GC St. Leon-Rot, der uns bei den Aufnahmen unterstützte.

 

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