Ausgerechnet Tiger Woods lochte im australischen Melbourne den entscheidenden Punkt, um die Trophäe des diesjährigen Presidents Cup mit 19 zu 15 nach Amerika zu holen.
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Amerika siegt – Woods wird gefeiert
Woods spielte auf fünf seiner ersten elf Bahnen Birdies, konnte seinen Vorsprung zeitweise sogar bis auf fünf Löcher ausbauen. Den Sieg über den Australier Aaron Baddeley machte er dann bereits auf Bahn 15 mit einem eindeutigen 4 und 3 klar.
Dabei war Woods Teilnahme in Australien zuvor höchst umstritten. Team-Kapitän Fred Couples wurde für seine Wahl gerade vom Chef des Konkurrenz-Teams, Greg Norman, schwer kritisiert. Die Freude muss groß gewesen sein, dass er am Ende nun doch Recht behalten hatte: "Ich habe gehört, er hat wie ein Tiger zu seinen alten Zeiten gespielt", so Couples. "Ich denke, er hat sich selbst bewiesen, dass sein Schwung zurück und er selbst wieder gesund ist."
Erst Nervösität bei Couples
Beide Captains hatten zu Beginn der entscheidenden Einzel auf ihre jungen Trümpfe gesetzt. Couples sagte danach, er war zuvor zu keinem Zeitpunkt nervös, bis er schließlich auf das Leaderboard blickte und das Internationale Team in allen Einzeln vorne lag.
Der Afrikaner Charl Schwartzel siegte über Dustin Johnson mit 2 und 1, K.T. Kim aus Süd Korea hatte gegen Webb Simspson bei 1 auf die Nase vorn, und der Japaner Ryo Ishikawa hielt sein Versprechen an Greg Norman, gegen Bubba Watson einen Sieg einzukarren. Entspannt wie man ihn kennt, kommentierte Norman diese tolle Leistung mit einem coolen Kommentar: "Die haben ihren Job erledigt."
Erneuter Angriff
Dann aber starteten die Amerikaner einen erneuten Angriff. Hunter Mahan, Nick Watney sowie die erfahrenen Spieler Jim Furyk und David Toms machten wichtige Punkte und gaben Woods die entsprechende Vorlage, um in seinem Match schließlich den Turniersieg klarzumachen. Die darauf folgende Partie zwischen Steve Stricker und Y.E. Yang wurde mit 2 und 1 zwar noch zu Ende gespielt, der Titel war zu diesem Zeitpunkt aber schon vergeben.
Woods zeigte sich danach überglücklich, aber deutete auch an, dass er eigentlich gehofft hatte, dass die Last, den Titel sichern zu müssen, in diesem Jahr nicht auf ihn fallen würde. Bereits 2008 hatte er den entscheidenden Punkt in San Francisco gemacht. "Es fühlt sich schon gut an", erklärte Woods nach seiner Partie. "Aber eigentlich hatte ich gehofft, es würde nicht mehr auf mein Match ankommen."
Australier enttäuschen
Mit ihrem 19-zu-15-Sieg haben die Amerikaner wieder einmal bestätigt, wie sehr sie beim Presidents Cup dominieren. Seit der ersten Austragung im Jahr 1994 hat die USA sieben der neun Austragungen gewonnen.
2013 kommt die nächste Chance für das internationale Team. Dann findet die Austragung allerdings auf amerikanischem Boden statt, im Muirfield Village Golf Club in Dublin, Ohio.
Und Greg Norman hat dafür auch schon die ersten Verbesserungsvorschläge präsentiert: Er würde gerne vier Wildcards anstatt von nur zweien vergeben. Vielleicht liegt das an seiner Enttäuschung über seine australischen Spieler. Denn von Robert Allenby, Jason Day, Adam Scott, Geoff Ogilvy and Aaron Baddeley, für die es alle ein Heimspiel war, war eigentlich mehr zu erwarten.
Hier die Ergebnisse der Einzel:
K.T. Kim (Int) 1 auf Webb Simpson (USA)
Charl Schwartzel (Int) 2&1 Dustin Johnson (USA)
Ryo Ishikawa (Int) 3&2 Bubba Watson (USA)
Geoff Ogilvy (Int) 2 auf Bill Haas (USA)
Hunter Mahan 5&3 Jason Day (Int)
Nick Watney 3&2 K.J. Choi (Int)
Adam Scott (Int) 2&1 Phil Mickelson (USA)
Retief Goosen (Int) 1 auf Matt Kuchar (USA)
Jim Furyk (USA) 4&3 Ernie Els (Int)
David Toms (USA) 7&5 Robert Allenby (Int)
Tiger Woods (USA) 4&3 Aaron Baddeley (Int)
Steve Stricker (USA) 2&1 Y.E. Yang (Int)
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