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European Tour

Rock siegt über McIlroy und Woods

Nicht alle Tage schlägt eine Nummer 117 der Welt große Stars wie Rory McIlroy und Tiger Woods. Robert Rock ist dies bei 13 unter Par bei der Abu Dhabi HSBC Championship gelungen.  

Fast wäre es am letzten Loch sogar noch daneben gegangen, aber Robert Rock wusste, was auf dem Spiel steht: Bei 13 unter Par hat der smarte Brite nicht nur einen US Open- Champion auf die Plätze verwiesen, sondern auch einen 14-fachen Major- Sieger hinter sich gelassen. Gelungen ist ihm dies, mit phänomenal konstant gutem Spiel (69, 70 ,66 ,70), dass der 34-Jährige auf dem Abu Dhabi Golfclub bis zuletzt durchzogen hat.

 

Äußerst knapp wurde es aber doch noch auf der letzten Bahn: Drei Schläge lag Rock vor McIlroy vorne, als er seinen Abschlag knapp vor das Wasser setzte. Zwar hatte er Glück und der Ball rollte nicht ganz hinein, aber wegen der Sträucher und Steine entschloss sich Rock dennoch einen Strafschlag hinzunehmen. Dem Engländer muss das Herz bis zum Hals geschlagen haben, denn McIlroy hatte zuvor zum Birdie gelocht und hoffte auf ein Stechen. Mit kühlem Kopf setzte er dann aber schließlich den Ball bei Drei vors Grün, er hatte die richtige Entscheidung getroffen.

 

Doch danach dachte er wohl doch zuviel nach und nahm zu wenig Schwung für seinen Chip. Fast acht Meter fehlten bis zum Loch, der Titel war noch nicht sicher. Rock hatte aber bereits die Runden zuvor gezeigt, dass Putten in diesen Tagen genau seine Stärke ist und selbst der Putt zum Bogey reichte noch zum Sieg bei einem Zähler Vorsprung.

 

Für Rock ein großer Aufschwung, schließlich gewinnt man nicht alle Tage gegen ein Spitzenfeld wie es in dieser Woche angetreten ist. Schon gar nicht, wenn man zuvor als 117 der Welt gelistet war. Er selbst sagte danach: “Ich kann gar nicht glauben, dass ich das geschafft habe.“ Dabei ist dem Mann aus Rugeley auch davor schon einiges gelungen, womit er wohl nicht gerechnet hatte: Erst im Alter von 26 Jahren hat er es bis auf die European Tour geschafft. Und schließlich machte er erst im vergangenen Jahr - also sieben Jahre später - zum ersten Mal richtig auf sich aufmerksam, als er die BMW Italian Open, seinen ersten European Tour Titel, gewann.

 

Zu seinem Sieg in dieser Woche aber wohl kein Vergleich, denn wann gratuliert einem Tiger Woods schon auf dem Grün, nachdem man ihm ein weiteres Comeback vermasselt hat. Der Meister hatte zuvor die Runde mit 72 Zählern beendet, darunter drei Bogeys auf den ersten zehn Bahnen. Obwohl er an den Tagen zuvor mit 70, 69, und 66 Schlägen ordentlich vorgelegt hatte, reichte es schließlich nur für den dritten Platz, den er sich mit Thomas Björn und Greame McDowell teilen muss (-11). Obwohl Woods selbst auf den letzten Neun nur ein Fairway getroffen hatte, fand er für Rock lobende Worte und hob seine „schönen Eisenschläge“ hervor. Für die ehemalige Nummer eins ist es erst das neunte Mal in seiner Karriere, dass er trotz der Führung nach drei Runden nicht den Titel holen konnte.

 

Für die zwei weiteren Spieler der Top Vier der Welt, die in dieser Woche dabei waren, lief es aber noch weniger erfreulich als für Woods und McIlroy. Lee Westwood platzierte sich bei -6 nur auf Rang 17, Luke Donald bei -1 sogar nur auf dem 48. Platz. Während Alex Cejka und Martin Kaymer beide den Cut verpassten (Kaymer sogar bei +6), erspielte sich Marcel Siem bei drei unter Par eine starke Platzierung im Mittelfeld (-3, Rang 35).

 


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