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Neue Golfregel lässt Tourpros aufatmen

Der Royal und Ancient Golf Club hat eine neue Regel erlassen: Golfer müssen keinen Strafschlag mehr hinnehmen, wenn sich der Ball nach dem Ansprechen von selbst bewegt. 

Darüber werden sich sowohl Profis als auch Amateure freuen. Ab dem ersten Januar gilt eine neue Strafschlag-Regel: Hat sich ein Spieler bereits für den Schlag positioniert und „es ist so gut wie sicher, dass er den Ball nicht dazu gebracht hat sich zu bewegen“, dann wird ihm nun nicht mehr ein Zähler extra aufgedrückt. 

 

Eine längst fällige Neuerung, wie viele Tour-Pros finden, denn viel zu oft litten Rundenscores gerade bei windigem Wetter unter der strengen Regel. In diesem Jahr hat es unter anderem Top-Spieler wie Rory McIlroy bei der British Open und Webb Simpson bei der Zurich Classic of New Orleans getroffen. Während es für McIlroy auf Rang 25 keine große Rolle spielte, kann man das im Fall von Simpson nicht gerade behaupten. Der Amerikaner führte mit einem Schlag, als sich auf dem 15. Grün plötzlich der Ball bewegte, nachdem er bereits zum Putt angesetzt hatte. Der Strafschlag war dann wohl ein schlechtes Omen, denn Simpson verlor wenig später gegen Bubba Watson im Stechen.

 

Für Simpson eine „einfach nur unsinnige Regel“ mit schweren Folgen: Das Rennen um den Titel der PGA-Moneylist verlor er gegen Luke Donald aufgrund von 335.861 Dollar Rückstand. Der Titel hätte ihm 460.800 Dollar mehr eingebracht, die Geldrangliste hätte er dann also gewonnen.

 

Die Reaktion der Tourspieler zeigt, wie erleichtert alle über die Neuerung sind. Padraig Harrington, Botschafter des Royal und Ancient Golf Club, spricht wohl vielen aus der Seele: „Jedes Mal, wenn der Wind bläst, mache ich mir Sorgen, dass sich der Ball bewegt. Deshalb traue ich mich kaum meinen Putter anzusetzen, was mich vom erfolgreichen Lochen des Puttes ablenkt. Die neue Regel lässt uns Spieler ein wenig entspannen“, so der dreimalige Major-Sieger.

 

Eine weitere neue Regel betrifft die Einhaltung der Startzeiten: Kommt ein Spieler zu spät, wird er nicht mehr gleich disqualifiziert, sondern nur bestraft – vorausgesetzt, es handelt sich um eine Verspätung innerhalb von fünf Minuten. Bei einem Lochwettspiel wird dann das erste Loch als verloren gegeben, bei einem Zählspiel werden zwei Schläge hinzu addiert.

 

Die längst fälligen Neuerungen sollen bis zum Jahr 2015 gelten, danach soll neu entschieden werden. 


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