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Titleist: Der neue »Pro V1«-Ball ist da

Die fünfte Generation

Noch länger - noch besser: Das verspricht Titleist für die fünfte Auflage des Erfolgsballs. GJ stellt die neueste Version des »Pro V1« vor und sagt, wie er sich spielt

Kein Ball in der Geschichte des Sports hat für so viel Aufsehen, Erfolg und auch Begehrlichkeit gesorgt wie der »Pro V1« von Titleist, der in den kommenden Tagen in der mittlerweile fünften Version in den Handel rollt. Wer jedoch denkt, dass die Amerikaner bei der 2009er-Ausgabe nur ein paar marginale Änderungen vornahmen, sieht sich getäuscht. »Wir haben beim Pro V1 diesmal fast alles geändert«, sagt Bill Morgan, der Forschungs- und Entwicklungschef für Bälle bei Acushnet, der Mutterfirma von Titleist. Die Änderungen betreffen fast alle Bereiche: So wurde beispielsweise der Kern vergrößert, der verfügt nun zudem über eine neue Formel, die dem Ball mehr Geschwindigkeit und somit auch mehr Länge geben soll. Der Mantel wurde dagegen etwas dünner und die Schale des Balls, die aus einem Urethan-Elastomer-Gemisch besteht, bietet ebenfalls eine neue Eigenschaft: Sie soll laut Titleist deutlich widerstandsfähiger sein. 

 

»Wir haben von den Konsumenten ganz klar die Bitte bekommen, die Schale härter zu machen«, so Bill Morgan, »das ist uns mit diesem Modell gelungen.« Zudem wurde der Spin bei Schlägen mit den Eisen erhöht, das heißt, dass mehr Kontrolle bei Schlägen ins Grün möglich ist. 

 

Spin ist auch das Stichwort für das vierteilige Schwestermodell »Pro V1x«. Hier jedoch legten die Entwickler Wert darauf, diesen zu reduzieren. So soll der Ball für die »schnellen Jungs«, an die sich Titleist mit dem »Pro V1x« wendet, nun bei Schlägen mit Driver als auch Eisen etwas weniger Spin generieren. 

 

Die Flugeigenschaften des Modells, so versprechen die Verantwortlichen, bleiben jedoch die gleichen wie beim Vorgänger. Aber: Ein Mehr an Länge wurde auch hier erreicht. Diese Verbesserungen haben allerdings auch ihren Preis: Stolze 62 Euro werden für das Dutzend aufgerufen. Die Begründung dafür ist – zumindest aus Sicht des Herstellers – recht simpel: »Wir bieten unserer Meinung das Premium-Produkt im Ballbereich an. Dieses wurde nun mit viel Aufwand nochmals verbessert und daher sind wir der Ansicht, dass eine leichte Anhebung des Preises durchaus gerechtfertigt ist.«

 

GJ hatte bereits Gelegenheit, die Modelle zu spielen: Die ersten Testeindrücke sind – wie sollte es auch anders sein – durchaus positiv. Beide Modelle hatten ziemlich viel Biss auf zugegebenermaßen etwas weichen Grüns. Doch der generierte Backspin lässt durchaus vermuten, dass die Bälle auch auf härteren Grüns sehr gut halten. Vom Tee ging’s richtig zur Sache, wobei festzustellen war, dass die »x«-Variante bei Schwunggeschwindigkeiten um die 170 km/h etwas mehr Länge brachte. Das Gefühl war bei beiden Modellen knackig, ohne zu hart zu sein. Die Eisenschläge ließen sich sehr gut kontrollieren. Bemerkenswert war auch der stabile Ballflug bei Gegenwind. Bei Chips und Putts präsentiert sich der neue »Pro V1x« etwas weicher und gefühlvoller als sein Vorgänger. Obwohl die Schale härter wurde, sind beim »Pro V1« keine Unterschiede im Spiel bemerkbar. Unübersehbar ist jedoch, dass auf dem Cover beider Modelle bei Schlägen mit einem brandneuen Wedge deutlich weniger Abriebspuren als bei vergleichbaren Premium-Bällen zu erkennen waren.