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Nachwuchstalent: Dominic Foos

Zielstrebiger Top-Amateur

Dominic Foos gilt als eines der größten Nachwuchstalente – er ist der jüngste Nationalspieler aller Zeiten, führt die DGV-Rangliste der Unter-16-Jährigen an und ist zudem derzeit der beste Spieler AK 14 in Europa

14 Jahre alt und ein Handicap von +2,6 – allein das ist schon aller Ehren wert. Beim Blick auf die golferische Vita des jungen Nationalkaderspielers des GC St. Leon-Rot wird aber deutlich, dass dieses starke Handicap nicht von Runden unter leichten Bedingungen bei lokalen Turnierchen herrührt, sondern unter harten Wettkampfbedingungen auf internationalem Niveau gegen Top-Amateure entstanden ist. Umso bemerkenswerter. Natürlich muss sich in den nächsten Jahren zeigen, wie gut der Sprung ins Profi-Lager gelingen wird, allerdings gibt das Team um Dominic – allen voran sein engagierter Vater Dr. Sam P. Foos – alles menschenmögliche, um seinen Weg bestmöglich zu ebnen. Und Dominic entwickelt sich blendend – und gewinnt Turniere und Ehrungen wie kein anderer. Hier ein Einblick in den Werdegang des Jungstars:

 

Dominic begann bereits als Dreijähriger mit dem Golfspielen. Sein Vater brachte ihn dazu und entdeckte schnell sein Talent. Zunächst war alles sehr spielerisch angelegt (viel Putten, Chippen und ein Bisschen Schwung). Vater Foos legte viel Wert darauf, dass Dominic in diesem Alter »instinktiv« Golf spielt. Deshalb lag der Fokus auf Griff, Ansprechposition und Ausrichtung. Dominics natürlicher Schwung entwickelte sich solide, er begleitet ihn bis heute. Bereits im Alter von vier Jahren absolvierte Dominic seine erste 18-Löcher-Runde und wurde Mitglied im GC Scheibenhardt in Karlsruhe.

 

Dominic spielte mit seinem Vater und seiner zwei Jahre älteren Schwester Carolina sehr oft Golf und schlug den Ball mit fünf Jahren bereits um die 100 Meter, mit sechs Jahren spielte er sein erstes »reguläres« Par – und gerade nachdem er sieben wurde, machte er die offizielle Platzreife. Bereits im Alter von acht Jahren musste er wegen seines guten Handicaps von -20 vom Herren-Tee spielen. Dominics zweiter Sport war Fußball, er entschied sich jedoch zum Leidwesen seines Trainers als Achtjähriger, mit dem Fußball aufzuhören, um mehr Zeit für Golf zu haben. Mit Zehn hatte er dann bereits ein Single-Handicap, und mit bereits zwölf Jahren spielte er einige Unter-Par-Runden und wurde ein Scratch-Golfer. Er schoss mit zwölf Jahren drei Hole-in-Ones! Was ihn auszeichnet, ist eine sehr gute Spielkonstanz und hohe Spielqualität, so dass er mit 13 Jahren ein Plus-Handicapper wurde. Das Spielen von Unter-Par-Runden wurde zum Standard.

Nicht ohne Stolz beschreibt sein Vater die Stärken seines vielversprechenden Talents: »Dominic trainiert immer sehr fokussiert und steht nie auf der Range ohne Plan. Er hat immer eine klare Vorstellung, was er trainieren möchte – und das zieht er auch immer durch. Er lässt sich nicht ablenken und investiert eher mehr Zeit in das kurze Spiel und ins Putten als auf der Range.« Dass er eine besondere Leidenschaft für außergewöhnliche Schläge hat, findet sein Vater besonders wichtig: »Schon als Siebenjähriger konnte er Lob-Shots vom Asphalt schlagen und mit zehn Jahren konnte er den Ball gut shapen. Dominic verfügt über ein sehr gutes kurzes Spiel und ein tolles Ballgefühl, mit dem er oftmals seine Pars retten konnte.«

 

Bereits mit Zehn wollte er Golf-Profi werden. Im Hinblick auf die golferische Entwicklung suchten seine Eltern den Weg nach St. Leon-Rot. Sie wollten, dass Dominic und seine Schwester in einem Club aufwachsen und spielen, in dem viele gute Spieler sind. »Die starke Konkurrenz ist für die Entwicklung eines Spielers sehr wichtig«, so der Vater. Im GC St. Leon-Rot war Dominic vier Jahre lang in der AK-14-Mannschaft und wurde im Jahr 2010 mit seinem Team Deutscher Meister. Unter der Förderung als Mannschaftsspieler profitierte er gewaltig, Trainer Ted Long und Christian Marysko berücksichtigen vor allem auch die Fitnessaspekte. Diese Förderung und die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten in St. Leon-Rot spielten nach Meinung des Vaters in der Entwicklung eine wichtige Rolle.

 

Es folgen Titel

 

2011 Baden-Württembergischer Meister und nach 2010 erneut Ranglistensieger. Zwei Siege bei der Deutschen Nationalen Ausscheidung folgten plus fünf weitere Siege bei AK-Turnieren. Es folgten vermehrt Turnierteilnahmen im Ausland. Anfänglich waren diese Turniere in den USA und Europa, mittlerweile stehen aber auch einige Termine in Asien und Südafrika auf dem Plan. Die finanzielle Belastung halten die Eltern aus. Zu den größten Erfolgen von Dominic gehört sein zweimaliger Sieg bei der European Championship in Gullane, Schottland, wo er in der AK 13 im Jahr 2010 (mit sieben unter Par) bzw. in der AK 14 im Jahr 2011 (mit fünf unter Par) Europameister wurde. Weitere Top-Platzierungen in anderen internationalen Jugendturnieren folgten (z.B. Platz drei bei der Reid Trophy in England 2011, Platz fünf bei der Optimist Championship in Florida oder der Sieg bei der 16. PARS Florida International Junior Ende Dezember 2011 in den USA mit Runden von 71, 76 und 71 Schlägen.

 

Als 14-jähriger begann er, an Turnieren für die höheren Altersklassen teilzunehmen, »dies forderte sein ganzes Können«. Die Resultate: Platz elf bei der Italien Championship (U16) oder Platz 33 bei den Britisch Boys als einer der jüngsten Spieler in der Turniergeschichte, der jemals den Cut schaffte. Er wurde 18. bei den Deutschen Meisterschaften der Herren 2011 (AK offen!). Und bei der GATE American Junior in Jacksonville wurde er Zehnter der Unter-19-Jährigen. Für große Aufmerksamkeit beim Indischen Golfverband sorgte jüngst der vierte Platz bei der Western Indian Amateur Championship für Herren in Mumbai, nachdem er in der vierten Runde eine 65 spielte. Anschließend wurde er in die Weltrangliste für Amateure aufgenommen. Und Anfang 2012 wurde er in Protugal (Portuguese Amateur for Men) geteilter 24. Der jüngste DGV-Nationalspieler aller Zeiten führt schließlich schon mit 14 die DGV-Rangliste der Unter-16-Jährigen an und ist zudem derzeit der beste Spieler AK 14 in Europa.

 

Im Winter will Dominic einige Turniere in den USA spielen. Und er freut sich besonders darauf, in den nächsten Jahren Deutschland bei großen internationalen Turnieren zu vertreten. Die Schule leidet übrigens nicht darunter, die Noten stimmen auch hier.

Das sagt sein Umfeld:

Ted Long – Mannschaftstrainer:
In meinen nun schon 40 Jahren im Golfsport, habe ich noch nie einen Jugendlichen unter 18 Jahren kennenlernen dürfen, der mit so viel Struktur, Leidenschaft und Engagement dabei ist. Dass er erst 14 ist, macht es natürlich noch sensationeller. Neben seinem Talent liegt Dominics Stärke in seiner Fähigkeit, seine Zeit perfekt einzuteilen. Diese Voraussetzung hat es ihm ermöglicht, im zarten Alter von 14 Jahren Golf zu leben wie ein Profi. Dominic spielte vier Jahre in meiner Mannschaft  und hat meine Maßstäbe hinsichtlich dessen, was Jugendliche erreichen können, neu definiert. Das Spektrum seiner Zukunft ist unbegrenzt, ihm stehen alle Möglichkeiten offen!

 

Marcel Siem – Tour-Profi:
Der wirklich talentierte Dominic Foos macht mich platt. Starker Junge, von dem werden wir noch hören. (Nachdem er bei der BMW Int. Open 2011 in Eichenried mit Dominic als Vierer-Partner die Pro-Jugend-Challenge spielte.)

 

Wiestaw Kramski – Kramski Putt-Akademie:
Seit zwei Jahren betreue ich Dominic intensiv in meiner Putt-Akademie. Da Dominic in den letzten zwei Jahren stark gewachsen ist, war die ständige Anpassung seines Putters und auch die Verfeinerung seiner Putt-Technik für die Entwicklung seines Golfspiels von großer Bedeutung. Der Ehrgeiz von Dominic ist sehr groß, er puttet sehr konzentriert und hat bereits in diesem jungen Alter eine sehr gute Technik und professionelle Routine. Insgesamt wird er es mit der Unterstützung seiner Familie und seinem Ehrgeiz sicher schaffen, sich verhältnismäßig früh für die European Tour zu qualifizieren.

 

Dr. Birgit Breiding – Klassenlehrerin:
Dominic besucht das Lessing-Gymnasium, kein spezielles Sport-Gymnasium. Jedoch fördern Schulleitung und Kollegium seine sportliche Karriere. Es ist erfreulich zu sehen, wie Dominic nicht nur beim Golf sondern auch in der Schule Konzentration auf das Wesentliche und Leistungsbereitschaft zeigt.