Mit einem gelochten Putt aus rund fünf Metern hat Alex Cejka dem deutschen Duo Rang zwei beim 56. World Cup gesichert. Zum ersten Mal seit elf Jahren geht die Trophäe wieder in die USA.
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Kaymer/Cejka Vizeweltmeister
Am letzten Loch ging es für das deutsche Team um satte 461.000 Euro Preisgeld und den zweiten Platz beim OMEGA Mission Hills World Cup. Alles hing von Alex Cejka ab, der einen Putt aus rund fünf Metern Entfernung zum Par lochen musste. Der Titel des Turniers auf der chinesischen Insel Hainan war zu diesem Zeitpunkt bereits an die USA vergeben, offen war nur noch, ob sich die Deutschen entweder Rang zwei oder Rang drei mit weiteren Teams teilen mussten.
Cejka behielt die Nerven und lochte zu einem Gesamtscore von 22 unter Par. Mit Runden von 65, 71, 61 und 69 Zählern platzierte sich das Team Deutschland gleichauf mit den Engländern Justin Rose und Ian Poulter zwei Zähler hinter der amerikanischen Spitze aus Matt Kuchar und Gary Woodland auf Rang zwei. Mit ihrem kontrollierten Spiel und sechs Birdies am Finaltag stellten die Amerikaner wieder einmal sicher, dass sie die erfolgreichste Nation in diesem Länderwettkampf sind. Für die USA war es bereits der 24. Triumph, aber der erste seit langen elf Jahren. Zuletzt holten Tiger Woods und David Duval im Jahr 2000 in Buenos Aires die Trophäe.
Beste Platzierung denn je
Aber auch trotz der verpatzen Titelchance zeigten sich Cjeka und Kaymer mit ihrer Performance zufrieden. Immerhin war es ihre bislang beste Platzierung. In den Jahren zuvor hatte es nur für den sechsten (2007), den fünften (2008) und den siebten Rang (2009) der beiden gereicht. Nach drei gemeinsamen Auftritten hat sich das Team Kaymer/Ceyka nun aber augenscheinlich eingespielt. Jeder weiß, welche Aufgaben er zu übernehmen hat, Kaymer sprach danach nicht ohne Grund von einer „tollen Woche“ bei der beide viel Spaß gehabt hätten.
Interessant dabei die Rollenaufteilung: Denn nicht der erfolgreiche Kaymer machte die wichtigen Punkte, sondern vielmehr schaffte es Ceyka, in den entscheidenden Momenten mit seinem kurzen Spiel die Schwächen seines Teamkollegen auszugleichen. Gerade im Finale, das traditionell als klassischer Vierer gespielt wird, bei dem also ein Ball pro Mannschaft abwechselnd geschlagen wird, schien diese Aufteilung perfekt zu funktionieren. Ohne einen Schlag abzugeben, überragten die Deutschen nach Birdies an der zwei, neun und zwölf sogar die zuvor deutlich führenden "irischen Big Mcs", McIlroy und McDowell.
Kaymer fasste die Woche nüchtern und mit Respekt für seinen Kollegen zusammen: "Alex hat in dieser Woche wirklich gut gespielt und heute unser Spiel zusammen gehalten. Ich habe heute leider einige Chancen ausgelassen, sonst hätten wir super um den Sieg mitspielen können.“
Gleichauf mit dem deutschen Duo platzierten sich die Engländer, die im Finale die weitaus beste Show boten. Ian Poulter und Justin Rose spielten acht Birdies neben einem Eagle. Lediglich auf Bahn 14 verloren die beiden einen Zähler. Aber die grandiose 63 reichte aus, um Australien, Niederlande, Irland und Schottland auf Platz vier (-21) hinter sich zu lassen.
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