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GJ-Score und GJ-Index – das steckt hinter dem 100-Punkte-System

Der GJ-Platztest im Detail

Objektive Testmethodik, einheitliche Testkriterien, hilfreiche Infos zum Preis-Leistungs-Verhältnis: Dank GJ-Score und GJ-Index erfahren Golfspieler, ob sich die Runde auf einem Platz lohnt und ob das dafür fällige Greenfee angemessen ist

 

Seit Anfang 2005 testet und bewertet GOLF JOURNAL alle Plätze dieser Welt mit dem 100-Punkte-System GJ-Score. Inzwischen haben hunderte von Anlagen von Australien bis Zypern diesen »Golfplatz-TÜV« durchlaufen – nicht ein einziger davon konnte bisher übrigens 90 oder gar mehr Punkte erreichen. Sicherlich mit ein Grund dafür ist die objektive Testmethodik, die sich ausschließlich an Fakten orientiert: Bei GJ-Score werden alle Plätze anhand eines umfangreichen Fragenkatalogs nach einheitlichen Kriterien bewertet – ganz gleich, ob weltberühmter Ryder-Cup-Parcours oder unbekannte Hackerwiese nebenan.

 

Darüber hinaus betrachtet GOLF JOURNAL die Plätze nicht aus der Perspektive von Top-Spielern oder gar Tour-Pros. Bei uns stehen selbstverständlich unsere Leser im Mittelpunkt – und das heißt, dass unsere Tests insbesondere allen Normalgolfern eine Hilfe sein sollen. Bei den von uns vorgestellten Kursen, ob im Heft oder online, beziehen sich die Platzdaten – also Länge, Par, Course-Rating- und Slope- bzw. SSS-Werte – deshalb immer auf die Abschläge Gelb und Rot. In Ländern mit anderer Farbgebung, wie etwa den USA, wählen wir jene Tees aus, die von der Länge her Gelb und Rot entsprechen.

 

Damit Sie sich ein genaues Bild davon machen können, wofür und wie die maximal 100 Punkte in GJ-Score vergeben werden, finden Sie hier die sechs Testkategorien im Überblick: 

 

Anspruch: Welche sportliche Herausforderung ein Golfplatz bietet, ist uns im Idealfall 24 Punkte wert. Diese errechnet GJ zum überwiegenden Teil aus den Course-Rating-Werten, für Länder mit SSS-System gibt es natürlich eine speziell darauf abgestimmte Formel. In die Wertung fließen Damen- und Herrenabschläge ein. Ergänzt wird dieser offiziell festgelegte Schwierigkeitsgrad durch eine geringer gewichtete Eigenbeurteilung des Testers.

 

Zustand: Mit guter Platzpflege können bis zu 12 Punkte erreicht werden. Für manche Golfer ist das vielleicht etwas unterbewertet, es stellt aber die fairste Lösung dar: Denn die GJ-Tester können hier ja immer nur eine »Momentaufnahme« von dem Tag liefern, an dem sie den Platz gespielt haben. Die meisten Punkte gibt es für die Qualität der Grüns, parallel dazu werden natürlich auch Fairways, Vorgrüns, Semirough, Abschläge und Bunker unter die Lupe genommen.

 

Design: In dieser Kategorie werden ebenfalls maximal 24 Punkte vergeben. Ob das Layout von einem berühmten Architekten stammt, ist dabei ohne Belang – im Mittelpunkt steht die schlichte Frage: Macht das Spiel auf dem Platz Spaß? Ob die Runde die dazu notwendige Abwechslung bietet und auch etwas Strategie verlangt, überprüfen wir mit einer Checkliste. Diese umfasst knapp zwei Dutzend Kriterien: Form, Größe und Ondulierung der Grüns, Verlauf und Längen der Fairways, Platzierung von Sand- und Wasserhindernissen, Fairness, Erinnerungswert etc.

 

Kulisse: Da bei den meisten Golfern – besonders im Urlaub – ja auch das Auge mitspielt, können Golfplätze bei diesem »Schönheitswettbewerb« bis zu 20 Punkte sammeln. Selbstverständlich berücksichtigt GJ hier die unterschiedlichen Landschaftstypen (z.B. Berge, Meer, Wald, Heide). Darüber hinaus werden aber auch optische und akustische Störfaktoren bewertet: Hochspannungsmasten, Windräder, mit Villen zugebaute Fairways, Verkehrs- oder Fabriklärm usw.

 

Service: Um hier die maximal 15 Punkte zu erreichen, muss eine Golfanlage in erster Linie mal sehr gute Übungsmöglichkeiten aufweisen (Driving-Range, Putting-Grün usw.). Außerdem suchen unsere Tester nach diversen Annehmlichkeiten auf dem Platz (z.B. Carts, Ballwascher) und sehen sich natürlich auch die Einrichtungen im Clubhaus genau an (u.a. Umkleiden, Restaurant).

 

Bonus (5): Die bis zu 5 Extrapunkte vergibt GJ mit Blick auf jene »Wunschträume«, die da z.B. St. Andrews Old Course, Pebble Beach Golf Links oder Valderrama heißen. Denn gerade bei der Auswahl des Urlaubsziels schauen viele Golfer auf Aspekte wie Tradition oder Prestige – weil sie selbst mal den Hauch großer Turniere oder Golfhistorie erleben wollen.

 

GJ-Index: Mit dieser Kennziffer hat GOLF JOURNAL einen bislang weltweit einzigartigen Service entwickelt – denn hier sieht der Golfer auf einen Blick, welches Preis-Leistungs-Verhältnis ihm ein Platz bietet. Beträgt der GJ-Index 1,0, dann gibt es eine angemessene Relation zwischen Qualität (= Gesamtpunkte GJ-Score) und Kosten (= reguläres Greenfee an Wochentagen). Steht dagegen eine Null vor dem Komma, ist die Runde vergleichsweise teuer, bei höheren Indexwerten entsprechend günstiger. Zusätzlicher Clou dabei: Häufig findet sich hinter dem GJ-Index noch ein zweiter Wert in Klammern – diese Kennziffer bezieht sich dann auf vergünstigte Greenfees, mit denen etwa zu bestimmten Tageszeiten (z.B. Early-Bird- oder Twilight-Rate) viel Geld gespart werden kann.

 


Zusätzliche Informationen und Links

Equipment: Fairway-Hölzer & Hybrids 2012 im Test +++ Bubba Watson: Der Drive des Champions +++ British Columbia: Traumhafte Kulisse in den Rocky Mountains +++ Fussball: Das GJ-Spezial zur Europameisterschaft +++ Golf & Medizin: Die Voltaren-Golfer +++ Gewinnspiel: Mit Lufthansa Business Class nach Berlin +++ Szene: Die Spielstärke der deutschen Golfer +++ u.v.m.

>>> Mission 1-50