Alex Cejka hat mit einer schweren Grasallergie zu kämpfen. Er ist aber nicht der einzige Pro, dem ein Leiden das Leben auf dem Golfplatz schwer macht.
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Wenn der eigene Körper nicht mitspielt...
Grasallergie - Alex Cejka, Ian Poulter
Für einen Profigolfer die denkbar unangenehmste Allergie. Alex Cejka musste deshalb mehrmals in der vergangenen Saison Turniere abbrechen: "Ich bin gegen einige Histamine im Gras allergisch. Dann bekomme ich einen Ausschlag am ganzen Körper."
Auch der Engländer Ian Poulter leidet seit März 2011 an den gleichen Symptomen: „Ich hatte immer schon Heuschnupfen, aber nun wurde eine richtige Allergie diagnostiziert. Mir ist natürlich klar, dass es sich hierbei um eine berufsbedingte Gefahr handelt.“ Denn als Golfer ist man ja fast jeden Tag von weiten Grasflächen umgeben, die dazu ständig gespritzt werden.
Wie es mit Cejka in dieser Saison weitergeht, ist noch nicht klar. Spritzen zur Desensibilisierung, Tabletten und auch eine spezielle Diät haben bislang noch nicht den erwünschten Erfolg gebracht.
Arthritis - Phil Mickelson
Als sich der Amerikaner im vergangenen August dazu entschlossen hatte, Vegetarier zu werden, vermutet viele, der vierfache Major-Sieger wolle nur sein Gewicht reduzieren. Mickelsons Ernährungsumstellung hatte aber einen ganz anderen Grund: Schmerzhafte Gelenkentzündungen machten dem Kalifornier zu schaffen: “Es kam ganz plötzlich während der US-Open. Erst schmerzte meine Achillessehne, dann die rechte Hand und schließlich konnte ich meinen linken Zeigefinger nicht mehr abknicken.“ Und es wurde noch schlimmer: Die Krankheit breitete sich auf Hüfte, Ellbogen und Schultern aus.
Der 41-Jährige gab sich daraufhin in Behandlung und entschloss sich dazu, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichteten. Bereits einen Monat später sagte er optimistisch: „Ich bin noch nicht geheilt, aber vielleicht habe ich Glück und die Schmerzen kommen nicht wieder zurück."
Typ-1-Diabetes - Scott Verplank
Als Scott Verplank neun Jahre alt war, konnte er eine Woche lang nicht in die Schule gehen. Man dachte, eine schlimme Grippe hätte das Kind erwischt. Erst als der Amerikaner ins Koma fiel, wurde seine Diabetes-Erkrankung diagnostiziert. Von seinem Traum, Profi-Golfer zu werden, ließ er sich dadurch aber nicht abhalten.
Leider wird seine Erkrankung allerdings oftmals unterschätzt, klagt Verplank: „Die meisten Menschen denken, alles was der braucht, ist ein Schokoriegel.“ Die Realität sieht aber anders aus: Zehn Mal am Tag muss Verplank seinen Blutzuckerspiegel messen. Auf der Runde trägt er eine Pumpe bei sich, die ihn mit Insulin versorgt. „Es ist nicht so einfach, Diabetes kann dein Spiel, dein Energielevel und auch deine Stimmung maßgeblich beeinflussen.“
Farbenblindheit - Jack Nicklaus
Natürlich ist es für einen Billard-Spieler weitaus hinderlicher farbenblind zu sein, als für einen Golfer. Und dennoch war es für Jack Nicklaus nicht immer ganz einfach: Zu Beginn seiner Karriere wurde die Farbe seines Outfits so manches Mal belächelt, mit Markierungen auf Bällen tat er sich schwer, und ob die Ergebnisse der anderen grün oder rot auf dem Leaderboard stehen – Nicklaus konnte es nicht sehen.
Aber für alles kam die Lösung: Ehefrau Barbara übernahm schon bald die Auswahl der Kleidung, Caddie Angelo Argea erkannte den richtigen Ball und Nicklaus spielte bald so gut, dass ihn die grünen oder roten Ergebnisse der anderen sowieso nicht mehr interessierten.
Baumwoll-Allergie - Boo Weekley
Wer beim Ryder-Cup-Star genau hinschaut, entdeckt ein eng anliegendes Shirt in Tarnfarbe unter der „offiziellen“ Golfkleidung. Das liegt zum einen vielleicht daran, dass Weekley ein begeisterter Jäger und Fischer ist, aber leider trägt er die Schutzbekleidung nicht ganz freiwillig. Denn der Amerikaner bekommt von Baumwolle einen unangenehmen Ausschlag. Besonders bei heißem Wetter hat der 38-Jährige unter seiner sensiblen Haut zu leiden. Ein Wunder, wie er dennoch auf dem Platz dabei so ruhig bleiben kann.
Bulimie - Martina Eberl-Ellis
Mehrere Monate hatte sich die gebürtige Münchnerin 2005 in eine Therapie begeben und sprach danach ganz offen über ihre Krankheit: „Es hatte in der Pupertät mit 14 oder 15 Jahren angefangen.“
Über Jahre hatte man der LET-Proette nichts angemerkt, bis sie schließlich 2005 die Evian Masters wegen ihres schlechten Zustands überraschend abbrechen musste. Mit Hilfe ihrer Familie schaffte die nun 30-Jährige es aber, bereits in der Saison 2006 wieder zurück auf die Tour zu kommen.
Zusätzliche Informationen und Links
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