Endlich wieder ein deutscher Sieg. Marcel Siem hat mit seinem Triumph in Paris bewiesen, dass seine Tage als ewiger Zweiter gezählt sind. Eine halbe Million an Preisgeld gab’s obendrauf.
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Siem: Titel für die ewige Nummer zwei
Ein Spieler der seine Emotionen auch zeigen kann. Das lieben die Zuschauer und bei der Open de France sind sie mit dem Titelsieger Marcel Siem voll auf ihre Kosten gekommen. Und diesmal endlich im positiven Sinn. Auch wenn der 31-Jährige auf dem Grün fast noch ungläubig wirkte, die Siegerpose mit den geballten Fäusten in der Luft, hätte dann aber nicht authentischer sein können.
Für den Düsseldorfer ist am vergangenen Wochenende ein großer Traum Realität geworden: Seit seinem letzten Toursieg im Jahr 2004 bei der Dunhill Championship in Südafrika, hat die ewige Nummer zwei keinen Titel mehr einheimsen können. Das Preisgeld von lockeren 525.000 Euro gab es für den Siegerscore oben drauf. Dazu den Sprung von Rang 120 bis auf Platz 58 im Ranking der Besten der Welt.
Acht lange Jahre hat Siem auf diesen großen Erfolg warten müssen, 226 Turniere hat er in der Zwischenzeit gespielt, um jetzt die bislang beste Platzierung seiner Karriere einnehmen zu dürfen. Ein langer Kampf, der sich aber auch aus finanzieller Sicht ausgezahlt hat. Nach Bernhard Langer und Martin Kaymer, ist Siem der dritte Deutsche Spieler, der innerhalb von einer Saison auf der European Tour mehr als eine Million Euro an Preisgeld erspielt hat. Und das Jahr 2012 ist ja noch nicht einmal vorbei.
Mit diesem Sieg ist der große Druck auf Siem jetzt erst mal weg. Nicht nur weil der lang ersehnte Titel da ist, sondern auch weil er für die kommenden drei Jahre jetzt sicher die Tourkarte hat. Siem darf endlich wieder risikofreudiger attackieren.
Für mindestens ebenso viel Freude wird aber ein weiterer Erfolg sorgen, der ebenso lange ersehnt war: Die Qualifikation für zwei große Majors ist mit diesem Titel im Kasten. Noch in dieser Woche stehen die British Open an, Anfang August dann die PGA Championships. Für Siem die erste Teilnahme an diesem ehrwürdigen Event in den USA.
Für gesicherte Einkünfte werden noch dazu zwei weitere Qualifikationen sorgen: Siem darf, weil er jetzt zu den 100 Besten der Welt zählt, beim Bridgestone Invitational in Akron Ohio abschlagen. Und dass dort selbst auf den hinteren Plätzen ordentliche Preisgelder ausgezahlt werden, ist keine Neuigkeit.
Als Turniersieger wird Siem auch zur Volvo Golf Champions 2013 eine Einladung erhalten. Bei diesem hoch dotierten Turnier in Südafrika könnten die Kassen auch wieder ordentlich klingeln.







