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European Tour

Oosthuizen: Überrascht über Titel

Nach dem bitteren Scheitern beim Masters, holte sich Louis Oosthuizen den Titel der Malaysian Open. Ein Trostpflaster, über das er sich selbst am meisten wunderte. 

Der Sieg von Bubba Watson nach der phänomenalen Annäherung durch die Bäume am zweiten Extraloch im Finale des Masters war verdient, keine Frage. Die vornehmlich amerikanischen Zuschauer grölten, die Niederlage von Oosthuizen ging im Eifer des Gefechts fast unter. Bitter, so kurz vorm Ziel zu scheitern, aber der Südafrikaner ließ sich seine Enttäuschung kaum anmerken. Leise verschwand er von der Bildfläche, wenn auch sichtlich niedergeschlagen, gönnte er Watson den Triumph.

 

Wie stark Oosthuizen nicht nur spielerisch, sondern auch mental ist, zeigt seine Leistung vom vergangenen Wochenende. Mit 68 Zählern (vier unter Par) holte sich der 29-Jährige mit nicht weniger als drei Schlägen Vorsprung auf Stephen Gallacher sein „Trostpflaste“r.  Inwieweit der Titel des mit 1,8 Millionen Euro dotierten Turniers wirklich über die Masters-Niederlage hinwegtröstet, weiß nur Oosthuizen selbst. Das es eine phänomenale Leistung war, ist  jedoch offensichtlich. Ausgepowert vom Masters musste der Südafrikaner schließlich auch noch eine 30 Stunden lange Anreise von Georgia nach Malaysia zurücklegen. Das zehrt an den Nerven und den Kräften, denn nicht zu vergessen ist der Jetlag. 

Dementsprechend überrascht zeigte sich Oosthuizen nach dem Sieg bei 17 unter Par: „Ich war ein wenig überrascht nach all dem hier zu gewinnen. Es war eine lange Reise hierher zu kommen, und ich muss ehrlich sagen, dass ich wegen der Müdigkeit nicht erwartet habe hier so gut zu spielen.“

 

„Mein Spiel hatte Auf und Abs am Morgen zum Ende der dritten Runde, aber danach pendelte es sich ein und ich spielte ganz gut.“

 

Die dritte Runde wurde wegen schlechten Wetters am Morgen des vierten Spieltages beendet, trotz zwei Bogeys, schoss Oosthuizen fünf Birdies. Dass ihm kurz darauf eine 68 gelang, zeigt wahre Größe, denn insgesamt hatte der Mann mit der charmanten Zahnlücke  26 Löcher am Finaltag zu bestreiten. Über die vergangenen Woche hatte Oosthiuzen aber schon mehrmals einen Top-Leistung präsentiert – zum Beispiel eine Woche vor dem Masters in Houston mit einem dritten Platz – so dass ein Titel fast schon absehbar war.

 

Auch Martin Kaymer hatte übrigens die weiter Strecke hinter sich gelegt. Mit neun unter Par, wenn auch weit hinter Oosthuizen, darf er sich immerhin noch über einen siebten Platz freuen. Marcel Siem auf Rang 29 im guten Mittelfeld (minus vier).