Eine lustige Beschwerde in einem großen deutschen Golf-Resort: Zwei ältere Damen hatten es fertig gebracht, sich auf dem Kurzplatz zu verlaufen (die Löcher waren zwischen 80 und 120 Meter lang) und beschwerten sich anschließend im Sekretariat, dass keine Next-Tee-Schilder angebracht waren. Im selben Resort war eines Tages eine Dame am Telefon, die sich in einem Hotel außerhalb einquartiert hatte und sich darüber beschwerte, dass es keinen Shuttle-Service zum Golfplatz gab. Die Frage im Originalton: »Wie stellen Sie sich das denn jetzt vor, wie ich zu Ihnen kommen soll?«
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Gäste & Golflehrer: Wo ist der rote Teppich?
Gäste & Golflehrer: Wo ist der rote Teppich?
Es scheint auch ein immer beliebterer Sport zu sein, möglichst wenig Greenfee zu zahlen. »Wer zu viert kommt, sieht sich schon als Gruppe«, berichtet eine Sekretärin, »und Menschen unter 30 sind grundsätzlich Studenten.« Problematisch wird es bei Fernmitgliedern, die auf der Sperrliste stehen – da wird es wirklich unangenehm. Im Frühjahr wurde ein Fernmitglied aus einem Club bei Berlin in einem hessischen Club abgewiesen und zettelte daraufhin einen regelrechten Internet-Krieg an, indem er in allen verfügbaren Golfforen über diese vermeintlich ungerechte Behandlung schimpfte. Das erklärte Ziel seiner Aktion hat er erreicht – wer nun den Namen des Clubs bei Google eintippt, bekommt gleich nach der Homepage die diversen Forumsdiskussionen mit eindeutigen Titeln geliefert (»Eine bodenlose Frechheit« bzw. »Eine Unverschämtheit«).
Auch Pros haben ihre Probleme: »Wir müssen uns natürlich zurückhalten, um Mitglieder und auch Gäste nicht zu vergraulen«, erzählt ein Pro, »aber die nervigsten Beschwerden kommen von Einzelspielern, während man mit drei Schülern einen Platzgang hat. Sie regen sich maßlos auf, dass man sich an die Etikette halten und sie durchspielen lassen solle. Nur haben Einzelspieler nun einmal kein Durchspielrecht. Das ist allgemein gültig, aber die wissen es eben nicht.« Wobei ein Kollege ergänzt: »Wenn sie nett fragen, lassen wir sie am nächsten Par 3 durch, ist doch klar. Wir sind schließlich alle mal irgendwann allein auf dem Platz und freuen uns übers Durchwinken. Aber zwei, drei Löcher muss er sich halt gedulden. Und Drängeln geht gar nicht.«
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