Der Weltranglistendreizehnte brachte an Tag drei eine hervorragende 68 ins Clubhaus und liegt mit einem Gesamtscore von acht unter Par vor der Schlussrunde auf dem alleinigen dritten Rang
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Kaymer erklimmt das Leaderboard
Von Katrin Baumann aus St. Andrews
Martin Kaymer hat sich am Samstag »in contention« für seinen möglicherweise ersten Major-Triumph gespielt: Der 25-Jährige zeigte auch am sogenannten »moving day« großartiges Golf und fügte seiner 69 vom Donnerstag und der 71 vom Freitag eine 68 hinzu. Mit einem Gesamtscore von 208 Schlägen (minus acht) liegt der Deutsche zur Stunde hinter Louis Oosthuizen (minus 15) und Paul Casey (minus elf) auf dem alleinigen dritten Rang.
Kaymer überzeugte vor allem mit herausragendem langen Spiel und glänzenden Eisen. Stolte 17 der 18 Grüns traf der derzeit 13. der Welt in Regulation. Er begann mit zwei Pars, denen er an den Löchern drei und vier jeweils ein Birdie folgen ließ. Nach weiteren Pars bot sich ihm sowohl auf der Acht als auch auf der Neun die Chance zum Birdie – beide Putts vergab er knapp, wobei er an der Neun sogar noch einen Schlag draufsetzte zum Bogey. Dieses allerdings glich der Modellathlet, dem bei einer Topplatzierung in St. Andrews die Qualifikation für den Ryder Cup Anfang Oktober kaum noch zu nehmen sein würde, bereits am folgenden Loch mit einem erneuten Birdie aus. Weitere Birdies gelangen ihm an der Zwölf und der 14, ein Bogey musste er an der 13 hinnehmen. Eine abermalige Birdie-Chance bot sich ihm an der 17, doch der Putt aus rund fünf Metern rollte knapp vorbei.
»Ich werde alles versuchen«
»Ich habe sehr gut gespielt heute, so wie auch schon in den vergangenen beiden Tagen«, sagte Kaymer nach seiner Runde bei einer Pressekonferenz: »Ich hatte eine Menge guter Birdie-Chancen. Ich habe einen Fehler gemacht heute, bei jenem Bogey an der Neun, als ich den Ball aus nur etwa zwei Metern zum Birdie hätte einlochen können.« Dann aber habe er sich zurückgekämpft: »Und mit der 68 unter diesen Bedingungen bin ich sehr glücklich.«
Es war das erste Mal, dass Kaymer bei einer British Open zu einer Pressekonferenz gebeten wurde. Trotz der hervorragenden Ausgangslage für den Sonntag wirkte er alles andere als nervös, sondern im Gegenteil äußerst entspannt.
»Hier zu gewinnen – besser ginge es natürlich nicht mehr«, so Kaymer weiter, noch auf einem Energieriegel kauend: »Aber man muss sehen, wie die anderen Jungs ihre Runden heute beenden.« (Für eine gute Stunde hielt Kaymer die Clubhausführung bis Casey und Oosthuizen ihre Runden beendeten.) Er werde am Sonntag auf jeden Fall alles versuchen – mit einem »schnellen Start und einigen Birdies auf den ersten fünf, sechs Löchern, um sie unter Druck zu setzen«. Allerdings könne er nur sein »Bestes geben und mich um mein eigenes Spiel kümmern«.
»St. Andrews ist mein größter Traum«
Die Erfahrungen, die er im letzten Jahr bei der PGA Championship und in diesem Jahr bei der US Open gesammelt habe, würden ihm mit Sicherheit morgen helfen, so Kaymer weiter: »Das ist natürlich eine andere Art von Golf hier, aber es gibt nicht so viele Spieler, die vorne davonziehen, wenn sie ein Turnier anführen. Bei den US Open hat Dustin Johnson geführt, aber Graeme McDowell hat am Ende gewonnen, und der lag einige Schläge zurück vor der letzten Runde.«
In St. Andrews zu gewinnen sei sein »größtes Ziel« und sein »größter Traum«: »Natürlich würde ich jede Open nehmen, egal wo sie stattfindet – aber wenn ich mir eine aussuchen könnte, dann würde ich mich mit Sicherheit für den Old Course entscheiden.«
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