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European Tour

Grace: Zweiter Sieg in Folge

Ein neues Talent erobert die European Tour. Branden Grace hat nur eine Woche nach seinem ersten Titel Ernie Els und Retief Goosen im Stechen der Volvo Golf Champions geschlagen. 

Ein Name, auf den man in dieser Saison wohl ein Auge werfen darf: Branden Grace hat nicht nur in der vergangenen Woche bei der Joburg Open seinen ersten Titel auf der European Tour gewonnen, sondern diese Woche in George gleich noch einen hinterher geschoben. Und für den Titel der Volvo Golf Champions hat er es gleich mit zwei großen Kaliber aufgenommen: Im Stechen stand er Ernie Els und Retief Goosen gegenüber.

 

Alle Drei hatte zuvor mit zwölf unter Par ihre Runden beendet, Dabei hatte Grace an den ersten zwei Spieltagen mit jeweils 66 Zählern so gut vorgelegt, dass er sich an Tag vier sogar eine 71 leisten konnte. Mit Els hatte bis Bahn acht eigentlich keiner gerechnet, der Südafrikaner schob sich dann aber mit drei Birdies und einem Eagle noch nach vorne.

 

Im Stechen machte Grace schließlich kurzen Prozess: Nur ein weiteres Loch hatten die drei Südafrikaner zu gehen. Während Grace und Goosen vom Abschlag schön aufs Fairway setzten, hatte Els mit dem Rough zu kämpfen. Erst bei Drei lag er auf dem Grün. Auch Goosen ließ sich zu einem Fehler verleiten, setzte seinen Chip zu kurz an und musste schließlich ebenfalls wie Els das Par notieren. Grace hingegen, der Bahn 18 bereits zwei Mal zuvor mit einem Birdie beendet hatte, ließ sich nicht beirren und lochte mit zwei Putts zum Sieger-Birdie.

 

Ein phänomenaler Erfolg für den 23-Jährigen, der in den vergangenen Wochen einen kometenhaften Aufstieg hingelegt hat. Letztes Jahr noch Mitglied der Challenge Tour, hatte sich der in Pretoria geborene Pro Ende des Jahres erfolgreich durch die Qualifying School geboxt. Noch vor einem Monat hatte Grace nicht mal einen Startplatz im exklusiven Feld des Volvo-Events, bei dem nur 35 Turniersieger abschlagen dürfen. Erst sein Triumph bei der Joburg-Open machte ihm den Weg frei. Von Rang 258 in der Weltrangliste, folgte nun der Sprung in die Top 100. Und sein erster Platz im Race to Dubai ist für den Jungstar sicherlich was ganz besonderes, auch wenn er nicht lange anhalten wird.

 

Anstrengen für das Masters

 

Auch für Ernie Els war es trotz des Scheiterns im Stechen eine erfolgreiche Woche: Mit dem nun 56. Platz im World Golf Ranking ist er den Top 50 schon einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Um beim Master dabei zu sein, muss ihm dies in den kommenden zwei Monaten noch gelingen. Els zeigte sich nach dem Turnier aber sehr zuversichtlich: „Es war eine sehr viel versprechende Woche, alle vier Runden unter Par. Ich arbeite an guten Ergebnissen.“ Noch etwas mehr Arbeit vor sich, hat Padraig Harrington. Der Ire liegt derzeit auf Rang 86 und spielte auf der Finalrunde nur eine 76 (Platz 10). Auch für Goosen verlief das Turnier sicher nicht wie gewünscht. Seit 2007 hat der bald 43-Jährige keinen Sieg mehr auf der europäischen Tour errungen und ist auch diesmal wieder, wenn auch knapp, gescheitert. 


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