Das exotische Land am Südchinesischen Meer ist (fast) noch ein echter Geheimtipp, in jedem Fall aber ein Top-Ziel mit prächtigen Plätzen, herrlicher Landschaft und leckerem Essen
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Aufstrebende Golfdestination
Von Günter O. Reiter. Manchmal funktionieren Gedächtnisse wie das Internet: Was dort mal gespeichert wurde, bleibt lange, lange Zeit präsent. Vietnam ist so ein Fall: Bis vor ein paar Jahren noch fiel bei diesem Stichwort nicht wenigen Deutschen spontan der Begriff Krieg ein, obwohl der seit mehr als drei Jahrzehnten vorbei ist. Erst zuletzt, tempi passati, hat sich dieses Bild zum Glück gewandelt: Seit das Land in fast jedem Reisekatalog zu finden ist, verbinden die meisten Vietnam vor allem mit Urlaub – so mancher war auch schon zum Golfen dort. Und das sollen in Zukunft noch viel mehr werden. Die Kommunistische Partei jedenfalls, die hier sehr pragmatisch regiert (also in erster Linie mit Blick aufs Geld), unterstützt jene Investoren massiv, die das über 1.600 Kilometer lange Land am Südchinesischen Meer für Greenfee-Spieler noch attraktiver machen. Entsprechend breit fließen die Dollar-Ströme – und münden inzwischen auch in neue Golfprojekte in der landschaftlich wunderschönen Mitte Vietnams, also in der Region um Da Nang, Hoi An und Hue.
Bereits besonders gut mit »Grünanlagen« versorgt ist der Süden, rund um die Wirtschaftsmetropole Saigon. Hier ist viel Geld, hier sind viele Golfplätze – und hier staunt der Besucher aus Europa dann auch über das professionelle Management auf den Golfanlagen, das zusammen mit dem bekannt erstklassigen asiatischen Service gleich zwei gute Gründe für eine Reise an diese Destination liefert. Zumal man sich hier auch ganz stark an internationalen Standards orientiert, was beispielsweise bedeutet, dass die in Südostasien nicht selten zu beobachtende »Rudelbildung« mit Sechser-Flights plus Caddies nicht goutiert wird.
Entspanntes und schönes Spiel heißt also ein Argument für einen Golfurlaub im Süden Vietnams – und ein weiteres sind die unzähligen Attraktionen für nahezu jeden Geschmack. Natur-Fans werden von einem Besuch der roten Sanddünen bei Mui Ne oder einem Ausflug ins idyllische Mekong-Delta begeistert sein, Shopping-Süchtige werden den Bummel durch den Ben-Thanh-Markt in Saigon lieben, und für Genussmenschen ist der Sundowner auf der legendären Dachterrasse im Hotel Rex ein Muss.
Apropos: Vernünftige Hotels zu attraktiven Preisen kann man inzwischen an praktisch jedem touristisch relevanten Fleck finden. Das Zentrum von Ho Chi Minh City, wie Saigon offiziell heißt, quillt dabei fast über vor erstklassigen Häusern. Besonders empfehlenswert sind etwa das Renaissance Riverside direkt am Fluss oder die prestigeträchtige Edelherberge Caravelle, beide mit fünf Sternen dekoriert. Der GJ-Tipp für Phan Thiet ist natürlich das Novotel Ocean Dunes & Golf Resort mit seinen sehr geräumigen 4-Sterne-Zimmern zwischen Golfplatz und Meer. In Dalat lockt das sehr preisgünstige 4-Sterne-Schwesterhaus Novotel, die Top-Adresse im Hochland ist allerdings das 1922 erbaute Sofitel Dalat Palace: nur 43 Zimmer und Suiten, mit französischem Kolonial-Charme und zeitgemäßem 5-Sterne-Luxus.
Last but not least glänzt Vietnam mit einer fast schon sagenhaften Vielfalt an kulinarischen Spezialitäten, die buchstäblich an jeder Ecke serviert werden, angefangen bei der kleinen Garküche am Straßenrand bis hinein in die feinen Restaurants der Nobelherbergen. Allein in Gehweite der erwähnten Saigon-Hotels etwa, um nur ein Beispiel zu geben, finden Sie folgende von GJ getestete Tipps: Quan An Ngon (auf Deutsch: leckeres Restaurant), Mandarin (exklusiv), Cung Dinh (im Hotel Rex, mit traditioneller Dinner-Show), das Dong Du und das Nam An (beide mit Garten) sowie das kolonial geprägte Vietnam House.
Zusätzliche Informationen und Links
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