Paul Lawrie machte in Doha seinem Spitznamen „Chippy“ alle Ehre: Zwei Mal chippte der 43-Jährige auf seiner finalen Spitzenrunde von 65 Zählern ein und siegte vor Day und Hanson.
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Qatar: Sieg für "Chippy" Lawrie
Noch vor weniger als einem Jahr rangierte der Schotte Paul Lawrie auf Position 272 der Weltrangliste. Mit seinem Sieg bei der Commercial Bank Qatar Masters ist er nun zurück in den Top 50 der Welt. Es ist bereits der zweite Titel für ihn, nach seinem Sieg im Jahr 1999.
Ein großer Triumph für Lawrie, der ihm viele Türen öffnet: Denn er wird nun nicht nur beim WGC-Accenture Match Play Ende diesen Monats zum 64-Mann starken Feld zählen, sondern auch einer der 24 Teilnehmer des Volvo World Match Play in Spanien im Mai sein. Sollte er zudem seine Platzierung unter den Top 50 über die nächsten sieben Wochen halten, ist er sogar beim Masters im April dabei. Es wäre das erste Mal seit acht Jahren.
Nach 69, 67 und 65 Zählern bei dem wegen Sturm auf drei Runden verkürzten Turniers, gestand Lawrie ein, dass er "wohl nicht noch besser spielen kann" als in dieser Woche.
Lawrie sicherte sich seinen Sieg mit Birdies auf der 11, 14 und 16, und als er an der 17 schließlich auch noch einchippte, machte er sich selbst zum großen Star des Events. "Wenn du ein Turnier gewinnen willst, musst du dich auf die Basics konzentrieren – und das habe ich gemacht. Ich habe ein paar gute Schläge hingelegt."
Natürlich hatte er auch immer ein weiteres großes Ziel vor Augen: ein Platz im Ryder-Cup-Team. "Wenn ich so weiterspiele wie jetzt, komme ich rein. Aber das ist noch ein weiter Weg. Und wenn einer weiß, wie viele gute Spieler da draußen sind, dann bin ich das", sagt der Veteran aus Aberdeen, der bereits 1986 ins Profi-Lager wechselte.
Garcia verfehlt Angriff
Druck auf Lawrie übten am Finaltag in der Hauptstadt von Katar zunächst nicht die Zweitplatzierten aus, sondern der Spanier Sergio Garcia, der nach elf Bahnen bei sechs unter Par lag. Nachdem er dann allerdings auf der 13 und 15 Bogeys spielte, war es der Australier Jason Day, der das Ruder übernahm. Der 24-Jährige begann seine Runde mit vier aufeinander folgenden Birdies, schoss sich nach Bogeys an der 6 und 9 aber schließlich ebenfalls aus dem Rennen. Garcia platzierte sich letztendlich bei minus acht auf Rang fünf, Day bei minus elf auf Rang zwei, gleichauf mit Peter Hanson.
Überraschend positiv auch die Performance von John Daly: Der 45-jährige Amerikaner, der zu Beginn der Woche noch auf Rang 543 in der Weltrangliste gelegen hatte, machte mit neun unter Par und dem vierten Rang die beste Platzierung seit seinem zweiten Platz vor drei Jahren bei der BMW Italian Open.
Nach seinem schwachen Ergebnis in der Woche zuvor, konnte sich auch Martin Kaymer wieder berappeln. Er spielte Ergebnisse von 71, 70 und 68 Zählern (-7) und landete damit auf einem respektablen neunten Platz.
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