Die Golf Europe ist das Neuheiten-Schaufenster für die kommende Golfsaison. Es ist eine Fachmesse, aber die aktuellen Trends erfahren Sie hier.
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Das Spiel einfacher machen
Von Günter O.Reiter
Am letzten Wochenende im September ist im Norden von München wieder eine Veranstaltung über die Bühne gegangen, zu der wir Golfer zwar keinen Zutritt haben, bei der allerdings mehr oder weniger über unsere Zukunft entschieden wird: die Golf Europe 2009. Genau deshalb wäre es einerseits nun für unsereinen natürlich wirklich sehr spannend, einen Blick in dieses Schaufenster zu werfen – schließlich werden auf der Fachmesse schon jetzt jene Neuheiten präsentiert, die wir im nächsten Jahr dann im Pro-Shop oder Golfgeschäft kaufen können. Andererseits aber ist es auch verständlich, dass Händler und Hersteller bei diesem Termin unter sich sein wollen: Denn bei dem dreitägigen Treffen der Golfbranche im Münchner MOC geht es nicht um Birdies, sondern ums Business. Und das heißt: Wenn hier der Golfhändler »unseres Vertrauens« die richtigen Entscheidungen trifft, dann haben wir letztendlich alle etwas davon. Im Idealfall sogar einen niedrigeren Score...
Wie das? Ganz einfach! Die klugen Händler sichten in München zunächst mal in aller Ruhe das Angebot. Dann überlegen sie, welche Kunden sie haben – wie viele Schläger, Bälle usw. also für Einsteiger, Bogey-Golfer oder Single-Handicapper geordert werden müssen. Danach wird mit den Lieferanten über die Konditionen verhandelt, zu denen der Händler die Ware bekommt und zu welchem Preis er diese 2010 an uns weiterverkaufen kann. Last but not least gibt es u.a. auch noch Gespräche darüber, ob und wo wir im Frühjahr die Möglichkeit bekommen, die Neuheiten bei einem Demo-Day zu testen. Und wenn »unser« Shop-Betreiber jetzt in München alles richtig gemacht hat, dann werden wir eines schönen Tages 2010 mit einem neuen Driver, Eisensatz oder Ball aus seinem Laden kommen, der uns pro Runde tatsächlich zwei oder auch drei Schläge erspart.
Der Grund dafür heißt Spielerleichterung, denn dieser Aspekt genoss bei den Neuentwicklungen für 2010 erneut oberste Priorität. Und das für Golfer aller Handicap-Klassen! Die neuen Driver etwa werden speziell uns durchschnittlichen Hackern noch etwas mehr Länge bringen, noch ein paar mehr kleine Ungenauigkeiten im Treffmoment verzeihen. Und bei den neuen Eisen ist die Technologie inzwischen sogar schon so weit fortgeschritten, dass selbst die Blades und Muscle-Backs für sehr gute Golfer einen deutlich höheren Komfort als noch vor ein paar Jahren bieten. Die aktuell vielleicht größte Herausforderung jedoch hatten die Ingenieure der Golffirmen im Ballbereich zu meistern: Durch die ab 2010 (zunächst nur für Profis) geltenden Groove-Rules erzeugen kurze Eisen und Wedges weniger Spin – daher mussten nun neuartige Bälle entwickelt werden, die bei diesen Schlägern weiterhin den gewohnten und gewünschten Rückwärtsdrall liefern, gleichzeitig aber natürlich den Drive nicht plötzlich kürzer bleiben lassen.
Es ist also eine Menge passiert in Sachen »game improvement«, wozu nicht zuletzt auch ein Trend zählt, der nun bei immer mehr Herstellern zu beobachten ist: Man entwickelt eine Schlägerfamilie, die dann jedoch in zwei Serien für unterschiedliche Spielstärken angeboten wird. In der Praxis nützt das z.B. all jenen, die ihr Handicap verbessern: Denn sie können beim nächsten Schlägerkauf zu einem »verwandten«, technisch nahezu identischen Produkt greifen, was das Spiel ebenfalls erleichtert.
Wer derartige Neuheiten für im Programm hat, welche Schuhe, Taschen, Trolleys usw. 2010 das Golfspiel noch angenehmer machen, und was es sonst noch alles auf der Golf Europe 2009 zu sehen gab – das erfahren Sie in den nächsten Wochen hier oder, ganz besonders ausführlich, in den kommenden Ausgaben von GOLF JOURNAL.
Zusätzliche Informationen und Links
12 x 12 für 2012: 144 Gründe, warum dieses Jahr Ihr Golfjahr wird ... Driver-Technologie: Mit Einstellschrauben oder lieber ohne? ... Training: So bekommt der Pitch sein Fett weg ... Marokko: Golf & Jet-Set – das neue Trendziel in Afrikas Norden ... Luke Donald: Der Imperator ... Warm-Up: Gehen Sie wie die Tour-Pros aufgewärmt ans Werk ... Audi Quattro Cup: Das Finale in Mission Hills ... Leserreise: Mit Handball-Legende Erhard Wunderlich zum "Drive&Speed" an die Algarve ... u.v.m.






