Die Qualifikation für das europäische Ryder Cup Team kommt in die heiße Phase. Mit den Ergebnissen des WGC – Bridgestone Invitational können bereits erste Entscheidungen fallen.
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Ryder Cup: Der Countdown hat begonnen
Der Countdown läuft, die Events für die Ryder Cup-Qualifikation können ab dieser Woche an drei Fingern abgezählt werden: Nach dem dritten WGC-Event in diesem Jahr, folgt in der kommenden Woche das letzte Major, bis schließlich bei der Johnnie Walker Championship Ende August die allerletzte Chance für die Qualifikation bleibt.
Während sich Spieler wie Rory McIlroy, Graeme McDowell, Justin Rose, Luke Donald und Lee Westwood keine Sorgen machen müssen, werden andere noch mal kräftig Gas geben, um auf dem Medinah Country Club Ende September dabei sein zu dürfen.
Gute Chancen haben zum Beispiel Paul Lawrie und der Italiener Francesco Molinari. Molinari kämpft darum, seinen Platz im Team vom vergangenen Jahr in Celtic Manor weiter zu halten. Noch einige Arbeit vor sich haben auch Kandidaten wie Peter Hanson, Sergio Garcia und Martin Kaymer, die aktuell noch die letzten drei Plätze der automatisch Qualifizierten einnehmen, diese müssen aber erst mal weiter gehalten werden.
Und dass bei einer Konkurrenz, die alles andere als schläft. Darunter Nicolas Colsaerts, der nach seinem Sieg beim Volvo World Match Play zum ersten Belgier in einem Ryder Cup Team werden möchte. Dazu kommt ein Trio aus drei Spaniern: Rafael Cabrera-Bello, Gonzalez Fernandez-Castaño and Alvaro Quiros würden mit Sicherheit nichts lieber, als Landsmann Captain José María Olazábal in seinem Team zu unterstützen. Und nach wie vor müssen auch Ian Poulter und Padraig Harrington, der seit seinem Debüt im Jahr 1999 zuvor immer dabei gewesen ist, für eine Teilnahme noch mal richtig anstrengen.
Noch viel Punkte zu holen
Allerdings gibt es in Firestone und Kiawah Island nach wie vor eine Menge Punkte zu holen, die das Blatt durchaus noch mal wenden können. Gerade im weltweiten Punkte-Ranking liegen die Kontrahenten nahe beieinander. Garcia, der bislang noch den letzten Platz der automatisch qualifizierten Ränge einnimmt, trennen weniger als fünf Punkte von seinem schärfsten Konkurrenten Colsaerts. Ein Abstand, der schon mit einer Top 15 Platzierung des Belgiers an diesem Wochenende aufgeholt werden könnte, sollte sich Garcia im unteren Feld bewegen.
Ian Poulter liegt zwar ganze 16 Punkte hinter Garcia zurück, aber mit einem Platz unter den Top fünf in dieser Woche, würde er den Spanier überholen. 76 Punkte werden an den Sieger in des WGC-Bridgestone vergeben – das heißt der letzte Platz der automatischen Qualifikation ist theoretisch sogar noch in Reichweite von Spielern wie Irish Open Champion Jamie Donaldson. Ganze 100 Punkte erwarten sogar den Sieger der PGA Championship.
Größer ist hingegen der Abstand auf der europäischen Ryder Cup- Punkteliste. Molinari nimmt den letzten der fünf automatisch qualifizierten Ränge ein, mit etwa 185,000 Punkten Vorsprung vor Kaymer auf Rang sechs. Und da Kaymer, Hanson und Donald über die weltweite Punkteliste bereits qualifiziert sind, würde ein Überholmanöver der drei an Molinari nur eine Änderung der Reihenfolge bedeuten, aber keine Änderung der Teamaufstellung.
Colsaerts ist derjenige, der am dichtesten am qualifizierten Feld liegt. In den drei verbliebenen Turnieren müsste er allerdings 310,000 Punkte mehr verdienen als der Italiener Molinari, um ihm seinen Platz abzunehmen.
Siem dabei?
Ob es vielleicht sogar zu einer zweifachen deutschen Beteiligung bei dem Prestige-Event kommt, muss sich noch zeigen. Ryder Cup-Kapitän Jose Maria Olazabal hat den Namen von Marcel Siem bereits auf seinem Zettel, heißt es. Der Düsseldorfer kündigte an, diese Ehre in den kommenden Wochen mit guten Ergebnissen zu rechtfertigen.







