Die Millionenmetropole am Nil ist stets in Bewegung – und mausert sich auch mehr und mehr zu einer beeindruckenden Golfdestination
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Krasses Kairo
Die Einwohnerzahl von Kairo wird teilweise auf mehr als 25 Millionen Menschen geschätzt. Sie ist drei Mal so alt wie Paris, sieben Mal so alt wie Berlin und 13 Mal so alt wie New York. Früher wurde die brodelnde Metropole am Nil »Min Nafarre« genannt, der schöne Hafen. Sie ist die Hauptstadt des vereinigten Ägyptens, seit der Vereinigung durch König Narmer 3.200 Jahre vor Christus. Die Schöne ist also mehr als 5.000 Jahre alt, man kann sagen, die älteste Hauptstadt überhaupt. Eigentlich ist sie auch die einzige Stadt, die gleich mehrere der ältesten Zivilisationen hervorgebracht hat. Diese prägten sie, und sie hielt allem stand. Die bestehenden Monumente sind die Belastungszeugen der bewegten Geschichte. Einige Makel hat das zusammengewachsene Moloch Kairo und Gizeh allerdings unbestritten: Dem Glanz der Pyramiden, Sphinx, alter Moscheen und Basare, wie dem Khan-El Khalili, stehen schockierend düstere Schattenseiten gegenüber: mit Armut, im Müll erstickenden Straßenzügen, lebensgefährlich chaotischem Straßenverkehr, im Hals brennendem Smog, augentrüglich vorherrschender Perspektiven- und Aussichtslosigkeit – scheinbar nicht nur in der armen Bevölkerungsschicht – plus dem an (zu) vielen Ecken sichtbaren Verfall von Werten. Allgegenwärtig. Also nicht hinreisen? Doch. Auch wenn man der Aussage des Schriftstellers Isaac Babel »Ich reise nicht in Länder, in denen das letzte intelligente Leben vor 3.000 Jahren ausgestorben ist«, bezüglich Kairo vielleicht zustimmen mag, am Ende des Feuerwerks an Eindrücken bleiben viele unvergessliche, einzigartige und eben auch wirklich unbeschreiblich schöne Erinnerungen.
Die Metropole im Nordosten Ägyptens verspricht auch golftechnisch Erlebnisse: Der nur wenige hundert Meter von den Pyramiden entfernte, 1889 gegründete Mena House Oberoi GC ist zwar auf unabsehbare Zeit wegen Umbauarbeiten geschlossen (und bleibt dies wohl auch, sollte man auf Zeugnisse der pharaonischen Zeit stoßen), dafür können sich Plätze wie Katameya Heights, Dreamland oder der Mirage City GC, wo kürzlich Tour-Stars abschlugen, durchaus sehen lassen. Und mit den von Greg Norman gezeichneten 18 Löchern The Allegria steht seit kurzem im Westen der Stadt das vielleicht vielversprechendste Projekt weit und breit zum Spiel bereit.
Hotel-Tipp: Das urbane JW Marriott Cairo (Tel. 0800/1 85 44 22, marriott.de) liegt direkt am Golfplatz Mirage City und wartet mit 436 Zimmern und 80 Suiten auf. Das Escape-Golf-Package (DZ/F für zwei Erwachsene und Kinder bis zwölf Jahre inkl. Greenfee für jeden) gibt’s schon ab 150 Euro. Das Essen ist dort sehr gut und das mehr als 2.500 qm messende Mandara Spa sowie die Fitness-Räume exquisit. sb
Zusätzliche Informationen und Links
Equipment: Fairway-Hölzer & Hybrids 2012 im Test +++ Bubba Watson: Der Drive des Champions +++ British Columbia: Traumhafte Kulisse in den Rocky Mountains +++ Fussball: Das GJ-Spezial zur Europameisterschaft +++ Golf & Medizin: Die Voltaren-Golfer +++ Gewinnspiel: Mit Lufthansa Business Class nach Berlin +++ Szene: Die Spielstärke der deutschen Golfer +++ u.v.m.






































