Amateure tun sich gerade bei den kurzen Löchern schwer, sagt Martin Kaymer. Dabei gibt es nur vier Dinge auf die zu achten ist. Hier Kaymers Tipps.
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Kaymer: Erfolg am Par 3 – so klappt’s!
Theoretisch sollten Par 3s zu den einfachsten Löchern auf dem Platz zählen: Ein sauberer Schlag vom Tee - und der Rest wird geputtet.
Gerade bei Pro-Ams, so sagt Martin Kaymer, falle ihm aber auf, dass sich seine Amateur-Spielpartner bei den kurzen Löchern besonders schwer tun. Warum ist das so? „Nun, zunächst sind sie unentschlossen am Tee. Mit dem Driver können sie einfach drauf los schlagen, aber an einem Par 3 muss man eine Schlägerwahl treffen und sich eine Strategie überlegen.“
Trifft der Spieler dabei keine überlegte Entscheidung, kommt oft nichts Gutes dabei raus. Deshalb hier vier einfachen Regeln auf die Deutschlands bester Golfer bei Par 3s achtet:
- WIND
Kaymer: "Welche Auswirkungen Wind auf das Spiel hat, lernt man mit der Zeit und der Erfahrung.
Hier kommt aber eine einfache Grundregel: Schlägt man in Windrichtung, dann ist es natürlich schwieriger den Ball auf dem Grün zum stoppen zu bringen. Ich nehme dann eine Schlägerlänge, bei der ich mehr draufhauen kann. Denn das schafft Höhe und Backspin – beides sorgt dafür, dass der Ball auf dem Grün schneller zum halten kommt.
Genau das Gegenteil gilt für Gegenwind: Dann wähle ich einen Schläger, den ich entspannt schlagen kann, also weniger Höhe und weniger Backspin. Das ist ideal, wenn man den Ball tief halten will."
- ENTFERNUNG
Kaymer: "Das erste was ich vor einem Par3-Abschlag mache, ist die Distanz zur Fahne abzuschätzen. Dabei muss zunächst beachtet werden, wo der Abschlag gesteckt ist und wo die Fahne positioniert ist.
Und dann ist natürlich wichtig zu wissen, wie weit man mit welchem Schläger schlägt. Der einfachste Weg dies heraus zu bekommen, ist der Gang zur Range. Dort pro Eisen fünf Bälle schlagen, den längsten und kürzesten abziehen und aus den anderen drei eine Durchschnittslänge ausrechnen."
- FAHNENPOSITION
Kaymer: "Natürlich ist es äußerst selten, dass man eine perfekte Distanz zur Fahne erwischt. Meist liegt sie zwischen zwei Schlägern, deshalb habe ich eine Regel – steckt die Fahne im hinteren Teil des Grüns, dann nehme ich den längeren Schläger, steckt sie im vorderen, dann nehme ich den kürzeren.
Eine weitere meiner Regeln: Wenn die Annäherung an die Fahne einen Schlag mit dem sechser Eisen oder kürzer verlangt, greife ich immer direkt das Grün an. Wenn es über Wasser geht, bedenke ich das natürlich, aber wenn keine wirklich Hohe Strafe droht, falls es daneben geht, schlage ich drauf."
- HANGLAGE
Kaymer: "Darauf sollte besonders acht gegeben werden. Hier drei Grundregeln:
- ein leichter Anstieg auf der linken Seite, also sollte ein leichter bergauf Chip nach links erfolgen
- eine erhöhte Fläche auf der rechten Seite der Fahne wird hingegen alle rechten Bälle in Richtung Loch treiben
- eine erhöhte Fläche hinter der Fahne, wird zum Dämpfer für alles was zu lang ist."







