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Neuheiten

Eisen-Test 2016

Neues Spiel, neues Glück? Genau das versprechen
13 neue Eisen-Modelle. Wie gut sie abschneiden,
zeigt dieser Testreport

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Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Golfstunde? Es war sicher ein Eisen 7 oder 8, das Ihnen damals als allererster Schläger in die Hand gedrückt wurde. Und es waren höchstwahrscheinlich die Versuche mit einem solchen Schläger, die die Golfleidenschaft bei Ihnen weckten. Eisen sind also genau diejenigen Schläger, die Sie von Beginn an durch Ihr (golferisches) Leben begleiten, und noch dazu sind sie die, die im Verlauf einer Runde am häufigsten zum Einsatz kommen. Manche nehmen es mit dem »lebenslangen Begleiter« deshalb schon sehr genau: Wer einen Blick in die Bags wirft, kann sehen, dass so mancher Eisensatz bereits einige Jährchen (zu viel) auf dem Buckel hat. 

Natürlich muss man nicht ständig bei Eisen nachlegen und Bewährtes gegen Neues austauschen – doch der ein oder andere Spieler dürfte überrascht sein, um wie viel besser beispielsweise die Eisen 2016 verglichen mit denen aus dem Jahr 2010 sind. Sprich: Das Spiel kann (zumindest ein wenig) einfacher werden, wenn moderneres Equipment zum Einsatz kommt. Dafür gibt es durchaus ein paar handfeste Gründe. Beginnen wir mit dem vielleicht wichtigsten für die allermeisten Aktiven, der Fehlertoleranz.

Toleranz Klar fehlerverzeihende Eigenschaften sind schon immer im Fokus der Neuentwicklung bei den Eisen. Das haben Sie bestimmt schon öfters gelesen – nicht nur in GJ, sondern sicherlich auch in den Produktbeschreibungen der Hersteller. Die neigen jedoch gerne mal zur Übertreibung und stellen die eigenen Schläger so dar, als ob ein »Miss-Hit« quasi ohne jegliche Auswirkung bleibt. Dem ist selbstredend nicht so, doch, dass muss konstatiert werden, die Fehlschläge haben schon längst nicht mehr jene gravierenden Auswirkungen, wie es früher der Fall war. Denn in den vergangenen Jahren ist hier viel Gutes erreicht worden. Um so diffiziler ist es, heutzutage tatsächlich weitere Verbesserungen zu erzielen. Doch es gelingt, wenn auch nicht mehr in den großen Schritten von einst.  

Beste Beispiele in diesem Jahr sind die »Extrem«-Eisen in unserem Test. Zum einen der Bridgestone-Satz »JGR Hybrid«, dessen Aussehen sich allein bereits daran orientiert, die Fehlschläge zu reduzieren. Das Unternehmen nennt die extrem breite Sohle der Eisen »fast einen breiten Plattfuß«. Wir meinen das »fast« hätte man sich in der Beschreibung sparen können, denn der Look dieser Schläger ist wirklich markant. Mit der Konstruktion wird bewirkt, dass sehr viel Masse im hinteren Bereich des Kopfs liegt – und damit das Ballsteigen mühelos werden soll. Das können wir nur unterschreiben, die Bälle segeln wirklich ohne Aufwand – und auch nicht gut getroffene Versuche können sich sehen lassen. 

Einen ganz anderen Ansatz wählt dagegen Titleist. Diese Marke will aufgrund ihrer seit jeher sportlichen Ausrichtung nicht unbedingt einen Satz wie Bridgestone offerieren. Doch auch die Amerikaner haben bei den »AP1«- und »AP2«-Eisen die Fehlertoleranz in den Mittelpunkt gerückt. In einem sehr sportlichen, und wie wir meinen, schicken Design zeigen sich die beiden Neuheiten für ihre Verhältnisse, sehr verzeihend. Nicht, dass sie hier an die Performance des »JGR Hybrid« heranreichen, doch dank der Tungsten-Einsätze an Spitze und Ferse haben die Fehlschläge deutlich weniger gravierende Folgen. Ganz besonders ist dies unserer Meinung nach beim »AP2« der Fall, einem Satz, der sich für die angesprochene Zielgruppe (Hcp -12 und besser) so einfach wie noch nie spielen dürfte. Neben diesen beiden unterschiedlichen Ansätzen gibt es wie immer auch noch einen Mittelweg – und der unserer Meinung nach gelungenste kommt von Callaway. Gelungen deshalb, weil bei den »OS«-Eisen eine sehr solide Performance (also hohe Fehlertoleranz) mit einem guten Look verbunden wurde. 

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Erschienen in Heft 5/2016 Einzelheft bestellen

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Artikelinhalt

13 neue Eisen im Test

Getestet wurden Modelle mit gleichen Konfigurationen für Schnellschwinger und Spieler mit durchschnittlicher Schlägerkopfgeschwindigkeit. Hier die einzelnen Spezifikationen:

BRIDGESTONE »JGR Hybrid Forged« Fujikura »Air Speeder J«, R-Flex, 52 g
CALLAWAY »GREAT BIG BERTHA« »Apex CF16« UST Mamiya »Recoil ES 760 F3«, R-Flex, 60 g
CALLAWAY »XR OS«  Mitsubishi Rayon »Fubuki AT 55«, R-Flex, 63 g
COBRA »F6«  Matrix Ozik »MFS Series 65Q4 Red Tie«, R-Flex, 63 g
HONMA »Beres IS-05«  Honma »ARMRQ 3** 48, R-Flex, 48 g
NIKE »Vapor Fly«  UST Mamiya »Recoil 460 F3«, R-Flex, 65 g
NiIKE »Vapor Fly Pro«  True Temper »XP 95«, R-Flex, 93 g
PING »i«  Ping »CFS 70«-Graphitschaft, R-Flex, 66 g
PING »G«  Ping »CFS 70«-Graphitschaft, R-Flex, 66 g
TAYLORMADE »PSi«  Mitsubishi Rayon »Kuro Kage 80i«, R-Flex, 85 g
TITLEIST »AP1«  Mitsubishi Rayon »Kuro Kage TiNi 65«, R-Fl., 64 g
TITLEIST »AP2«  Mitsubishi Rayon »Kuro Kage TiNi 65«, R-Fl., 64 g
WILSON »C200«  Aldila »Rogue Pro 1.2.4«, R-Flex, 75 g

Den kompletten 14-seitigen Testreport
* mit allen Computerdaten,
* der Vergleichstabelle;,
* den Bewertungen der Redakteure
* und einem Interview mit einem Fitting-Experten
können Sie in unserem Shop als Pdf kaufen.

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