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Kaymer & Co.: Große Ziele für 2012

Wieder zurück an die Spitze der Welt, mehr Verschnaufspausen und dazu die Liebe zum Golf neu entdecken. Kaymer, McIlroy und Björn haben sich für die aktuelle Saison viel vorgenommen und aus Erfahrungen gelernt.

Kaymer: Zurück an die Spitze

 

Für Martin Kaymer steht ein Ziel für das Jahr 2012 ganz oben auf der Liste: Die Spitzenposition der Weltrangliste zurückerobern – und aus den Fehlern vom letzten Mal lernen. Denn der beste Spieler der Welt zu sein, hat viele Begleiterscheinungen mit sich gebracht, an die sich Kaymer erst gewöhnen musste: "Es war alles am Anfang sehr neu für mich und hat mich überwältigt. Für mich als erst 26-Jähriger, war es schwer, überall erkannt zu werden, ob in Deutschland oder den USA. Es dauert eine Zeit, bis man sich an diese Art der Aufmerksamkeit gewöhnt hat und auch die Rolle, die man dabei übernimmt", erklärt er. "Ich war einfach nicht gewöhnt, ständig im Rampenlicht zu stehen. Wenn ich nun aber noch mal die Nummer eins werde, weiß ich, was passieren wird und kann damit besser umgehen."

 

Um wieder an die Spitze der Welt zu kommen, will Kaymer 2012 fokussierter angreifen: "Ich möchte bei den Majors besser spielen", sagte er in einem Interview. "2011 wurde ich zu oft abgelenkt. Ich habe viele Anfragen bekommen, wurde zu vielen Events eingeladen, einige, zu denen man gerne gegangen ist und zu anderen weniger."

 

Seine Lehre daraus: "Nach ein paar Monaten wird dir klar, dass du nicht die Nummer eins der Welt geworden bist, weil du in all den Pressekonferenzen und Studios gesessen hast und nur darüber gesprochen hast, wie gut du bist. Sondern der Grund dafür war, dass du viel trainiert hast und die Sachen gemacht hast, die du wirklich tun wolltest."

 

Nach Auf und Abs in 2011 ist Kaymers Wunsch für die neue Saison vor allem einer: "Für 2012 wünsche ich mir genauso zu spielen wie im Jahr 2010."

 

 

McIlroy: Mehr Verschnaufspausen

 

Keine Frage, was der 22-Jährige im vergangenen Jahr geleistet hat, zehrt an den Kräften. Obwohl sich McIlroy ganz bewusst dafür entschieden hat, so viele Turniere auf sich zu nehmen, zieht er für das neue Jahr seine Lehren daraus: "Ende des Jahres bin ich zwölf Wochen lang von Turnier zu Turnier um die ganze Welt gereist. Ich muss wohl nicht dazu sagen, dass ich nicht für jedes Turnier in Top-Form war. Aber das war eine Erfahrung, die ich unbedingt machen wollte. Eine Erfahrung, von der ich gelernt habe und von der ich jetzt weiß, dass ich sie nicht noch einmal machen will!"

 

Vielmehr will sich McIlroy nun zwischendurch Verschnaufspausen gönnen: "Zwei oder drei Wochen auf Turnieren spielen, ist jetzt mein Limit. Danach brauche ich ein paar Wochen Ruhe." Auch seine aktuelle Freundin, Caroline Wozniacki, spielt bei der Planung für die aktuelle Saison eine wichtige Rolle: "Ich habe gerade meinen Terminkalender bis zum Ryder Cup diesen Jahres festgelegt. Er richtet sich danach, eine gute Balance zu finden, um fit genug zu sein, gute Ergebnisse zu spielen. Und dabei habe ich auch einige Wochen Zeit, die ich mit Caroline verbringen kann."

 

 

Björn: Wieder mehr Freude am Spiel

 

Mit mehr Elan möchte Thomas Björn die neue Saison absolvieren. In Qatar geht es für ihn in dieser Woche um die Titelverteidigung. Der 40-Jährige hat mit drei Siegen auf der European Tour ein spitzen Jahr hinter sich, an dessen Erfolg er nun anknüpfen möchte. Interessant zu hören, dass selbst ein so erfolgreicher Spieler sich manchmal auf Eines wieder besinnen muss: Die Freude am Golfspiel.

 

"Vor zwei Jahren habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen. Ich bin in dieser Zeit durch eine Phase gegangen, in der ich den Spaß am Golf ein wenig verloren habe, mich vielleicht davon zu sehr distanziert habe, keine Freude mehr am vielen Reisen hatte", erklärte er.

 

Zu diesem Zeitpunkt hat er schließlich eine wichtige Entscheidung getroffen: "Ich habe mich dazu entschlossen, dass, wenn ich weiterhin Golf spiele, ich weiterhin fähig sein möchte, gegen die besten Spieler der Welt anzutreten. Und um das möglich zu machen, muss ich mich wieder voll und ganz darauf konzentrieren."

 

Eine Entscheidung, die allerdings schon viel früher fiel – und nicht erst, als Björn im letzten Jahr seine Turniersiege feiern durfte: "Einige Menschen werteten meine Erfolge als Comeback meiner guten Form, aber eigentlich war es vielmehr das Ergebnis aus einem Prozess, der bereits viel früher begonnen hatte - mit der Entscheidung, wieder vollen Einsatz zu zeigen. Und ich fühle mich nun auf dem Platz wieder wohl, genieße meine Reisen, ich freue mich wieder dabei zu sein. Ich habe mir geschworen, dass ich meine Karriere gut beenden werde."

 


Zusätzliche Informationen und Links

Equipment: Fairway-Hölzer & Hybrids 2012 im Test +++ Bubba Watson: Der Drive des Champions +++ British Columbia: Traumhafte Kulisse in den Rocky Mountains +++ Fussball: Das GJ-Spezial zur Europameisterschaft +++ Golf & Medizin: Die Voltaren-Golfer +++ Gewinnspiel: Mit Lufthansa Business Class nach Berlin +++ Szene: Die Spielstärke der deutschen Golfer +++ u.v.m.

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