Nach einem dritten Platz bei der Dubai World Championship wurde der große Luke Donald zum Sieger des Race to Dubai gekürt - bereits zuvor hatte er die US-Geldrangliste gewonnen.
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Donald hat’s geschafft!
Der Engländer Luke Donald hat sich mit 16 unter Par auf Jumeirah Golf Estates diese Woche seinen größten Wunsch erfüllt: Die Nummer eins der Welt gewann als erster Spieler in der Geschichte gleichzeitig die Saisonwertung in den USA und in Europa.
Allein Rory McIlroy hätte Donald bei diesem historischen Triumph noch in die Quere kommen können. Der verpasste mit einem elften Platz bei neun unter Par den dafür notwendigen Sieg aber deutlich und muss nun sogar wegen einer Virus-Erkrankung einige Tage zur Erholung in Dubai bleiben.
Donald kam nach einem mittelmäßigen Auftakt mit einer Par-Runde am Persischen Golf immer mehr in Fahrt. Erst folgte eine 68, um danach zwei fehlerfreie 66er Runden nachzulegen. Ein weiterer Höhepunkt in einem Jahr, das von einem spitzen Ergebnis nach dem nächsten getoppt wurde: Im Februar der Titel der World Golf Championship – Accenture Match Play in Arizona, wenige Wochen später der Sieg bei einem der wichtigsten Turniere der European Tour, der BMW PGA Championship in Wentworth. Im Stechen überragte der 34-Jährige seinen Kontrahenten Lee Westwood und wurde daraufhin zur neuen Nummer eins der Welt ernannt.
Nach dem dritten Titel bei der Barclays Scottish Open schließlich der entscheidende Triumph bei der Children’s’ Miracle Network Classic in Disneyland, mit dem Donald auf der US-Geldrangliste für die anderen uneinholbar wurde. Am Finaltag hatte er auf den hinteren Neun sechs Birdies in Folge notiert. Und auch diesmal hatte der Superstar die Nerven behalten: Auf den letzten drei Bahnen lochte er drei Birdies zur zweiten 66 in Folge. Und dass, obwohl ihn der plötzliche Tod seines Vaters wenige Wochen zuvor sichtlich mitgenommen hatte.
„Er hat es verdient. Jedes Mal wenn er aufgeteet hat, hatte er entweder eine Chance auf den Sieg oder er landete unter den Top Fünf oder Zehn“, so die anerkennenden Wort von Rory McIlroy. „Mental musst du dafür so stark sein, dass du die entscheidenden Scores lieferst, wenn sie notwendig sind.“ Und Recht hat er: Donald platzierte sich bei 25 Turnieren in 2011 unglaubliche 19 Mal unter den Top Ten.
Und was sagt der Engländer selbst: Der hört nicht auf, sich neue Ziele zu setzen, von Zurücklehnen keine Spur. „Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. Das ist das Schöne an unserem Sport und am Leben.“ Und wo will er hin? Endlich den Major-Titel holen, der ihm in dieser Saison wieder verwehrt geblieben ist. „Ich freue mich darauf, mit meinen Erfahrungen aus 2011 bei den Majors im nächsten Jahr zu starten. Und das wird hoffentlich helfen.“ Aber Donald wäre nicht Donald, wenn es damit schon getan wäre. „Ich werde nicht gierig sein. Ich würde gerne ein Major gewinnen, aber ich denke, den Grand Slam mit vier Majors innerhalb eines Jahres zu gewinnen, ist das ultimative Ziel.“
Das Saisonfinale 2011 in Dubai holte sich der Spanier Alvaro Quiros, der seinen Erfolg mit einem Eagle auf der letzten Bahn krönte. Mit 19 unter Par ließ er Paul Lawrie hinter sich, Martin Kaymer folgte abgeschlagen mit zehn Zählern Rückstand bei neun unter Par. Bis auf eine starke 64 an Tag drei, spielte der Deutsche auf dem Par-72-Platz zähe Rundenergebnisse von 73, 71 und 71 Zählern. Am Ende reichte es für den elften Rang. Knapp 3,5 Millionen Euro hat der 26-jährige aus Mettmann in diesem Jahr in Europa verdient, Rang drei im Race to Dubai mit knapp 500.000 Euro weniger als der Zweite Rory McIlroy.
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