Selbst im Mai erreichten uns noch Leserbriefe zu Stefan Maiwalds Aufruf »Rettet Golf!« Die Redaktion harkte nach – und fragte die Leserbrief-Schreiber nach Lösungsvorschlägen. Eine repräsentative Auswahl lesen Sie hier.
Springe direkt zu: Servicenavigation Hauptnavigation Bereichsnavigation Inhaltsbereich Zusätzliche Informationen und Links

Selbst im Mai erreichten uns noch Leserbriefe zu Stefan Maiwalds Aufruf »Rettet Golf!« Die Redaktion harkte nach – und fragte die Leserbrief-Schreiber nach Lösungsvorschlägen. Eine repräsentative Auswahl lesen Sie hier.
Sehr geehrte Redaktion, zunächst vielen Dank für Ihre Aktion »Rettet Golf«. Sie sprechen damit vielen Golfern aus der Seele. Dennoch möchte ich Sie bitten, in Ihrer nächsten Ausgabe zu erwähnen, dass wir, die Initiative zur Abschaffung des CSA im Golfsport, vertreten durch Herrn Jörg Franke, maßgeblich am Erfolg der CSA-Entschärfung beigetragen haben. Durch unsere Initiative ist die Diskussion erst so richtig, zumindest in dieser Intensität, entfacht worden. Es wäre eine wunderbare Gelegenheit all denen zu danken, die an unserer Unterschriftenaktion teilgenommen haben.
MfG, Jörg Franke
Hallo Herr Maiwald, danke für die Mail! Hier meine drei Vorschläge: 1. Golf stärker in den Schul- und Hochschulsport einbinden. Die TU Darmstadt betreibt z.B. eine Driving-Range die auch für die Öffentlichkeit zugängig ist. 2. Kein erhöhtes Greenfee für VcG- und Fernmitglieder! Warum wollen sich die Clubs gerade bei diesen oft nicht so betuchten Sportlern bereichern? 3. Flexibilität bei Clubmitgliedschaften. Bezahlbare Jahresmitgliedschaften (1.000 bis 1.500 Euro), eventuell auf zwei Jahre begrenzt.
Gruß, Walter Reinhard
Bravo ! Jetzt kommt richtig Schwung ins Golfspiel. Am dringendsten muss CSA abgeschafft oder umgangen werden. Auch »jede Runde zählt« könnte, wenn es nach mir ginge, sofort eingeführt werden. Schon dass man dann öfter mit Freunden ums Handicap spielt, ist es wert. Mein Clubpräsident und Freund wird für den nächsten Verbandstag »geimpft«.
Peter Gradetzki, GC Dillenburg
Sehr geehrter Herr Maiwald, obwohl ich, wie in meiner Zuschrift ausgeführt, kaum Hoffnung auf irgendeine wesentliche Veränderung habe, versuche ich, konkrete Vorschläge zu formulieren: Nachdem das Handicap-System nun mal »in der Welt« ist und immerhin durch den Ausgleich der unterschiedlichsten Spielstärken im – auch privaten – Wettbewerb zu einigermaßen fairem Vergleich führt, sollte daran nicht grundsätzlich gerüttelt werden. Um aber Anfängern und weniger »sportlichen« Golfern die Freude am Golfen nicht zu nehmen, sondern ihnen, im Gegenteil, ein gewisses Selbstbewußtsein zu vermitteln und damit »Spaß an der Freud« zu bringen, sollte der Zugang zum Handicap und die Möglichkeit seiner Verbesserung nicht, wie üblich, erschwert werden. Also:
1.) Lasst die Leute doch herunterspielen, dann werden sie allmählich und an einem bestimmten Punkt schon merken, dass das Handicap, wenn in der »richtigen« Höhe angekommen, im Wettbewerb im wahren Wortsinn eine echte Behinderung ist.
2.) Führt mehr Zählspiele durch. Da – zumindest bei größeren Turnieren – eine allzu große Spielverzögerung vermieden werden muss, kann generell bei jedem Loch mit zehn Schlägen abgebrochen werden, aber es muss eben diese 10 geschrieben werden.
3.) Gebt den Par- und Lochwettspielen in ihren verschiedenen Varianten in den Wettspielkalendern mehr Raum.
Insgesamt sollte unser Sport lockerer und freudiger gemacht werden. Denn wir brauchen nicht auch noch auf dem Golfplatz den Frust, der uns im Beruf und sonstigen täglichen Leben ständig begleitet.
Ihren Bemühungen viel Erfolg wünschend, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
Dr. Herbert Veigel, Gründungs- und Ehrenpräsident des Golfclubs Sigmaringen Zollern-Alb e. V.
Sehr geehrter Herr Maiwald, herzlichen Dank für Ihren wichtigen Beitrag. CSA bleibt – ob entschärft oder nicht – ein Eingriff in die Spielresultate, der unter Freiluftsportarten seines Gleichen sucht. Ein Punktabzug aufgrund guter Ergebnisse bleibt unsportlich, schon gar nicht möchte ich Punkte geschenkt bekommen, weil andere auch schlecht waren. Es ist hingegen ein sicher gut gemeinter Ansatz, Plätze nach Schwierigkeit zu unterscheiden. Die Bewertungen geben jedoch oft nicht die »gefühlte« Schwierigkeit eines Platzes wieder, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Hochgeratete Kurse erleben z.T. einen enormen Zulauf bei Turnieren und somit Greenfee-Einnahmen, das Rating ist somit zu einem relevanten Wirtschaktor geworden. Hier sollten dringend einige Spitzenwerte überprüft werden. Gern würde ich Ihren Wunsch nach mehr Zählspielen teilen, die Erfahrungen in unserem Club sehen jedoch anders aus. Höhere Handicap-Flights sind bis zu 6 1/2 Stunden unterwegs, die Meldelisten bei Zählspielen bleiben weitgehend leer. So wird man auch in Zukunft oft hören: »34 Punkte mit vier Strichen, toll nicht?«
Mit freundlichen Grüßen, Roman Szemetat
»Golf ist eine Religion, die Organisatoren sind Geschäftsleute, die mit den Mitgliedern Geschäfte tätigen wollen. Wer nicht mitmacht, hat auf einem deutschen Golfplatz auch nichts zu suchen« (Meinung eines Edelkarrossen-Händlers). Wer die Straßenverkehrsordnung nicht beachtet, wird es auch mit den Golfregeln auf der Jagd nach einem prestigeträchtigeren Handicap – Hauptsache Umsatz und Bindung an die Melkmaschinerie (Antrittsgelder, Trainerstunden, Equipment) – nicht so genau nehmen. Die Golfregeln sind ein unlogisches Juristenmachwerk aus endlosen Schachtelsätzen, Ausnahmen von der Regel, Strafandrohungen, Änderungen der Änderungen. Weiter so.
Rudolf Geiger
Sehr geehrter Herr Maiwald, als Autor der Artikelserie »Und dann kam der Golfboom« in GSG GOLF verfolge ich das gleiche Ziel wie Ihr GOLF JOURNAL! Im alten Zähl-Golf vor dem Boom war das Handicap die Bestleistung, die auch in Privatrunden aktualisiert werden durfte! Nur Nationalspieler »mussten« regelmäßig Karten abgeben! In der heute riesigen Nettoszene müssen auch hochwertige Werbegeschenke (Nettopreise) der Sponsoren den besten Kunden (= schlechtesten Spieler) erreichen! Golfspieler sind heute leider nicht nur Sportler, sondern auch Kunden: Greenfees, Urlaubshotels und Clubrestaurants. Das passt einfach nicht zusammen! Die wichtigste erste Maßnahme: offizielle Anerkennung jeder beliebigen privaten Scorekarte. Mein Vorschlag: Zähl- plus Stableford-Handicap. Sie haben recht, schaffen wir danach den Slope komplett ab! Par ist Par! Übrig bleibt nur eine Vorgabe mit Kommastelle, die wir um eine zweite Zählvorgabe ergänzen. Jeder Spieler kann dann – auch im Wettspiel – durchgezählte Karten oder solche mit Strichen einreichen, die per EDV bequem verarbeitet werden. Damit dürften Nationalspieler, Leistungs-, Brutto- und Nettospieler sowie private, öffentliche und Betreiberplätze zufrieden sein! Wir könnten sie augenzwinkernd auch Golf- und »Golfsport«-Vorgabe nennen. Und vielleicht jagen wir dann den Stable fort und machen ihn wieder zum Jux-Spiel.
Mit freundlichem Gruß,
Kai-H. Long, Münster
Sehr geehrter Herr Maiwald, Ihre Überlegungen und Anregeungen gefallen mir im Großen und Ganzen gut. Endlich kommt einmal Bewegung in das wohlgefällige Golfgeschehen. Es gibt viel zu diskutieren, Sie haben einen guten Anfang gemacht. Eines gefällt mir nicht: Ihre Gedanken zum Thema Stableford. Zum Beispiel dürfte es stark übertrieben sein, dass »an jeder Bahn mindestens zwei Bälle im Unterholz« gesucht werden müssen. Das stimmt einfach nicht. Ich bezweifele auch die Aussage, dass Stableford ein Spiel langsamer macht. Gewiss, Stableford verführt zu einem risikoreicherem Spiel. Aber ist das nicht schön so? No risk, no fun! Golf soll doch in erster Linie Spaß machen und nicht durch Übervorsichtigkeit geprägt sein. Ein kluger Golfspieler, so schreiben Sie, würde bei Zählspiel mit einem Eisen 5 abschlagen. Dieser Mann mag klug sein, aber an seinem Spiel hat er keine Freude mehr. Angenommen, ich habe bei einem Zählspiel ein grottenschlechtes Loch, aller Mist dieser Welt passiert und ich spiele eine 12 auf einem Par 5. Das kann allen passieren. Dann ist das Turnier für mich gelaufen, auch wenn ich die restlichen Löcher richtig gut gespielt habe. Dann bin ich sauer und komme die nächsten 14 Tage nicht mehr auf den Platz. Wenn ich Stableford gespielt hätte, hätte ich das Loch gestrichen und immer noch ein Ergebnis, das mich gefreut hätte. Und ich will Freude beim Golfspiel haben. Ich gehöre zum Volk. Und das ist meine Meinung. Mit herzlichen Grüßen,
Peter Berghoff
Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben nun sehr viel Zeit und Platz im GOLF JOURNAL geopfert, um unseren Sport Golf zu retten. Es ging dabei hauptsächlich um das viel diskutierte CSA sowie das Handicap als solches. Aber sind wir doch mal ehrlich: Hier geht es doch nur um Eitelkeiten. Ich bin absolut Ihrer Meinung, dass Golf wieder zurück zu seinen Wurzeln kommen muss. Aber bei aller Liebe, es kostet mich kein Geld, wenn mein Handicap nun 0,5 Punkte runter oder 0,2 Punkte rauf geht. Es kostet allerdings Geld, wenn ich mir aufgrund einer für Amateure komplett unsinnigen Regelung einen neuen Driver kaufen muss. Kein Mensch schreibt darüber oder fragt den Durchschnittsgolfer nach seiner Meinung dazu. Was muss ich doch im vergangenen Jahr einen unglaublichen Vorteil gehabt haben? Wahrscheinlich bin ich mit einem anderen Driver jetzt zwei vielleicht drei Meter kürzer. Echt tolle Regel!! Ich bin mal gespannt, ob nicht demnächst auch Hybrids, verschiedene Putter etc. verboten werden. Hängt wahrscheinlich auch davon ab, was die Ausrüstungshersteller mit den Herren (sind wahrscheinlich nur Herren) von St. Andrews vereinbaren. Wie Sie in Ihrer letzten Ausgabe des GOLF JOURNAL angemerkt haben: Wir sind das Volk!
Viele Grüße,
Martin Hansen, Salzgitter
Hallo Herr Maiwald, hier meine Top-3-Liste:
1. Unterstützung echter Municipal Golf Courses,
2. fördern der TV-Präsenz,
3. 2-for-1 (Anm. d. Red.: Zwei Greenfees zum Preis von einem).
Cheers, Norbert Vossiek
Im Grunde ist die Diskussion über CSA, Course-Rating, Slope und sonstige Stilmittel, Golf »gerechter« machen zu wollen, hinfällig. Die Golfspieler haben längst entschieden, sie wollen es zu 100% nicht! Was bedeutet denn Gerechtigkeit im Golf? Maßnahmen für ein paar mittelmäßige bis unambitionierte Spieler sich doch noch ein für sie anständiges Handicap zu erschleichen, fürs kleine Ego und die Clubhausbar? Golf ist Sport – und erfordert von jeher aufwendiges, konsequentes, gut strukturiertes und hartes Training. Leistung und Spielstärke stellen sich bei dieser Vorgehensweise nahezu zwangsläufig ein – ohne Begünstigungen von CSA und Course-Ratings.
Nun, meine Herren Funktionäre im DGV, sind Sie gefragt. Warum sollen über 600.000 Mitglieder, für die Sie nur die Vertretung darstellen, das tun, was einige wenige Bürokraten als Recht empfinden? Seid gewarnt: WIR SIND DAS VOLK! Das hat schon einmal geklappt.
Christian Pieck, Köln
Simpel. Ehrlich. Faszination
Lieber Herr Maiwald, als Voraussetzung für alles Weitere: Den Menschen ehrlich sagen, dass GOLF SPIELEN Geld kostet und nicht zum Nulltarif (auch nicht mit vielschichtig konstruierten Dumping-Angeboten) auf Dauer zu erreichen ist. Die Anlagen müssen gebaut und unterhalten werden, die plus/minus 75 Hektar Grund sind nicht umsonst, unterliegen in der Regel steigenden Pachtaufwendungen. Vielleicht wäre es für ein GOLF JOURNAL auch möglich, anhand eines »Fallbeispiels« – die Unterlagen müssten vielschichtig vorhanden sein und diskriminieren niemanden – aufzuzeigen, wie hoch – bei realer Bewertung – eigentlich das Greenfee sein müsste, will man nicht als so genannter »freier Golfer« auf dem Rücken von Investoren oder Jahrzehnte lang zahlender Clubmitglieder »jetzt auch Golf spielen«. Prämisse simpel: Weg mit den vielen »Regeln, Ausreden, mit geradezu der Aufforderung, zu diskutieren, zu streiten und letztendlich auch noch zu besch...! Prämisse ehrlich: Siehe Simpel. Hinzu kommt, was nur kommunikativ zu lösen ist, indem man den Menschen beibringt: Handicap ist weder das Leben noch ein Orden zum Umhängen. Wer »besch...«, macht das in doppelter Richtung: Er »besch...« nicht nur den Flight-Partner, sondern – viel schlimmer – sich selbst. Prämisse Faszination: Das lässt sich nun weder verordnen noch verhindern. Käme wenigstens einiges von »simpel und ehrlich« zum Tragen, würde sich sicherlich die Faszination für die Mehrheit der Golfspieler steigern lassen. Ein Teil dieser Faszination (denn am schwierigen Spiel mit dem kleinen weißen Ball kann selbst die Fehleinschätzung von Dachorganisationen Gott sei Dank nichts ändern) besteht darin, wie ich es mittlerweile (aus welchen Gründen auch immer) praktiziere: Ich spiele zum Beispiel mit mir am liebsten allein (und gegen mich). Ich spiele keine Ärgernis-Anlässe sprich Turniere mit. Ich »pfeife« aufs Handicap, freu mich über jeden geglückten Schlag, versuche auch dort ehrlich zu sein (indem ich mich frage – wolltest Du diesen idealen Schlag eigentlich so machen? Oder war er nicht blanker Zufall, unwiederholbar?) Ich genieße die Ruhe, die Natur, am liebsten frühmorgens, freu mich über den hoppelnden Hasen, über das Reh, über den Specht, und habe so ein höchst befriedigendes Genusserlebnis, sehr oft getrübt, manchmal auch belohnt, durch den weißen Ball. Auch das ist -FASZINATION!
Herzlich,
Friedrich R. Graf - The Leading Golf Courses of Germany, Geschäftsstelle
Hallo Herr Maiwald, mein Kompliment, dass Sie den Mut haben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Drei Vorschläge zur Rettung des Golfsports:
1. Abschaffen des CSA-Wertes. Diese Regel ist so überflüssig wie ein Kropf. Entweder spiele ich Golf oder ich lasse es sein. So etwas gibt es in keiner anderen Sportart. Da ich auch noch andere Outdoor-Sportarten betreibe, habe ich absolut kein Verständnis für solche Entscheidungen. 2. Abschaffen von Stableford. Ich ziehe nach wie vor das Zählspiel vor und spiele auch keine Stableford-Turniere mehr. 3. Die Anerkennung von Privatrunden. Was in Amerika und Südafrika möglich ist, könnte auch bei uns in Europa zu einer Vereinfachung der Regularien führen. Mein Abo haben Sie diesem Artikel zu verdanken.
Mit herzlichen Grüßen,
Karl-G. Vaith
Equipment: Fairway-Hölzer & Hybrids 2012 im Test +++ Bubba Watson: Der Drive des Champions +++ British Columbia: Traumhafte Kulisse in den Rocky Mountains +++ Fussball: Das GJ-Spezial zur Europameisterschaft +++ Golf & Medizin: Die Voltaren-Golfer +++ Gewinnspiel: Mit Lufthansa Business Class nach Berlin +++ Szene: Die Spielstärke der deutschen Golfer +++ u.v.m.