Platin fürs GrünEisen-Test 2016

Test Hybrids & Fairwayhölzer

Diese Schläger gehören in jedes Bag. Was die neuen Produkte der großen Hersteller leisten, zeigt der große GJ-Testvergleich

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Sind Sie beim Golfen eher der aggressive oder der zurückhaltende, auf Sicherheit spielende Typ? Wie auch immer, die Zusammensetzung Ihres Sets und die zum Einsatz kommenden Schläger sollten zu Ihrer Spielweise passen – besonders dann, wenn es um die langen Schläge Richtung Grün bei Par-4- und Par-5-Bahnen geht.

Dafür eignen sich für den Durchschnittspieler zwei Schlägerarten besonders: Fairway-Holz und Hybrid-Schläger. Ersteres lässt den Ball bei sauberem Kontakt weit fliegen und verschafft der Kugel auch noch ordentlich Roll. Allerdings: Ein schlecht getroffener Ball mit dem kleinen Holz führt nicht selten zu kurzen "Wurmprellern" oder gar unschönen Flugkurven, die dann den Ball irgendwohin, aber nicht Richtung Fahne bringen. 

Hybrid als Alternative

Mittlerweile gibt es aber mit den Hybrids veritable Alternativen, die statt schwer zu spielender langer Eisen oder Fairway-Woods, den Ball vergleichsweise sicher vorwärts bringen. Das liegt am kürzeren Schaft und der höheren Flugbahn, die weniger Roll mit sich bringt. Daher gilt: Wer mit längeren Schlägern seine Probleme hat, sollte zum Überwinden größerer Distanzen eher zum Hybrid als zum Fairway-Holz greifen. Denn für diese Spielgruppe ist das einfachere Handling eines Schlägers in Kombination mit etwas mehr Präzision sicherlich eine deutliche Spielerleichterung. Dazu kommt, dass sich die Hersteller bei diesen Schlägern mittlerweile auch einheitlicher hinsichtlich der Schaftlängen zeigen. Dadurch vereinfacht sich die Eingliederung in ein bestehendes Set deutlich und die Schlaglängenunterschiede von Schläger zu Schläger bleiben konstant.

Testergebnisse

Bei den von uns getesteten Hybrids fällt auf, dass sich die Unterschiede vor allem in puncto Fehlertoleranz und Spielkomfort zeigen. Hier sind die Differenzen zwischen den besten und schlechtesten Bewertungen durch die Tester auffallend. Schlusslicht ist jeweils das "FG Tour F5" von Wilson, ein Hybrid, das allerdings bei der Performance durchaus überzeugen kann und beim Gefühl im Treffmoment zu den Besten im Test gehört. Aber da dieses Modell nur von sehr guten Spielern bewegt werden soll, können diese die gering ausgeprägte Fehlertoleranz eher verschmerzen und die starke Performance für ihr Spiel nutzen. 

Schaut man dagegen auf die Eigenschaften Gefühl im Treffmoment und Feedback, so zeigt sich, dass die in Augenschein genommenen Modelle hier nur in Nuancen Unterscheide aufweisen. Erfreulicherweise haben die Hersteller diesbezüglich ihre Hausaufgaben gemacht, so dass sich die Käufer über Modelle freuen können, die bei diesen Eigenschaften nahezu identische Eindrücke beim Test-Team hinterließen. Einzig das Modell von Nike kann nach unserer Einschätzung hier nicht ganz mithalten. Das ist überraschend, da Nike in den vergangenen Jahren immer wieder Hybrids auf den Markt brachte, die bei diesen Eigenschaften deutlich besser abschnitten.

Bei den Fairway-Hölzern stellt sich die Sachlage ein wenig anders dar. Hier konnten die Tester bei allen vier Eigenschaften zum Teil deutliche Unterschiede feststellen. Durchgängig positiv sind die Eindrücke und Resultate bei den Modellen von Bridgestone, Callaway und Cobra. Und so ist es auch kein Wunder, dass diese Modelle bei den persönlichen Favoriten gerne genannt werden. Am anderen Ende der subjektiven Einschätzungen befinden sich die Schläger von Wilson und Nike. Hinsichtlich der Performance dieser beiden Modelle sei aber erwähnt, dass man damit die Bälle durchaus weit schlagen kann, allerdings sollte man seinen Schwung im Griff haben, damit die Bälle auch die gewünschte Präzision haben. Dennoch lässt sich auch bei den Fairway-Hölzern nicht leugnen, dass das Nike-Modell ein wenig hinter den Erwartungen zurück blieb, die das Unternehmen nicht zuletzt wegen sehr passabler Schläger in der Vergangenheit weckte.

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Erschienen in Heft 6/2016 Einzelheft bestellen

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Artikelinhalt

Getestet wurden Modelle mit gleichen Konfigurationen für Schnellschwinger und Spieler mit durchschnittlicher Schlägerkopfgeschwindigkeit. Hier die einzelnen Spezifikationen:

BRIDGESTONE "JGR" 23° Graphite Design "Tour AD", R-Flex, 62 g
CALLAWAY "XR OS" 22° Mitsubishi Rayon "Fubuki AT 55 x5ct", R-Fl., 63 g
COBRA "King F6" 21,5°  "MFS Series HQ4 Red Tie", R-Flex, 75 g
NIKE "Vapor Fly"  Mits. Rayon "Tensei CK-Series 80HY", R-Flex, 80 g
PING "G" 22°  Ping "Alta 70", R-Flex, 73 g
TAYLORMADE "M1" 21°  Fujikura "Pro 80h", R-Flex, 83 g
TITLEIST "816H1" 21°  Mitsu. Rayon "Diamana M+ Red 60 HY", R-Flex, 59 g
TITLEIST "816H2" 21° Aldila "Tour Green 85H", R-Flex, 86 g
WILSON "FG Tour F5"  Mitsubishi Rayon "Fubuki Z80", R-Flex, 85 g
   
BRIDGESTONE "JGR" 18° Graphite Design "Tour AD", R-Flex, 50 g
CALLAWAY "XR 16" 19° Fujikura "Speeder 565 FW Evolution", R-Flex, 60 g
COBRA "King F6" 18,5° Matrix Ozik "MFS Series 65Q4 Red Tie", R-Flex, 67 g
HONMA "S-05" 18° Honma "ARMRQ 2** 48", R-Flex, 48 g
NIKE "Vapor Fly" 19° Mitsubishi Rayon "Tensei CK Series 65", R-Flex, 65 g
PING "G" 17,5° Ping "Alta 65", R-Flex, 64 g
TAYLORMADE "M1" 19° Fujikura "Pro 60", R-Flex, 52 g
WILSON "FG Tour F5" 19° Mitsubishi Rayon "Fubuki Z65 x5ct", R-Flex, 64 g

Den kompletten 14-seitigen Testreport
* mit allen Computerdaten,
* der Vergleichstabelle;,
* den Bewertungen der Redakteure
können Sie in unserem Shop als Pdf downloaden.

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