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Brandneue Technologie bei den "Epic"-Drivern

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Beim Product-Launch in Las Vegas stellten die Carlsbader Driver und Putter mit Technologien vor, die es so bisher noch nicht gab. GJ war vor Ort und hat sich einen ersten Eindruck verschafft

Wer zu einem Product-Launch in die USA eingeladen wird, stellt sich die Frage, ob sich der Aufwand lohnen wird. Es war im Vorfeld nur bekannt, dass es vor allem um neue Driver gehen sollte, die eine neue, bahnbrechende Technologie beinhalten. Das aber gab's schon oft zu hören und in der Vergangenheit hatte das Team um Chef-Designer Alan Hockhell bereits gute Arbeit geliefert, wenn es um die Erhöhung der Schlaglänge ging – zumindest für Spieler, die auf der European Tour ihr Geld verdienen. Denn: Ende der Saison 2016 waren mit Sébastian Gros, Nicolas Colsaerts, Haydn Porteous und Thomas Pieters vier Callaway-Vertragsspieler unter den Top-Ten der Driving-Distance-Statistik. Okay, die Herren sind jung und durchtrainiert, aber das richtige Equipment ist ohne Zweifel ein weiterer Stein im Mosaik, wenn es darum geht, den Ball ein paar Meter weiter vom Tee zu schlagen

Mehr Ball-Speed

Um es vorweg zu nehmen: Die Callaway-Ingenieure haben für 2017 wieder einmal gute Arbeit geleistet – zumindest für die bereits genannten Spieler. Denn: Im Test-Fitting in Las Vegas konnte Sébastian Gros bei einer konstanten Schlägerkopfgeschwindigkeit von 117 mph seine Ballgeschwindigkeit von 178 mph auf 181 mph steigern – und das nur durch die Verwendung des neuen Driver-Kopfs (»Great Big Bertha Epic«) statt des alten (»XR16«). Das bringt auf diesem Niveau knapp zehn Meter Distanzgewinn.

Wie das geht? Das Zauberwort heißt »Jailbreak«-Technologie. Alan Hockhell erklärt, worum es sich dabei handelt. »Es ist eine neue Technologie, die den Ball-Speed erhöht. Die Regeln machen es schwierig, wirklich große Schritte zu machen, aber uns ist es gelungen, hier einen neuen Weg zu gehen. Allerdings mussten wir dazu ein wenig umdenken, denn bisher galt ja immer die Prämisse, dass etwas flexibler werden muss, damit sich die Ballgeschwindigkeit erhöht. In diesem Fall, ist es aber die Verbesserung der vertikalen Steifheit, die ein flexibleres Blatt ermöglicht, das übrigens 20 Prozent dünner ist als das beim Fusion-Driver.«

Kern der neuen Technologie sind zwei drei Gramm schwere Titanium-Stäbe, die parallel zwischen Sohle und Krone hinter der Schlagfläche angebracht wurden. »Durch diese Konstruktion wird der Bereich hinter der Schlagfläche steifer und das Blatt – und zwar nur das Blatt –  flexibler. Der Energietransfer auf den Ball ist effizienter, der Ballspeed erhöht sich, und der Ball fliegt weiter. Wir waren selbst erstaunt, wieviel weiter«, erläutert Hocknell.

Aufwändige Herstellung

Die große Herausforderung bei dieser Konstruktion sei gewesen,  die beiden Stäbe so stabil im Kopf zu befestigen, dass sie auch den enormen Kräften, die durch die hohen Schwunggeschwindigkeiten der Tour-Spieler entstehen, standhalten. »Bei den Prototypen haben wir daher mit verschiedenen Methoden gearbeitet, die Stäbe im Kopf zu befestigen. Am Ende hat sich gezeigt dass es am besten ist, die beiden Stäbe im Gießprozess des Driver-Bodies zu integrieren. Somit gießen wir den Exo-Cage-Kopf und die darin befindlichen Titanium-Stäbe in einem Arbeitsgang. Das macht die gesamte Konstruktion extrem haltbar und stellt die beste Lösung dar.« Allerdings stellt dieser Herstellungsprozess eine große Herausforderung dar und ist alles andere als einfach. »Werkzeuge, Prozessabläufe und alles, was sonst noch für die Produktion wichtig ist, ist deutlich aufwändiger als bei der Herstellung unserer anderen Driver«, lässt Hockhell abschließend wissen.

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Mehr Karbon für bessere Performance

Zudem wurde der Anteil des Karbons erhöht. Die nur 9,7 Gramm schwere Krone und Teile der Sohle sind daraus gefertigt, sodass das Verhältnis von Titan zu Karbon im Kopf circa 50:50 beträgt. Das dadurch eingesparte Gewicht konnten die Ingenieure an anderen Stellen zur Optimierung der Performance platzieren. Auch auf die Positionierung des Schwerpunkts oder die Erhöhung des Trägheitsmoments (MOI) hat sich das positiv ausgewirkt. »Am wirkungsvollsten ist ein Driver, wenn der mittlere Teil des Kopfs möglichst leicht ist – und genau das ist uns mit der Eco-Cage-Konstruktion und dem vermehrten Einsatz des Karbons gelungen. Am Ende bietet dieses Design maximale Steifheit bei minimalstem Gewicht«, so Hocknell.

Die Standardversion des »Great Big Bertha Epic«-Drivers verfügt im hinteren Bereich der Sohle zudem über eine Schiene, in der sich ein 17 Gramm schweres Gewicht zur Optimierung der Abflugbedingungen stufenlos verschieben lässt. Auf dieses wurde bei der »Sub Zero«-Version verzichtet. Dennoch habe diese Variante, die für Spieler mit sehr hohen Schwunggeschwindigkeiten gedacht ist und weniger Spin generiert, eine erstaunlich hohe Fehlertoleranz. Beide Modelle haben zudem das bewährte »OptiFit«-Hosel, das zusätzliche Möglichkeiten zum Fein-Tuning bereit hält.

»Great Big Bertha Epic«
Info: 9,5°, 10,5° (beide RH/LH), 13,5° HT (LH nur als Sonderbestellung); vier Standardschäfte von 40 bis 70 Gramm.
Preis: 549 Euro

»Great Big Bertha Epic Sub Zero«
Info: 9° (RH/LH), 10,5° (LH nur als Sonderbestellung); vier Standardschäfte von 40 bis 70 Gramm.
Preis: 549 Euro

Mehr Infos zu Callaway unter www.callawaygolf.com

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